Aron - Das Rollenspiel Forum
Alles was sich mit RPGs und anderen orkischen Dingen beschäftigt
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Zemiocro Legende


Anmeldedatum: 28.09.2007 Letzter Besuch: 09.09.2010 Beiträge: 3954 Wohnort: Aron
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Verfasst am: Mo März 08, 2010 7:53 pm Titel: Foralion Tarl - Die Länder im Nordosten Arans |
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Forlarion Tarl nennt man schon seit Menschengedenken die Länder im Nordosten Arons. Es ist ein unfruchtbares, raues Land das sich an die Hänge der Berge schmiegt, die früher einst Nathilion von Aran trennten und heute die Grenze zwischen dem Reich Zandurs und denen der Freien Völker darstellt. Weiter nach Norden hin werden die Felßenbastionen zu einem imposanten Bollwerk. Hier, in Froalion Tar sind sie nur unwirtlich und karg.
Es gibt nur wenig Orte und Städte hier. Zumeist lebt die Bevölkerung von der Schafzucht und wer Forlarion Tarl nicht schon lange den Rücken gekehrt hat, lebt entweder in einer Stadt oder hinter einem hastig errichteten Schutzwall denn Zandur ist nirgends so nahe wie hier und seine verdorbenen Fühler strecken sich immer wieder hierher aus.
Etwas dunkles liegt in der Luft in Forlarion Tarl. |
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Adriajar von Belassus Bürger


Anmeldedatum: 07.03.2010 Letzter Besuch: 05.07.2010 Beiträge: 117 Wohnort: Greven bei Lübz
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Verfasst am: Mo März 08, 2010 8:31 pm Titel: |
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Eintönig klang das Klirren der Rüstungen und Trappeln der Pferdehufe auf dem Boden. Adriajar ritt mehr in einer Art Trance daher, als dass er etwas um sich herum bewusst wahr nahm. Da er mitten zwischen seinen Kameraden ritt, würde das Pferd sich der Geschwindigkeit und der Richtung der anderen Tiere anpassen. Adriajars Gedanken waren an einem anderen Ort.
Und wieder die Taktik verbranntes Land. Wieder sterben ein paar Bauern oder Schafzüchter oder was auch immer einen sinnlosen Tod und ich bin dran beteiligt. Verdammt, ein Jahr, ein verdammtes Jahr warte ich schon auf eine Gelegenheit! Wie es wohl wäre, ein eigenes Leben zu führen? Vielleicht sogar mit einer Familie? Nur zu kämpfen wenn man sich verteidigen muss? Das werde ich hier nie kennenlernen. Ich werde so lange reiten und kämpfen, bis ich tot aus dem Sattel falle.
Abrupt wurde der Krieger aus seinen Gedanken gerissen, als sein Pferd plötzlich stoppte. Er lenkte seine Aufmerksamkeit nach vorne, auf seinen Anführer. Der Trupp war dieses Mal recht groß und so waren die Worte, die der Mann an seine Krieger wandte, nicht leicht zu verstehen. Adriajar hörte sowieso nicht richtig zu, er verstand nur so viel, dass sie dieses Mal eine kleine Stadt mit einigen Bewaffneten als Verteidigung angreifen würden. Mehr verstand er nicht, wunderte sich nur, als sich die Reiter plötzlich in einer Reihe aufstellten.
Um nicht unangenehm aufzufallen, setzte er sich gerade hin und blickte aufmerksam nach vorne. Was immer jetzt auch passierte, es war besser, wenn er aufpasste. Nun war der Anführer klar zu verstehen und Adriajar war doch mehr als verdutzt, als er erfuhr, dass es dieses Mal eine Reserveeinheit geben sollte. Danach rief der Anführer Namen oder deutete auf verschiedene Krieger, die neu waren. Diese mussten sich hinter ihm sammeln, sie würden nur im absoluten Notfall eingreifen.
Mit Erstaunen hörte Adriajar auch seinen Namen, schnell gab er seinem Pferd einen kräftigen Schenkeldruck und trabte zu den Kriegern hin.
Nach dieser Aufteilung ritten sie im geschlossenen Verbund weiter, immerhin wusste jetzt jeder, wo er während des Kampfes hingehörte. Adriajar konnte sich die plötzlich aufkeimende Unruhe in seiner Brust nicht erklären. Hoffnung? Warum sollte sich ausgerechnet eine Gelegenheit ergeben? Weil es dunkel sein würde und in der Aufregung achtete niemand auf den anderen, sagte ein leises Stimmchen hinter seiner Stirn.
Die Zeit und der Weg schienen sich endlos hinzuziehen, die Aufregung wurde immer schlimmer. Sein Herz schlug viel zu schnell in der Hoffnung, endlich von hier loszukommen. Den Kopf voll mit Gedanken zu den technischen Sachen der Flucht, verging dann aber auch diese Zeit und Adriajar war sich, als sie Halt machten, mehr als sicher, dass es nicht nur klappen konnte, sondern dass er auch ordentlich Vorsprung bekommen würde, allein durch die Tatsache, dass er nicht gerade Freunde oder so hatte.
Die Dämmerung hatte schon vor einiger Weile eingesetzt und mittlerweile war es fast ganz dunkel. In ein oder zwei Stunden wäre die perfekte Zeit und Dunkelheit für den Angriff. Die Männer stiegen von den Pferden ab und gingen hin und her oder aßen eine Kleinigkeit. In der Luft lag die gleiche Spannung, wie vor jedem Kampf. Adriajar meinte dieses Mal sogar sie schmecken zu könnne.
Dann war es so weit. Die Reservekrieger saßen genau wie die Angreifen auf, sonderten sich dann aber ab. Den Befehl bekam ein alter erfahrener Kämpfer, der auf ein bestimmtes Hornsignal hin die Reserve in den Kampf führen sollte. Adriajars Unruhe übertrug sich auch auf sein Pferd. Dieses scharrte zwischendurch immer wieder mit den Hufen und schnaubte unruhig. Um sich selbst und das Tier zu beruhigen, ritt der Krieger hinter den Reihen seiner Kameraden auf und ab, dabei besah er das Gelände so genau, wie es bei dieser Dunkelheit möglich war und machte eine Richtung für sich aus. Dort lag die Stadt Aron, das wusste er. Damit wäre er dann weit fort von Zandur und seiner Armee.
Schließlich war es soweit und der Anführer gab das Zeichen zum Angriff. Mit lautem Kampfgeschrei stürmten die Angreifer auf den Holzwall zu. Fast sofort erklang ein fremdes Hornsignal, wohl eine Wache. Viel von dem Kampf konnte man nicht sehen, besonders nicht Adriajar, da er immer noch auf und ab ritt. Man sah nur ein paar flackernde Lichter, in denen die Reiter wie Schemen hin und herhuschten. Ein paar Mal fiel sogar ein Reiter zu Boden in diesem Lichtschein und rührte sich nicht mehr.
Adriajars Herzschlag beschleunigte sich. Er konnte zwar nicht viel sehen, aber was er sah, lief gar nicht gut. Bald würde man bestimmt die Reserve dazuziehen. Eine Flucht kam für die Krieger nicht in Frage, also würde es bestimmt eine Gelegenheit geben, sich abzusondern und zu verschwinden. Seine Vorräte reichten zwar nicht lange, aber bestimmt lange genug, um viel Weg zwischen sich und die Armee zu bringen.
Da! Das war das Hornsignal! Wie ein Mann stürzte die Reserve nach vorne, ohne sich umzublicken. Einen Moment lang sah Adriajar den Männern einfach nach und konnte nicht glauben, dass es so einfach war. Er würde jetzt einfach sein Pferd wenden und verschwinden. Mehr war es nicht? Aber warum auch nicht? Hauptsache, er kam endlich von hier fort. Mit einem heftigen Ruck an den Zügeln drehte er sein Pferd und galoppierte in die Richtung, in der er Aron wusste.
Der Lärm des Kampfes wurde immer leiser und irgendwann hörte er dann nur noch den Hufschlag und Atem seines Pferdes, sowie das Geklirr seiner Rüstung. Bald ging der Mond auf und in dem schwachen Licht war es für den Krieger einfacher seinen Weg auszumachen. Ohne Pause trieb er sein Pferd im Galopp immer weiter. Nur manchmal ließ er es im Schritt gehen, aber anhalten ließ er es nicht. Immer weiter entfernte sich Adriajar von seinen ehemaligen Kameraden und konnte sein Glück noch gar nicht fassen.
Er war frei! Der Morgen brach an und Adriajar ritt immer noch weiter, erst am Vormittag machte er an einem kleinen Wasserlauf Rast, um seinem Tier Ruhe zu gönnen. Falls sein Fehlen überhaupt auffiel, würde man vermuten, er wäre im Kampf gefallen, die schwarzen Krieger nahmen ihre Toten nicht mit.
Mit leuchtenden Augen sah er in die Richtung, in der er Aron wusste. Dann lachte er laut, fröhlich und schallend, warf die Arme in die Luft und schrie:
"Ich bin frei! Frei! Verdammt noch mal, endlich frei!"
Immer noch lachend und mit ausgebreiteten Armen ließ er sich in die Heide sinken. Auf dem Rücken liegend blickte er über das ganze Gesicht lachend in den Himmel. Er war frei!
Mit der Faust stieß er in den Himmel, lachte und ließ den Arm wieder sinken. Egal was die Zukunft ihm bringen würde. Er war auf dem richtigen Weg. Das spürte er.
Als er sich wieder aufsetzte, meinte er eine Bewegung in der Ferne auszumachen. Aber nicht aus seinem Rücken, was immer dort kam, es kam ihm entgegen. Normalerweise hätte Adriajar sich nun auf sein Pferd geschwungen, mit dem Schwert in der Hand und herausgefunden, was dort kam. Aber heute war es ihm egal. Er würde es beobachten, aber mehr auch nicht. Wer weiß, vielleicht hatte das Schicksal ja schon etwas vor mit ihm? Was auch immer es war, es konnte nur besser sein als das Vergangene. |
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NSC Legende


