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Adriajar von Belassus

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Adriajar von Belassus
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Zemiocro
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Wohnort: Aron

BeitragVerfasst am: Mo März 08, 2010 11:26 am    Titel: Adriajar von Belassus Antworten mit Zitat



Name:
Adriajar von Belassus

Spieler:
Adriajar von Belassus

Alter:
29

Geschlecht:
männlich

Aussehen:
Mit einer Körpergröße von 1,89 m ist Adriajar recht groß, hat allerdings einen eher schlanken Körperbau. Durch die Rüstung wirkt er wesentlich massiger als er ist. Die braunen Haare sind etwa schulterlang und sind leicht gewellt, was allerdings daher kommt, dass er sie mehr oder weniger unter den Helm stopft. Seine braunen Augen verraten selten etwas über seine Gemütsfassung und wirken meist hart und ablehnend. Die ersten Falten haben sich bereits um die Augenpartien eingegraben und lassen ihn teils älter wirken als er wirklich ist. Die Narbe über seinem linken Auge stammt von einem Schwerthieb, dem der damals junge Ritter nur knapp ausweichen konnte. Einen richtigen Bart lässt sich Adriajar nicht wachsen, meistens hat er einfach einen Drei-Tage-Bart, den er in unregelmäßigen Abständen rasiert. Das lässt sein ansonsten eigentlich nicht hässliches Gesicht immer etwas verwegen aussehen. Seine Gesichtszüge sind zwar nicht schön geschwungen, wie es bei manchen Adeligen zu sehen ist, sondern eher von kräftiger Natur, aber dadurch hat es seine eigene Schönheit.

Rasse:
Mensch

Herkunft:
Gut der Familie von Belassus

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte:
Obwohl als drittes Kind zur Welt gekommen, war Adriajar der Älteste. Seine Brüder hatten beide die Geburt nicht überlebt, somit würde er der Erbe des Namens von Belassus und des Lehens sein. Nach ihm kamen noch drei weitere Kinder zur Welt, nur eines, das letzte, überlebte. Seine Schwester Leeria. Sie war vier Jahre jünger als Adriajar und dem Vierjährigen wurde gesagt, wie wichtig es wäre, dass er immer auf seine kleine Schwester aufpasste. Das nahm er wörtlich und verließ Mutter und Schwester kaum noch. Immerhin sollte er auf sie aufpassen, das hatte ihm sein Vater gesagt. Und was sein Vater sagte, das musste man auch machen.
Nach knapp zwei Wochen scheuchte seine Mutter ihn förmlich fort, da es ihr und ihrer Tochter immer besser ging und ihr Sohn nicht einmal mehr spielte. Er ging zwar und nahm sein altes Leben mehr oder weniger wieder auf, besuchte seine Schwester aber immer noch sehr häufig. Immerhin war er ein großer Bruder und ein großer Bruder musste auf seine kleine Schwester aufpassen.
Das Einrichten der Besuche wurde für Adriajar allerdings immer schwieriger, immerhin fing sein Vater an ihn auszubilden. Stark und schnell sollte er werden, aber auch genauso klug in der Verwaltung eines Gutes.
Anfangs stand hauptsächlich die Ausbildung von Adriajars Kraft und Ausdauer im Vordergrund, er lernte aber auch schon lesen und schreiben. Sein Vater legte sehr viel Wert darauf, dass sein Sohn eines Tages das Lehen selber verwalten könne, ohne die Hilfe eines lästigen Verwalters, der sich eventuell sogar mit dem Geld aus dem Staub machen konnte. Genau das war seinem Lehnsherren passiert.
Somit waren die ersten sieben Lebensjahre zwar ausgefüllt mit hartem Training, aber auch sehr viel Freude in seiner Familie. Kurz nach Adriajars siebtem Geburtstag änderte sich dann allerdings alles. Das Lehen lag in der Nähe der Grenzfeste Engelsfall und das sollte der Familie von Belassus zum Verhängnis werden.
Eine von Zandurs Truppen griff das Lehen an. Sie kamen so überraschend, dass Adriajars Vater nicht rechtzeitig eine Verteidigung aufstellen oder seine Familie in Sicherheit bringen konnte. Da das Gut über keine befestigte Burg verfügte, war der Kampf kurz. Adriajars Vater fiel in diesem Kampf. Seine Mutter versuchte noch, die Geschwister in Sicherheit zu bringen, aber sie starb, getroffen von einem Pfeil in den Rücken. Ehe sich die Kinder versahen, waren sie von den Kriegern Zandurs umzingelt. Alles wüste und grausame Gesellen. Aber anstatt die sich umklammernden Geschwister gleich zu töten, schienen sie zu beratschlagen.
Ehe Adriajar sich versah, versuchten sie ihn von seiner Schwester fortzureißen, er verstand nur so viel, dass er ab jetzt ein Sklave sein sollte. Mit Schlägen und Tritten wehrte sich der kleine Junge gegen die großen Krieger und brachte sie nur zum Lachen. Leeria schrie und versuchte zu ihm zu gelangen, aber einer der Männer packte sie einfach an den Haaren und schnitt ihr die Kehle durch.
Adriajar war wie von Sinnen, schlug, biss und trat um sich, bis er plötzlich frei war, dann stürzte er sich immer noch schreiend auf den Krieger und trommelte mit seinen kleinen Fäusten gegen den schwarzen Brustpanzer.
Als wenn er nur eine lästige Fliege beiseite wischen würde, hob der Krieger die Hand und ohrfeigte Adriajar. Dieser flog zur Seite und blieb benommen liegen. Er spürte nur noch, wie er hoch gehoben und weg getragen wurde.