Anmeldedatum: 19.03.2008 Letzter Besuch: 08.09.2010 Beiträge: 4863
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Verfasst am: Di März 09, 2010 2:01 pm Titel: |
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Sie hatten an jenem Abend in einem längst verlassenen, nieder gebrannten Dorf halt gemacht. Büsche und Hüft hohes Gras sprossen aus den Ruinen. Hier im Norden Arans war die Luft auch im Sommer oft kühl. Mitten in der Nacht dann hatte Onyx sie und Jade geweckt. Fern am Horizont war ein Licht auszumachen das man für einen gefallenen Stern halten konnte und doch war es dazu vom Farbspektrum her zu warm. „Ein Feuer.“ Hauchte sie vage ahnend welche Dimension die Flammen haben musste, dass es bis hier her sichtbar war und noch dazu die Wolken am Himmel von unten her rötlich erhellte.
Alabaster war kein sanftes, zartes Mädchen. Der Tod war ihr kein Fremder. Dennoch blickte sie düster drein. Das Sterben gehörte zum Leben wie des Essen oder der Schlaf und doch erschien ihr der Krieg noch immer so sinnlos. Es war als würde man fest stellen, das einem die Farbe eines Hauses nicht mehr gefiel, aber an statt es anders zu tünchen brannte man es einfach nieder. „Krieg entspricht der Logik eines Mannes.“ Murrte sie noch als sie sich wieder hin legte. Doch der Schlaf wollte nicht kommen und so lag sie noch lange wach und starrte die Holzdecke des Wagens an. „Krieg ist Frieden.“ Hauchte sie. „Freiheit ist Sklaverei.“ Wieder war es da, dieses blubbernde, innige, schöne, und doch bizarre Gefühl. „Unwissenheit ist Stärke.“ Dann drehte sie sich um. Der morgige Tag würde so oder so noch anstrengend werden. Bewusst suchte sie in der Nacht die Arme von Jade, in denen sie aber nur regungslos lag bis sie irgendwann wieder eingeschlafen war.
* * *
Es war noch früh als sie erwachte und sich noch vor Jade aus dem Bett erhob. Der Morgen war noch früh und das Licht nicht mehr als ein grauer Schimmer. Im Wagen war nicht viel Platz, aber er reichte aus, dass sie sich erst mal dehnte und streckte. Es war eine allmorgendliche Prozedur und sie würde diese oder eine andere später erneut wiederholen. Sie musste wollte sie so beweglich bleiben wie sie war. Noch während sie sich streckte glitt ihr Blick umher. Der Wagen war nicht mehr neu, aber noch gut in Schuss. Dennoch konnte man ihm ansehen das er gut bewohnt war. Das dunkelbraune Holz der Decke und Wände bildete nur einen subtilen Kontrast zu dem geschmiedeten, eisernen Elementen und überall lagen ihre oder Jades Sachen rum. Nun, vor allem waren es die Dinge von Jade. Dabei gab es einige Schränke die in den Wagen eingebaut waren. Früher hatte sie das noch gestört. Doch nun hatte es fast schon etwas Heimeliges. Sie stand gerade auf einem Bein und hatte sich so weit nach hinten verbogen, dass ihr Kopf sich schon fast unter ihrem erhobenen Schenkel befand, als die Tür aufgerissen wurde. Der kalte Lufthauch reichte aus um endgültig das feine Nachthemd über ihren Leib hinab zu schieben, bis es sich um ihre Arme sammelte. Sie zuckte kurz zusammen, hielt dann aber ihre Position. Es war nur Onyx. Ein Bulle von einem Mann, aber dennoch absolut ungefährlich, denn wie dem männlichen Rind hatte man ihn um gewisse Körperteile erleichtert. Er war ein Eunuch. Und ganz war aus ihm nie mehr geworden als der Sklave der er einst gewesen war. Mit einem fast schon provokanten Grinsen öffnete sie ihre Beine nun nur noch weiter. Zu gerne hätte sie gewusst ob ihn der Anblick an das erinnerte was er nie gehabt hatte. Ob es ihm weh tat oder egal war und sie sah ihn aufmerksam ins Gesicht, aber er war so unleserlich wie immer. „Mach die Tür zu.“ Zischte sie dann leise. „Es ist kalt.“ Aber der Mann gehorchte keineswegs. Er schien eh nur seiner „Herrin“ Jade wirklich hörig zu sein.
Wenn man mit jemanden lange zusammen war bekamen kleine Gesten eine ganz andere Bedeutung. So war es mit ihm auch. Die Art wie er seinen Kopf ruckartig bewegte, die Art wie er sie dabei ansah – ihr war fast als würde er mit ihr sprechen. Ihr war fast als würde er ihr sagen, das dort jemand war, der sich näherte.
Schlagartig entwand sich die junge Frau und streifte das Nachthemd so hinab, das es ihren Körper wieder bedeckte, auch wenn das eigentlich sinnlos war, denn der Stoff war halb transparent.
„Wie viele?“ Wollte sie wissen und der Eunuch hob einen Finger.
„Nur einer.“ Murmelte sie und nickte dann als sie sich Jade zuwandte, die noch immer seelig schlief. „Ich wecke sie.“
Der Mann verließ wieder den Wagen und sie drehte sich der Schlafenden zu. „Jade?“ Die Wange der etwas älteren Frau vorsichtig liebkosend brachte sie die andere dazu ihre Augen aufzuschlagen. Es war auch an diesem Morgen so ein lieblicher Anblick dass sie sich plötzlich gezwungen fühlte sich vor zu beugen und sie drückte der anderen einen hauchzarten Kuss auf die Lippen, der aber flüchtig blieb. Dann erst sprach sie leise: „Onyx sagt es nähert sich jemand.“ An sich mochte das nichts bedeuten, aber zu dieser Zeit, an diesem Ort konnte ein Fremder alles mögliche sein. Und sie zumindest wollte ihm nicht nackt begegnen. |
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Amalthea Legende


Anmeldedatum: 02.07.2009 Letzter Besuch: 09.09.2010 Beiträge: 1425 Wohnort: Wien
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Verfasst am: Di März 09, 2010 7:42 pm Titel: |
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Es musste wohl mitten in der Nacht gewesen sein als Onyx sie geweckt hatte. Alabaster war aus der warmen Umarmung der Decken gestiegen um Nachschau zu halten und so lange draußen geblieben das sich ihre Haut danach anfühlte wie Eís.
Ein Feuer also, weit in der Ferne doch so groß das man es sogar von diesem Platz aus deutlich sehen konnte? Jade wollte gar nicht darüber nachdenken, an die ganzen armen Leute. Nein, dann träumte sie nur wieder schlecht.
Liebevoll hatte sie das helle Haar der Anderen gestreichelt während sie selbst schon wieder in den Schlaf zurück sank. Jade hatte nicht geglaubt ihre treue Alabaster bräuchte diese tröstliche Geste, es lag einfach in ihrem Naturell diese Aufmerksamkeit zu geben. Angst hatte auch sie keine, warum sollte sie sich auch sorgen? Onyx stand doch draußen und wenn sie einem Mann auf dieser Welt vertrauen konnte, dann dem stummen Eunuchen. Ganz gewiss saß er nun auf dem Kutschbock bereit, die Pferde im Geschirr und die Bremse gelöst. Beim kleinsten Anzeichen eines Reiters der aus der Richtung des Feuers kam würde er los fahren.
Irgendwann hatte sie gespürt wie sich ein schlanker Leib aus ihrer wärmenden Umarmung wand und das Bett verlies. Sie wusste nicht ob sie träumte oder schon halb wach war, doch ihr schien der Morgen war noch viel zu früh um ihn mit Turnübungen zu begrüßen. Von daher drehte sich die Rothaarige nochmals enger in die schweren Decken und träumte etwas das von fröhlichen Gelächter und den Duft exotischer Kräuter durchzogen war.
Ein leises Kitzeln auf ihrer linken Wange holte sie in den von grauen Licht gefüllten Morgen zurück. Sie blinzelte zweimal langsam und verschlafen bevor sich ein breites Lächeln auf ihre Lippen schob. Ganz federleicht war der Morgengruß Alabasters, so grob sie sich oft gab war sie im Innersten doch offenkundig das was ihr Körper auch so deutlich nach außen trug. Ein Mädchen.
“Guten Morgen.” Jade wühlte eine ihrer milchigen Hände aus den Decken und strich der Anderen eine Strähne hinter die Ohren. So eindeutig wie jetzt konnte sie der anderen Frau nie in die Augen sehen wenn sie den Wagen verließen, ganz anders als in den Hallen ihrer Kindheit, reagierten die Menschen Arans auf gewisse Umstände.
“Jemand nähert sich sagst du?” seufzend rappelte sich die junge Tänzerin hoch, ein Schwall roter Locken rutschte von ihrem Rücken über die Schultern der Frau als sie sich aus dem Bett beugte und nach einem dunkelgrünen Mantel angelte. Noch im Bett sitzend warf sie sich dieses Kleidungsstück um die Schultern und stand dann erst auf. Es war schon interessant zu beobachten wie weit sie das Bein nach einer herumliegenden Schuh strecken konnte der auf einer Truhe lag und gleichzeitig ohne zu zittern mit der Hand eine Bürste angelte die auf einem Regal verstaut war. “Glaubst du er Nähert sich aus der Richtung… in der du gestern das Feuer gesehen hast?” Nun sicher, es war nur einer, doch sie beide wussten aus Erfahrung das ein Mann alleine schon ordentlich Schwierigkeiten bedeuten konnte. Vor allem wenn er Jade gefiel. Solche Typen brachten immer Ärger mit sich. Aber es würde sich schon weisen, wer wusste schon was der neue Tag in der Hinterhand hielt?
Mit schnellen Griffen band sich die Akrobatin die Haare hoch, steckte sie mit Nadeln fest deren Enden mit grünschimmernden Glas verziert waren. Auch das Kleid das sie aus einem Schrank zerrte leuchtete in einem dunklen Ton ihrer Lieblingsfarbe, der Farbe ihrer Augen. “Dann lass uns mal nachsehen was?” Jade lachte, sie konnte nicht anders und so perlte ihr helle Stimme aus dem Wagen in den Morgen hinaus als sie die Tür des Wagens öffnete und mit einem langen, eleganten Schritt hinaus trat.
“Sind wir abfahrbereit Onyx?” Sein Nicken war langsam und mit einer fast unsichtbaren Kopfbewegung schien er zu fragen in welche Richtung es gehen sollte. Jade wies sie ihm mit der Hand. Mal sehen was das Schicksal heute für sie bereit hielt. |
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Santuo Abenteurer