Irgendwann wachte er mit schmerzendem Kopf und trockenem Mund auf. Er lag in einem Zelt unter einer groben Wolldecke. Ein kleines Feuer erhellte das Zeltinnere so weit, dass Adriajar sehen konnte, dass dort mehrere Krieger saßen, sich unterhielten und dabei aßen. Sein Aufwachen blieb nicht lange unbemerkt und einer der Männer kam zu ihm und reichte ihm einen Kelch mit Wasser. Der Durst siegte über den Argwohn und die Neugier über die Angst. Der Mann vor ihm trug eine schwarze Rüstung, wo mitten auf der Brust ein schwarzer Totenkopf aus Metall als Verzierung saß.
Schnell fand der Junge heraus, dass er kein Sklave war, sondern stattdessen als Krieger ausgebildet werden sollte. Warum konnte er sich nicht erklären und fragen traute er sich dann doch nicht. Der Mann sagte etwas sehr wichtiges zu ihm: „Wenn du schwach bist, wirst du sterben. Wenn du stark bist, wirst du leben.“ Das wurde das Mantra von Adriajar. Anfangs dachte er noch oft an eine Flucht, aber schnell verdrängte er diese Gedanken. Die Ausbildung nahm zu viel Zeit und Kraft dafür weg und die Erziehung tat ein übriges. Spaß fand er keinen an Grausamkeit, aber das Prinzip der Stärke verinnerlichte er und wenn es erforderlich war, dann war er grausam.
Dreizehn Jahre lang wurde er gründlichst ausgebildet und unterrichtet. Seine Lehrmeister lobten ihn auf Grund seiner schnellen Auffassungsgabe und rügten ihn für sein, für ihren Geschmack, zu nachsichtiges Verhalten. Seine Familie und wie er zu diesen Kriegern gekommen war, verblasste schon in den ersten Jahren sehr stark, bis er sich quasi gar nicht mehr erinnern konnte. Nach seinem Gefühl war er schon immer ein Teil von ihnen gewesen.
Am Ende der Ausbildung erhielt er eine schwarze Rüstung, so wie sie von den schwarzen Rittern getragen wurde, mit dem schwarzen Totenkopf auf der Brust, sowie Schwert, Schild, Lanze und ein Schlachtross. Von da an zog er mit auf die Streifzüge, die die Krieger Zandurs unternahmen. Er tötete unschuldige Menschen, Elfen, Zwerge und andere Völker. Sie alle waren Feinde des großen Zandur und mussten ausgemerzt werden, das hatten ihm seine Lehrmeister beigebracht und so war es richtig und gut. So gingen acht Jahre ins Land, Adriajar kämpfte, tötete und wurde selber verletzt. Er erholte sich immer recht schnell von seinen Verletzungen und war eigentlich immer zu früh wieder im Kampf zu finden. Eine unsichtbare Macht trieb ihn an, immer weiter und weiter zu gehen.
Bis er eines Tages vor den Scherben seines Lebens stand.
Sie überfielen ein Dorf, bevölkert von Menschen, alles war wie immer. Niemand hatte ihr Kommen gemerkt, sie mussten nur noch die Bewohner töten. Jedenfalls machte es anfangs den Anschein. Die Dorfbewohner hatten allerdings eine Wache aufgestellt und so standen die Krieger plötzlich mit Mistgabeln bewaffneten Bauern gegenüber, die zu allem bereit waren. Keine große Herausforderung für die geübten Krieger, auch wenn die Männer alles andere als einfach zu besiegen waren. Ein paar von ihnen brachten sogar Adriajars Pferd zu Fall, welches sich dabei das Bein brach. Zum Glück waren zwei seiner Kameraden in der Nähe und halfen ihm aus der misslichen Lage.
Nach dem Gemetzel, etwas anderes war es trotzdem nicht, teilten sich die Männer auf, um die Frauen und Kinder zu töten oder zu versklaven. Schon seit einiger Zeit hatte Adriajar bei solchen Aktionen ein merkwürdiges Gefühl in der Bauchgegend, welches er aber immer verdrängte. Mit einem wuchtigen Tritt brach er eine Tür auf und betrat ein einfaches einstöckiges Haus. Ihm gegenüber stand nur eine Frau mit ihren zwei Kindern. Alle drei mager und verhärmt, die taugten nichts.
Mit erhobener Klinge ging er auf die drei zu, um sie zu töten, als eines der Kinder plötzlich aufsprang und sich mit ausgebreiteten Armen vor ihm aufbaute. Der Kleine war gerade mal halb so groß wie Adriajar, aber trotzdem hielt der Krieger inne und starrte den Jungen fassungslos an. Langsam löste sich sein Griff um das Schwert und dieses fiel zu Boden. Mit voller Wucht war die Erinnerung an seine Mutter und Leeria zurückgekommen. Und wie er versucht hatte, den Mann zu bekämpfen der Leeria getötet hatte.
Bevor er irgendetwas tun konnte, stürmte ein anderer Krieger herein und tötete die drei mit wenigen Streichen. Adriajar setzte sich auf den Boden, ihm war schwindlig und schwach zumute. Zum ersten Mal seit seinem siebten Lebensjahr weinte er. Er weinte um Leeria, seine Mutter, seinen Vater und um das, was aus ihm geworden war. Wie lange er dort saß wusste er nicht. Irgendwann versiegten die Tränen und ließen nur eine große schmerzhafte Leere in ihm zurück. Fahrig nahm er sein Schwert auf und verließ das Haus.
Die Tage darauf kapselte er sich immer mehr ab. Die anderen dachten, er wäre bei dem Kampf verletzt worden und ließen ihn einfach in Ruhe. Niemand kümmerte, was mit ihm war. Die Leere in seinem Innern wurde immer schmerzhafter. Er hatte kaum noch Kraft in den Armen, als wäre seine ganze Stärke mit dem Blut des Jungen in den Boden gesickert. Irgendwann ging er zum Anführer und bat darum, zurück reiten zu dürfen, er hätte sich bei dem Sturz wohl doch schwerer verletzt als erwartet. Sein Anführer war zwar etwas misstrauisch, was diese Aussage anging, ließ ihn aber ziehen.
Adriajar kehrte zurück in ihr Heerlager und kapselte sich dort genauso ab, wie bei seinem Trupp. Auch hier störte es niemanden. Nach einem Monat allerdings konnte er nicht mehr länger so untätig bleiben, er bekam ein neues Pferd und wurde wieder losgeschickt. Die darauf folgenden Kämpfe focht er ohne rechte Begeisterung.
In ihm reifte eine Erkenntnis. Er musste von hier weg. Weg von Zandurs Soldaten, weg von all dem hier. Immer öfter dachte er an seine Kindheit zurück. Die Bilder waren zwar verschwommen und er konnte sich an keine Gesichter mehr erinnern, aber er empfand Glück dabei. Nun wartet er nur noch auf seine Chance, unbemerkt verschwinden und ein neues Leben beginnen zu können.