Anmeldedatum: 28.02.2010 Letzter Besuch: 10.09.2010 Beiträge: 1162 Wohnort: minden
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Verfasst am: Di März 09, 2010 10:49 pm Titel: |
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"Scheise,Scheise,Scheise...!" ...Scheise, Scheise, Scheise ... "Wie ich dieses Zeug hasse...Magie...Pah. Wenn ich...Was zur...Wo zur Hölle?" Sar'naon schaute sich um. Steine? Ich stehe inmitten eins verdammten Berges au Stein
In Wahrheit stand er in einer alten Burgruine. Leere schwarze Öffnungen blicketen ihn von dort an, wo mal Fenster gewesen waren. Eine Hälfte des Hauses und der Mauer waren komplett weggebrochen, dort konnte Sar'naon in die Ferne blicken. Die Sonne lugte durch einige offene Stellen in der Wolkendecke und erhellte eine kleine Ebene. Der Rest der Burg war relativ gut in Schuß. Zwar waren hier und dort einige Steine aus den Mauern gebröckelt aber immerhin stand sie noch. Kein Krieg hatte sie zerstört. Es sah eher so aus als hätte man die Burg freiwillig verlassen. Sar'naon vermutete, das die Vorräte entgültig zur Neige gegangen waren und man eingesehen hatte, das es sinnlos und zu teuer war sie bis hierhin zu transportieren. Das Tor zur Burg war wohl mit eingestürzt, da er keines entdecken konnte er würde wohl oder über den Berg hinabsteigen müssen, da er auf dem Hof keinen weiteren Ausgang in irgendeine Richtung fand. Zuerst würde er aber im Haus nach etwas brauchbarem suchen gehen, auch wenn er befürchtete nichts anzufinden.
Eines war sicher Mann hatte die Burg nicht gebaut um sie zu verteidigen. Es gab keine Wehrtürme, keinen Wehrgang, es schien Sar'naon eher ein großes Herrenhaus mit riesiger Mauer zu sein, die zudem nur Schwach bewohnt gewesen war, da er weder Ställe, noch Unterkünfte für Bedienstete gefunden hatte.
Über eine kurze Treppe gelangte er zu einer kleinen Öffnung die mal eine Tür gewesen sein musste. Als er das Haus betrat musste er feststellen, dass er sich getäuscht hatte. Niemand war hier aus Hungersnot ausgewandert. Man war geflohen. Stühle, Tische, Schränke, Regale, Bilder, Bücher... alles war durcheinandergeworfen. Vieles war zerbrochen und zerstört, doch seltsamerweise war nichts davon dem Alter zum Opfer geworden. Nichts ließ darauf schließe, dass das Haus schon lange verlassen war. Keine Pflanzen überwucherten die Einrichtung, kein Gras spreißte aus den kleinen Spalten zwischen den Steinwänden. Nicht mal Staub war übermäßig vorhanden. Vielleicht hatte ja bis vor kurzem jemand hier gewohnt. Unmöglich. Es gab keine Spuren, die in oder aus dem Haus führten. Außerdem war der Hof seit Jahren vieleicht Jahrzehnten nicht mehr benutzt worden, was man an der höhe des Grases sah, das ihn bedeckte. In dieser Art von Gegend, Felsig und unfruchtbar, wuchs das Gras eher langsam und auch der Brunnen, der am Rand des Hofes lag war schon ewig versiegt. Eine Treppe führte Sar'naon in den Oberen Teil des Herrenhauses. Hier war die Decke viel höher und er fand nur einen Raum vor. Überall verteilt lagen Berge Steintrümmer und nur bei genauerer Betrachtung, sah man das die Decke nachgegeben hatte und sämtliche höher liegende Stockwerke herunter gekracht waren. Sar'naon kletterte auf einen dieser Trümmerhaufen und verschaffte sich einen Überblick.
Das Gebäude war direkt an den Berg gebaut worden. Hinter dem Haus führte ein kleiner Trampelpfad nach oben. Sar'naon musste sich wohl oder übel an den Aufstieg machen um sich ein richtiges Bild machen zu können. In der Hochebene gab es nichts interessanteres als Steine und Gras.
Etwas später schritt Sar'naon den Trampelpfad entlang. Im Haus hatte er nichts brauchbares gefunden, nachdem er ein weiteres Mal auf die Suche gegangen war. Die eingestürzten Trümmer lieferten den einzigen Weg um zum Trampelpfad du gelangen. In alten Tagen war man wohl einmal über da Dach dorthin gelangt. Schon nach wenigen Metern erkannte Sar'naon, das er wohl oder übel den ganzen Berg hinauf musste um wirklich etwas sehen zu können. Man hatte die Burg an eine Seite einer niedrigen Bergkette gebaut.
Eine kleine Plattform, nicht von der Natur erschaffen bildete das Ende des Pfades. Sar'naon schaute, die Hochebene und die Burgruine hinter sich, auf eine weite, hügelige Landschaft, die größtenteils von Steinen übersät waren, als wäre einer der Berge einfach zerbröckelt und die Brocken wären dort liegen geblieben, wo sie hin gerollt waren. In der Ferne sah Sar'naon den Anfang eines Waldes. Langsam ließ er seinen Blick über das Land streifen. Die Bergkette auf der er stand endete nicht weit von ihm und begann auf der anderen Seite der Hochebene wieder. Dieser ihrerseits endete ebenfalls und fiel sanft ab, bis die die Höhe der Landschaft unter ihm erreicht hatte.
Um überleben zu können musste er noch an diesem Tag bis zu dem Wald vordringen. Vielleicht hätte er etwas essen sollen in Aron, doch er hatte ja nicht damit gerechnet, gleich am ersten Tag in Aron ins Niemandsland katapultiert zu werden. Wo er gerade vom überleben Sprach er kannte eine Frau die garantiert nicht überleben würde wenn er lebend nach Aron zurückkehren würde. Einen Fluch gegen Corille auf den Lippen sah er etwas ,dass nicht in das eintönige Bild passte. Etwas helles schmiegte sich in das Gras weit unter ihm. Er strengte seine Augen an, sah aber nicht was es war. Dann sah er eine dünne Rauchwolke weiter hinten. Wahrscheinlich ein Dorf, das von irgendeinem Heer angezündet wurde, den die Entfernung in der Sar'naon den Rauch noch erkennen konnte ließ auf ein großes Feuer schließen.
Noch ein letztes Mal ließ er den Blick über das Tal schweifen, dann machte er sich an den Abstieg in Richtung des Weißen Flecks in der Landschaft...
Zuletzt bearbeitet von Santuo am Sa März 13, 2010 12:39 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Adriajar von Belassus Bürger


Anmeldedatum: 07.03.2010 Letzter Besuch: 05.07.2010 Beiträge: 117 Wohnort: Greven bei Lübz
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 11:18 am Titel: |
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Nach einiger Zeit wurde Adriajar dann doch nervös. Das vor ihm war definitiv nichts schlimmes und wenn doch, dann etwas mit dem er fertig wurde. Ihm brannte viel eher die Ungewissheit im Nacken. Er stand auf und sah über seine Schulter. Nichts zu sehen. Aber was war, wenn sein Fehlen doch bemerkt wurde? Irgendwem fiel es immer auf.
Nachdenklich musterte er sein Pferd. Es war müde, aber leider konnte der Krieger da keine große Rücksicht drauf nehmen. Zumindest im Schritt konnte er es reiten, das wäre nicht zu anstrengend für das Tier und er würde weiter kommen. Zwar langsam, aber besser als gar nicht.
Gekonnt schwang er sich auf den Rücken des Tieres und lenkte es auf den kleinen Bach zu. Dieser ging dem Pferd nicht einmal bis zum Bauch und tapfer stapfte es voran. Als sie das Ufer erklommen hatten, zog Adriajar an den Zügeln und blickte noch einmal in die Richtung, in der er die Bewegung gesehen hatte.
Wirklich viel sehen konnte er nicht, aber neugierig war er nun doch geworden. Mit sachtem Schenkeldruck trieb er sein Pferd an und lenkte es in die Richtung. Zur Not konnte er noch schnell fliehen, vielleicht konnte ihm aber auch jemand helfen. Er würde zwar erst mal Überzeugungsarbeit leisten müssen, immerhin trug er die Rüstung des Feindes, aber versuchen konnte er es ja mal.
Langsam nur näherte er sich dem Ort, wo er die Bewegung ausgemacht hatte. Und langsam wunderte er sich, dass er sie überhaupt gesehen hatte. Immerhin war es noch ein gutes Stück Weges bis dorthin, aber langsam konnte er Einzelheiten ausmachen. Es sah ganz aus wie ein Wagen, der in einer verbrannten Ruine gestanden hatte. Moment, waren das nicht zwei? Auf die Entfernung konnte er es nicht genau sagen, es war ihm auch egal.
Solche Wagen stellten normalerweise keine Bedrohung dar, eher eine leichte Beute. Häufig saßen Flüchtlinge drin oder Leute die sich irgendwo ansiedeln wollten. Wobei zweiteres hier in der Gegend ziemlich sinnfrei war. Aber wer benutzte noch solche Wagen?
Adriajar konnte es nicht leugnen, seine Neugier war geweckt und ein paar Minuten konnte er bestimmt erübrigen, um einfach nur zu schauen, wer sich dort in des Feindes Rachen wagte. Je näher er kam, desto besser konnte er die Gestalt auf dem Kutschbock sehen. Seine Augen wurden schmal. Der Kerl war groß und massig. Aus reiner Gewohnheit lockerte Adriajar seine Klinge, um sie im Notfall schnell ziehen zu können.
Als er schließlich in Rufweite heran gekommen war, zügelte er sein Pferd und hob die rechte Hand zu einem Gruß. Dabei behielt er den Mann und den Rest des Wagens durch seine Augenschlitze genau im Auge, ob nicht irgendwo plötzlich ein Bogen oder eine Armbrust auftauchte.
"Seid gegrüßt, Reisende. Ihr befindet Euch auf einem gefährlichen Weg. Besser, Ihr kehrt um und tut das gleiche wie ich, nämlich diesem verfluchten Land den Rücken kehren."
Der Mann rührte sich nicht. Hatte er ihn nicht verstanden? So undeutlich war seine Aussprache doch nicht und der Helm nahm kaum etwas an Klang weg. Oder sprachen sie nicht die gleiche Sprache? Der bullige Kerl musterte Adriajar aufmerksam, aber das war es auch. War er vielleicht dumm? So langsam wurde Adriajar die Situation zu merkwürdig und er beschloß, sich einfach weiter um seine Angelegenheiten zu kümmern und weiterzureiten. |
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Santuo Abenteurer


Anmeldedatum: 28.02.2010 Letzter Besuch: 10.09.2010 Beiträge: 1162 Wohnort: minden
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 12:34 pm Titel: |
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Ein Reiter kam aus der Richtung des Rauches und ritt auf die Ruinen des Dorfes zu in denen Sar'naon den weißen Fleck ausgemacht hatte, der sich als Wagen entpuppte. Der Reiter lies sein Pferd öfters anhalten, anscheinend um sich einen Üerblick zu veschaffen, was bedeutete, dass er den Mann auf dem Wagen nicht kannte, der ihm langsam aber stetig näher kam. Sar'naon hatte sich inzwischen bis ins Tal vorgearbeitet, wärend er darauf geachtet hatte unendeckt zu bleiben. Er war unbewaffnet, deshalb musste er acht geben, den der Reiter schien selbst nicht sicher zu sein ob er dem Wagen trauen konnte, aber sicher genug um trotzdem darauf zu zu reiten. Obwohl Sar'naon es nicht sehen konnte, war er sich nach einer Weile sicher, dass der Reiter ein Krieger war, der die Hand schon am Schwert hatte. Die Art wie er im Sattel saß verriet ihn. Sar'naon kniete sich wieder in das Hohe Gras und schlich sich näher heran. Noch wenige hundert Meter und er würde in Rufweite sein. Mal sehen was jetzt passiert ... |
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NSC Legende


Anmeldedatum: 19.03.2008 Letzter Besuch: 08.09.2010 Beiträge: 4863
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 12:56 pm Titel: |
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(Es ist nur ein Wagen)
Seufzend uns sich gänzlich vergessend beobachtete sie Jade. Sie hatte sie nie nach ihrem wahren Namen gefragt, oder ob sie schon immer Jade geheißen hatte aber das machte keinen Unterschied. Namen waren nur Namen und sie kannte diese Frau besser als es ein paar Laute je artikulieren konnten und Momente wie diese eben, wo sie ungezwungen so sein konnten wie sie wirklich waren, waren ihr teurer als ihr leben. Einst war sie auf der Suche nach etwas gewesen, das ihrem Leben einen Sinn geben würde und sie hatte etwas gefunden, das für sie nun ihre Pflicht war, aber Jade war es inzwischen die sie wirklich ab weitermachen hielt. Sie wusste, dass sie wie ein Kätzchen war, das sich in Jades Garn so fest verstrickt hatte, das sie nicht einmal mehr darauf hoffen konnte, das sie ihr je wieder entkommen würde und doch wollte sie nicht mal versuchen es rückgängig zu machen, auch wenn Jade ihr regelmäßig weh tat.
In Momenten wie diese war alle Scham und aller Schmerz gänzlich vergessen. Es reichte aus, wenn die Frau sie so berührte und sie würde ihr alles vergeben was je zwischen ihnen gestanden war. Es war der Anblick ihrer Haare der erneut dafür sorgte, dass sie eine Gänsehaut verspürte. Jade hatte die schönsten Haare, die sie je gesehen hatte und während sich die andere in ihr Kleid zwängte gruben sich ihre Finger in die rote Lockenflut. „Du bist so wunderschön.“ Hauchte sie mit halb bebender, halb neidischer Stimme die auch eine gute Prise Sehnen enthielt. „Ich werde dich eines Tages töten müssen, weil ich es einfach nicht ertragen kann im Schatten von dir leben zu müssen.“ Trotz ihrer Worte entwendete sie Jade die Bürste und erledigte das Kämmen für sie, auch wenn sie nun dank der Kühle im Wagen eine Gänsehaut und kalte Füße bekam. Aber viel zu schnell war sie fertig und Jade erledigte den Rest alleine während sie schnell in ein einfaches, relativ schmuckloses wollweißes Kleid und wärmende Strümpfe schlüpfte die ihre Mädchenhaftigkeit unterstrichen und sie relativ unschuldig erscheinen ließen.
Wenn sie eine Aufführung hatten kannte sie keine Scham, aber heute würden sie keine Stadt mehr erreichen und an solchen Tagen schminkte sie sich auch nicht, zumindest nicht mehr als was sie als das „nötigste“ erachtete. Ohne die Puder und Tinkturen auf der Haut fühlte sie sich neben Jade noch unscheinbarer denn in ihren Augen war die andere Frau immer begehrenswert. Und die Männer schienen auch der Meinung zu sein. Wenn Jade irgendwo erschien klebten sie an ihr wie die Bienen am Honig und dummerweise war Jade nicht die Art Frau die immer nein sagte. Draußen erklang schon die Stimme des Mannes. Doch noch ging sie nicht aus dem Wagen. Noch ein Mal ging sie zu Jade hinüber und ihre schlangen Finger fanden an ihrem Hals an den sie sich aber nur ganz, ganz sachte legten. „Ja, eines Tages werde ich dich töten müssen. Aus Neid oder aus Eifersucht.“ Sie klang durchaus so als wäre das, das schlimmste was ihr wiederfahren konnte.
Jade verließ den Wagen vor ihr und der Mann auf dem Pferd war scheinbar schon dabei weiter zu reiten, als er sie sah. Vom Boden aus betrachtet war er in seiner Rüstung eine gewaltige imposante Erscheinung. Aber trotz der unmittelbaren Gefahr die von ihm aus ging war sie von Jade abgelenkt. Vermutlich hatte sie unrecht. Ihre Eifersucht würde noch ihren Tod bedeuten, und das lange bevor sie Jade erwürgen konnte. Sie wusste in etwa welche Art Mann ihrer Freundin gefiel und sie konnte nicht anders als sich zu fragen ob er es ihr angetan hatte oder nicht. So sprach sie ihn auch mit ein wenig Verzögerung an.
„Wir sind Akrobatinnen. Vielleicht habt ihr schon von uns gehört? Ein Traum aus Jade uns Alabaster.“ Sie seufzte unhörbar leise und deutete dann in eine Richtung. „Wir reisen dort entlang. So ihr uns nichts böses wollt, könntet ihr uns ein Stück begleiten. In Gemeinschaft ist man in diesen Zeiten sicherer als alleine.“ Kurz glitten ihre Augen über seine Rüstung, aber was diese darstellen sollte erschloss sich ihr nicht. Sie ging lediglich davon aus, das sie einem Angst einjagen sollte. |
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Amalthea Legende