Familie:
Seine Familie wurde vor ungefähr 22 Jahren von Zandurs Soldaten getötet, er trägt aber immer noch seinen alten Familiennamen. Ursprünglich als Sklave gedacht, wurde nur Adriajar verschont. Es gibt keine weiteren lebenden Verwandten. Das Lehen der Familie wurde neu vergeben.

Seine Beschäftigung in Aron, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
Adriajar ist sozusagen ein schwarzer Ritter, also ein Krieger, geübt im Kampf mit Schwert, Schild und Lanze, auch zu Pferd.

Wo wohnt er oder sie in Aron?:
Adriajar hat keinen festen Wohnsitz, er zieht durch das Land

Charakterzüge:
Auch wenn er nie einen grausamen Charakter hatte, kann er sehr wohl äußerst unangenehm werden und auch jemanden foltern. Er tut es nicht gerne, aber richtige Skrupel hat er dabei auch nicht. Im Kampf kennt er keine Gnade, es kann nur einer gewinnen und das muss er sein. Seit dem Ereignis von vor einem Jahr zieht er seine Klinge allerdings nur noch ungern und nur wenn es sein muss. Er ist von dem tiefen Wunsch beseelt, Frieden zu finden, so wie er ihn aus seiner Kindheit in Erinnerung hat. Gegen eine hübsche Bettgefährtin hat er nichts einzuwenden, aufdringlich gegenüber dem schwachen Geschlecht ist er allerdings nicht. Bei einer Sklavin würde er allerdings absolut keine Widerworte dulden. Innerlich ist er zerrissen zwischen dem, was er gelernt und verinnerlicht hat und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft. Für diese ist er auch bereit zu kämpfen und zu töten. Aus diesem Grund legt er auch die schwarze Rüstung mit dem Totenkopf nicht ab, für ihn ist sie ein Mahnmal dessen, was er getan hat.

Abneigungen:
Ungehorsam von Sklaven
ausgefragt werden über seine Vergangenheit
ungepflegte Ausrüstung
schrille aufdringliche Stimmen
Angeber

Vorlieben:
stille Orte
sich an belebten Orten aufhalten und nicht angestarrt oder gemieden werden
die Farbe Schwarz
ruhige Unterhaltungen
Musik

Wünsche und Ziele:
Auf lange Sicht ist sein Ziel, ein neues Zuhause zu finden. Vielleicht ein Lehen oder einfach ein eigenes Haus, mit einer Frau. Naheliegend will er erst mal weg von Zandurs Armee.

Besondere Fähigkeiten:
Adriajar ist ein geschickter Kämpfer mit Schwert und Lanze. Zudem ist er ein geschickter Reiter.
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