Anmeldedatum: 02.07.2009 Letzter Besuch: 09.09.2010 Beiträge: 1425 Wohnort: Wien
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 4:14 pm Titel: |
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Immer noch war sie mit ihren Gedanken bei der treuen Freundin, wenn ihre Füße auch schon von hohem Gras gekitzelt wurden. Ja, im Grunde zweifelte sie nicht daran das in Alabasters Worten ein Stück Wahrheit mitschwang. Und doch war es für sei keine Klinge über dem Band das sie zusammenknüpfte. Nachdenklich, mit einem warmen Lächeln auf den vollen Lippen schob sie sich eine lose Strähne hinter ein Ohr. Doch zu lange konnte sie sich nicht ihren Überlegungen hingeben, dazu war der Kerl auf seinem Ross einfach zu präsent.
Jade musterte ihn einmal vom Helm bis zu den Sporen. Was sagte ihr eine schwarze Rüstung mit Totenschädel, eine vom Kopfschutz nur minimal verzerrte, dunkle Stimme? Das breite Ross und die Tatsache das er so früh am Morgen alleine hier ritt ohne sein Gesicht zu zeigen, die Hand nahe dem Schwert? Und vor allem, was sagte das Alabaster? Diese ergriff das Wort und im Grunde war ihr die Rothaarige fast dankbar. Ihre Idee war nicht schlecht, Onyx war stark, sie beide zumindest nicht ganz wehrlos. Doch war es sicher kein Fehler so einen Reiter neben, statt hinter sich zu haben. Und abgesehen davon.. Was für eine Geschichte mochte hinter dem dunklen Visier stecken? Die auffallend grünen Augen funkelten. Sie war Neugierig.
Freundlich lächelnd trat sie an ihrer hellen Freundin vorbei, kurz sah sie die Andere dabei an, steifte mit ihren Fingern am so zerbrechlich wirkenden Unterarm der Jüngeren entlang und lies ihre Hand kurz in die Alabasters gleiten, bevor sie einen guten Schritt schräg vor sie tat und zu dem Reiter hoch sah, der immer noch ein wenig so wirkte als wolle er sogleich weiter ziehen. Zumindest in ihren Augen.
Erst schien es als hätte Jade nichts zu sagen, als warte sie statt dessen nur auf die Antwort des Fremden. Schließlich jedoch teilten sich ihre Lippen, doch auch wenn sie den schwarz gerüsteten ansah, sprach sie mit dem Eunuchen, ihre Stimme schwang weich und getragen von einem freundlichen Unterton “Keine Sorge Onyx, ich glaube, wir haben hier niemanden vor uns der zwei unschuldigen Maiden ein Leid tun will.” Die Art wie sie den Namen ihres Begleiters im Munde drehte, verriet das sie ihn zu früheren Zeiten, wohl mit ganz anderer Betonung gesprochen hatte. Ihr Lächeln gewann etwas strahlendes. ”Ein tapferer Ritter wie mir scheint?”
Ihr Interesse für den Mann, hielt sich noch in sittsamen Grenzen und innerlich hoffte sie, dass dies auch ihrer Alabaster klar sein würde. Nicht das sie umsonst ihre kältesten Blicke und schärfsten Worte verteilte. |
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Santuo Abenteurer


Anmeldedatum: 28.02.2010 Letzter Besuch: 10.09.2010 Beiträge: 1162 Wohnort: minden
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 7:08 pm Titel: |
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Sar'naon hatte sich so schnell voran bewegt, wie das hohe Gras und seine gebückte Haltung zuließen. Ab und zu trug der Wind ihm Geräuschfetzen an die Ohren. Ein Wiehern der Pferde ab und zu ein paar Worte, doch was gesproche wurde konnte er immer noch nicht hören. In Deckung des Grases, wagte er es erneut seinen Oberkörper zu heben und zu sehen ob sich ein neues Bild zeigte. In diesem Moment öffnete sich die Wolkendecke für einen Bruchteil eines Momentes und die Sonne ließ zwar Haarschopfe hell erstrahlen. Schnell zuckte Sar'naon mit dem Kopf wieder unter das Schützende Dach aus Gras. Das könnte interessanter werden als ich gedacht hatte. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht und verschwand wieder. Welche Gefahr ging von einem Wagenlenker und einem berittenen Krieger aus. Er würde es herausfinden. Erst musste er noch näher heran... |
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Adriajar von Belassus Bürger


Anmeldedatum: 07.03.2010 Letzter Besuch: 05.07.2010 Beiträge: 117 Wohnort: Greven bei Lübz
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 8:40 pm Titel: |
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Neugierig musterte Adriajar erst die kühle Blonde und dann die verführerische Rote. Akrobatinnen? Entsprechend geschmeidig bewegten sie sich, nur was sie in einer so gottverlassenen Gegend wollten, das konnte er sich nicht erklären. Gut aussehen taten sie auf jeden Fall beide, jede auf ihre eigene Art. Adriajar musterte sie erst abschätzend, bevor er antwortete. Was er sah, gefiel ihm auf jeden Fall. Nur die Richtung, in die wollten, gefiel ihm nicht.
Zwar bewegten sie sich nicht in die Richtung aus der er kam, aber paralell dazu. Somit würde er sich nicht mehr konsequent von seinen möglichen Verfolgern entfernen, sondern sich eventuell nur paralell zu ihnen bewegen. Und so ein Wagen war nicht sonderlich schnell. Für die Begleitung sprach auf jeden Fall, dass er dann zwei hübsche Begleiterinnen hatte. Der Mann auf dem Kutschbock schien so etwas wie ein Leibwächter zu sein. Stumm und dumm, aber stark.
Er setzte sich bequemer hin und bewegte das Genick hin und her, sodass er es leise knacken hören konnte.
"Euch begleiten....Hmm, wäre eine Überlegung wert. Aber Ihr reist in die falsche Richtung." Er deutete in seinen Rücken: "Dort fand heute nacht ein Angriff statt, das heißt, hier sind noch Krieger Zandurs unterwegs und brandschatzen. Wenn Euch also Euer Leben, Eure Freiheit und vor allen Dingen Eure Unversehrtheit am Herzen liegt, reist Ihr besser in diese Richtung, weit weg von hier." Dabei deutete er in die Richtung, in die er wollte. Er hatte keine Ahnung, ob die drei von dort kamen, aber diese Richtung war wesentlich besser. Außerdem wollte er sich ja ändern, dann konnte er gleich damit anfangen, den dreien hier den Weg zu weisen und sie ein wenig zu beschützen. Wenn es nötig wäre, könnte er ja schnell davon reiten.
Auf die strahlende Frage der Rothaarigen hin, legte Adriajar den Kopf in den Nacken und lachte hart, bevor er antwortete: "Wenn denn ein Ritter, dann einer mit einer Seele schwarz wie die Nacht. Das einzig ritterliche an mir ist diese Rüstung und dieses Schwert." Er deutete auf die Klinge an seiner Seite, dann schwang er das Bein über die Kuppe und saß ab. Das Pferd am Zügel trat er näher an die beiden Frauen heran und nahm dabei den Helm ab. Seine schulterlangen Haare fielen ungekämmt und zerzaust unter dem Helm hervor.
Mit ironisch hochgezogenem Mundwinkel, den man leicht als ironisches Lächeln deuten konnte neigte er leicht den Kopf.
"Adriajar von Belassus, zu Euren Diensten, sollte euch Euer Weg in die Richtung führen, die ich gedenke zu nehmen."
Mit dem Helm unter dem Arm musterte er die beiden unverhohlen. Nicht unbedingt interessiert, von der Bettkante würde er keine von beiden stoßen, aber er versuchte sie besser einzuschätzen. Immerhin musste er dank seiner Ausbildung mehr oder weniger lernen, wieder mit anderen Menschen normal zu reden und sie nicht sofort herumzukommandieren. |
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NSC Legende


Anmeldedatum: 19.03.2008 Letzter Besuch: 08.09.2010 Beiträge: 4863
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 9:58 pm Titel: |
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Das lief gar nicht gut. Sie hatte eigentlich nur einen Grund warum sie in die Richtung wollte und das war nicht ein Grund den sie mit Jade teilen konnte. Für die Akrobatinnen war jede Stadt gut, die ein Publikum zu bieten hatte. Hier oben waren jene Städte weit versträut aber bisher hatten sich die Vorstellungen dennoch gelohnt denn die Menschen hier bekamen nur wenig Abwechslung geboten und waren entsprechend begeistert und auch ein wenig großzügiger. Auch ihre Blicke glitten neugierig über das Gesicht des Mannes und blieben unter anderem an seiner Narbe hängen, dann aber sah sie wie zufällig zu Jade hinüber. Sie selbst war dem männlichen Geschlecht nicht unbedingt abgeneigt, aber sie warf sich nicht einem von ihnen zu Füßen. Jade hingegen – sie glaubte inzwischen in der Lage zu sein ihr von Gesicht ablesen zu können, ob sie einen Kerl mochte oder nicht. Lange gab sie sich aber dem Studium nicht hin. Sie fühlte seinen Blick, der bei ihr aber eher eine kühle Reaktion verursachte. Sie war nicht abweisend. Aber eben auch nicht einladend. Sie versteckte sich nicht, sah es aber auch nicht als eine Einladung an sich nun zu präsentieren. Also gut! Ein klein wenig straffte sie ihre Haltung und wie zufällig suchte ihre Linke etwas Halt auf ihrer eher schmalen Hüfte. Ihre Reaktion stand dennoch fest.
„Leider ist das nicht möglich.“ Nach dem dunklen, tiefen Klang seiner Stimme schien die ihre noch höher, auch wenn sie auf ihre Art nicht weniger volltönig war. Und im Vergleich zu ihm klang sie keinesweg befehlend. Sie klang eher... entschuldigen. „Wir haben uns bereits entschlossen. Wir reisen nach Valden Forl. Und Valden Forl liegt nun mal leider in der Richtung.“ Wieder deutete sie in jene Richtung in der sie vorhin schon gedeutet hatte. „Außerdem beschreibt die Straße bald ein Kurve – weg von dem Feuer der letzten Nacht.“ Das, nun das war schlichtweg gelogen. Sie hatte keine Ahnung ob das stimmte und so genau konnte sie sich nicht an die Karte erinnern die sie gestern gesehen hatten, aber sie hoffte das den anderen das nicht auffallen würde, und abgesehen davon, wer würde schon glauben das blasse, zerbrechliche Mädchen würde lügen?
Sie drehte sich schon halb ab, sah ihn aber weiter aus den Augenwinkeln an und suchte erneut den Kontakt zu Jades Hand. Noch ein mal glitten ihre Augen über seine Gestalt. Er war eine imposante Erscheinung. Er war groß, so breit wie sie und Jade an den Schultern zusammen und wohl so stark das er mit jeder Hand eine von ihnen bändigen konnte. Sie seufzte. „Es ist zu schade, dass wir wohl auf eure Gegenwart verzichten müssen, werter Herr Adriajar von Belassus. Aber ich werde zu den Göttern beten, dass sie euch auf euren weiteren Weg beschützen mögen.“
All das hatte sie so schnell vor gebracht dass Jade nicht ein Mal wirklich was einwenden konnte. Nun hoffte sie nur, dass sie es nicht doch noch machen würde. Eigentlich war es ja nicht ihre Art so zu bestimmen und gerade fremden gegenüber übergab sie sich gerne Jades Führung. In dem Fall aber konnte sie keinen Raum für Änderungen dulden. |
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Santuo Abenteurer


Anmeldedatum: 28.02.2010 Letzter Besuch: 10.09.2010 Beiträge: 1162 Wohnort: minden
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 10:27 pm Titel: |
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Sar'naon blieb ruhig liegen ohne sich zu bewegen. Kurz hatte er einige Wortfetzten aufgeschnappt, doch dann hatte sich der Wind gedreht. Jedes unnötige Geräusch würde ihn nun veraten. Gespannt wartete er darauf, das er wieder etwas hören würde. Der Reiter wollte offenbar in eine andere Richtung als die zwei Frauen und der Wagenlenker, wo er aber hinwollte hatte er nicht verstanden. Aron konnte es nicht sein, auch wenn die Richtung in die der Krieger ritt passen würde. Aber nicht mal der dämlichste würde in einer Rüstung Zandurs auch nur in die Nähe Arons reisen, erst recht nicht wenn ein ganzes Feld voll Helden auf ihn wartete. Eine hohe Stimme drang an sein Ohr. Anscheinend bestanden auch die Frauen auf ihre Route. Was sollte er nun tun. Er musste herausfinden wo er war. Einer von denen musste es ja wissen. Also entschied er sich jegliche Vorsicht fahren zu lassen und erhob sich, so dass das Gras ihm nur noch bis zu den Oberschenkeln reichte.
"Ich will euch ja nicht stören..." rief er so laut, das man ihn am Wagen hören konnte. Der Reiter war abgestiegen und hielt sein Pferd am Zügel. Wirklich nicht aber könnte mir vielleicht jemand verraten wo ich hier bin? Ich habe etwas die Orientierung verloren..." er lachte einmal laut auf "...sieht alles gleich aus hier. Steine, Gras, Steine, Gras, Felsen..." Er lachte lauter, unbeeindruckt von den Reaktionen der Anderen. Schon war er nur noch wenige Meter vom Wagen entfernt und blieb stehen. "Wisst wo ich hier jetzt gelandet bin?" fragte er erneut und blickte erwartend in die Runde... |
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Amalthea Legende


Anmeldedatum: 02.07.2009 Letzter Besuch: 09.09.2010 Beiträge: 1425 Wohnort: Wien
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Verfasst am: Mi März 10, 2010 11:46 pm Titel: |
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Aufmerksam verfolgte sie die kontrollierten Bewegungen des Reiters mit den Augen und lauschte dabei seinen Ausführungen. Soldaten Zandurs? Na wunderbar. Vor solch einem Publikum wollte nicht mal sie tanzen.
Sein Lachen klang etwas hohl unter dem Helm hervor und unvermittelt glitt eine rote Augenbraue nach oben als sie die darauf folgenden Worte vernahm. Schweigend wartete Jade ab, bis der Fremde sich von seinem Reittier herunter bemühte und schließlich sogar den Helm abnahm. Es offenbarte halblanges, braunes Haar das seine neue Freiheit feierte indem es wirr bis zu den Schultern fiel und ein Gesicht das sich halb hinter einem drei- oder wohl eher fünftagebart versteckte. Eine Narbe über dem linken Auge sprach vom Kampf, einige wenige Falten vom Alter, welches wohl bei ungefähr dreißig Wintern lag. Ein oder zwei mehr oder weniger machten nicht den Unterschied. Nun, alles in allem nichts was die Frau erschreckte aber auch nichts was ihr die Knie weich werden lies. Noch nicht zumindest. Trotzdem erwiderte sie sein deutlich ironisches Lächeln mit einem koketten Spiegel in ihren Zügen.
“Schwarz wie die Nacht? Nun, da braucht es mehr um mich zu schrecken.” Die Tänzerin hob leicht das Kinn um den recht Nahe stehenden Mann in die Augen sehen zu können. Ihr Lächeln wurde eine Spur deutlicher, entblößte schon ein wenig die weißen Zähne, als Alabaster das Wort ergriff. Ja, Valden Forl. Sie hatten es sich zum nächsten Ziel gesetzt, wobei ihre Freundin sehr darauf gedrängt hatte. Wussten die Göttinen alleine warum. Manchmal setze sich die Blonde eine Stadt scheinbar in den Kopf und kein vernünftiges oder unvernünftiges Wort konnte sie davon abbringen. Ganz so, als hänge etwas wichtiges daran, gerade dort eine Vorführung zu geben. Jade hatte ihr noch nie einen Wunsch diesbezüglich abgeschlagen, ihr war jeder Marktplatz gleich lieb. Hauptsache sie konnte ihre Darbietung geben, Hauptsache die Menge jubelte. Und die Kasse stimmte. Und doch. Hach, es währe schon schade, gerade jetzt wo es interessant wird.
Alabasters Finger fanden wieder die Ihren und fast glaubte sie in der vertrauten Geste Unmut zu lesen. Sachte erwiderte sie den Druck und nickte schwach.
Erneut setze die Rothaarige an etwas zu sagen, doch eine eindeutig männliche Stimme band ihr das Wort ab und sie kam ganz gewiss nicht von dem schwarz gerüsteten.
Ihre Bewegung hatte etwas fließendes als Jade sich erschrocken in die entsprechende Richtung drehte. Einige gelockte Strähnen, welche sich hübsch aus der Frisur gelöst hatten, gingen mit der Bewegung mit. Tanzten um ihren hellen Hals und die halb entblößten milchigen Schultern wie ein Schwung von Herbstlaub. Jade neigte nicht zum fluchen, doch der plötzlich auftauchende Kerl hatte ihr einen ordentlichen Schrecken eingejagt. Ein , ziemlicher harmloser, Fluch rutschte in der Sprache ihrer Kindheit über ihre schön geschwungenen Lippen. Man hörte es kaum wenn die Akrobatin sprach, doch die Zunge Arans war nicht ihre eigene. Erst wenn sie die Sprache ihrer Mutter, ihres Vaters in den Mund nahm, hörte man wie gut doch die fremd klingenden Silben zu ihrer Stimme passten. Wie diese so anders geführte Betonung ihre Stimme veränderte und allem einen Unterton gab wie schwerer Samt.
Doch schnell hatte sie sich wieder gefangen. Onyx hatte seine bullige Gestalt von dem Kutschbock erhoben, mit einer fast unsichtbaren Bewegung ihrer Hand brachte sie ihn zum Innehalten. Die grünen Augen weiteten sich etwas, als ihr Blick die hochgewachsenen Gestalt des Neuankömmlings überflog. Seine Kleidung sprach nicht von einem wohlhabenden Mann, doch die Schritte verwiesen auf einen Kerl der sich nicht vor dem nächsten Morgen schreckte. Noch war er nicht so Nahe das sie die feinen Details erkennen konnte, doch was sie sah und vor allem, was sie hörte lies das Lächeln auf ihr Gesicht zurück kehren. Rasch verkürzte der Wanderer die Distanz zwischen ihnen und mit jedem Schritt den er tat schien er noch ein Stück größer zu werden.
“Was es nicht für Überraschungen gibt in dieser Gegend. Wie kann ein Mann von solchem Wuchs nur auftauchen wie aus dem Nichts?” Jade neigte den Kopf etwas zum Gruß und musterte ihn unter ihren Wimpern heraus kurz genauer. Auch er trug eine Narbe Nahe den Augen, diese wirkten umgeben von seiner dunkleren Haut wohl besonders intensiv in ihrem grau. Wirklich, was für Überraschungen...
“Alabaster, bitte, bring uns doch die Karte. Wo hätten wir unsere Manieren wenn wir einem verlorenen Wanderer nicht die Hand reichen würden.” Etwas liebevolles lag in ihrem Blick als dieser die Blonde suchte um dort zwei Herzschläge zu verweilen, bevor sie sich wieder den Hünen zuwandte. Kurz hob sie tatsächlich die Finger von den Hüften, wo sie bis dahin geruht hatten., fast als wolle sie dem ihr völlig fremden Mann tatsächlich die Hand reichen, doch ihre Bewegung floss weiter und ihr Blick folgte. Über die Schulter hinweg blitzen ihre Augen den Ritter an. “Oh, wo wir gerade von Manieren sprechen.” Fast eine Nuance zu langsam drehte sich die Frau um, ihre Linien schienen zu zerfließen während ihr Leib sich scheinbar nur in Einzelteilen bewegte. Zuerst Kopf, Schulter und Taille gefolgt von Hüften und Beinen, die Füße erst ganz zum Schluss und ich wieder zusammenzufügen währen ihr Körper sich umwand. “Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt” Sie positionierte die Arme neu, beide Hände ruhten nun leicht auf der linken Hüfte, ihr rechter Fuss glitt einen halben Schritt zurück während ihr Oberkörper sich nur um einige Fingerbreit senkte. ”Jade. Teil des berühmten Akrobatinnenduos -Ein Traum von Jade und Alabaster- Und wer träumt nicht gerne in Zeiten wie diesen?”
Mit den letzen Worten richtete sie sich auf, drehte wieder leicht den Körper, sodass sie sich nun beiden Männern gleich zuwandt hatte. Ihr Blick fand den Hünen wieder, dem diese Information neuer war als dem Reiter. “Und mit wem haben wir noch das Vergnügen.” Sie verzichtete darauf den Ritter, dessen Namen sie eben erst selbst erfahren hatte, vorzustellen. Das konnte er ja selbst wiederholen wenn ihm der Sinn danach stand.
Jade spürte die Blicke des Eunuchen im Rücken. Sie wusste das dieser nun auf der Hut war und auch wenn sie ihn gerade nicht sehen konnte, sie wusste das er sich so hingesetzt hatte, das er mit nur einem Satz bei ihr sein konnte. Und sollte einer der beiden Fremden nun doch ein bösartigeres Gesicht zeigen, nun, sie sollten sich wundern was der Körper einer Akrobatin alles zu vollbringen wusste, in den verschiedensten Lebenslagen. Leicht würden sie wohl keiner von beiden erwischen. Wie die Sache aussah wenn sie jedoch einer in seinen zweifelsohne kräftigen Griff gefangen hatte, das stand freilich auf einem anderen Blatt. Doch noch sorgte sie sich nicht. |
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Adriajar von Belassus Bürger


Anmeldedatum: 07.03.2010 Letzter Besuch: 05.07.2010 Beiträge: 117 Wohnort: Greven bei Lübz
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Verfasst am: Do März 11, 2010 11:45 am Titel: |
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Mißtrauisch musterte Adriajar nun den großen Fremden. Nur selten begegnete er Männern, die größer waren als er. Die Aufmachung des Fremden war auch sonderbar, aber bewaffnet schien er nicht zu sein. Und das er vorgab nicht zu wissen, wo er war, machte Adriajar etwas stutzig. Irgendetwas gefiel ihm an diesem Fremden nicht. Er lachte zwar, aber seine Augen schienen eher von einem zum anderen zu huschen und sie alle zu taxieren.
Für sich selbst entschloss Adriajar dem Fremden kein Stück über den Weg zu trauen und er dachte auch nicht daran, ihm seinen Namen zu nennen. Immerhin hatte er sich mehr oder weniger an sie angeschlichen. Und das gefiel dem Krieger überhaupt nicht. Außerdem sah es sowieso danach aus, als wenn er alleine in eine andere Richtung weiterziehen würde.
Da momentan keine Gefahr von dem Fremden ausging, aber trotzdem eine Spannung in der Luft lag, lehnte sich Adriajar etwas an die Seite seines Pferdes.
Mittlerweile war er doch ziemlich müde, aber nachlassen in seiner Aufmerksamkeit durfte er nicht. So richtig einschätzen konnte er niemanden hier. Lag vielleicht daran, dass keiner von ihnen wie er ein Krieger Zandurs war. Die konnte er einschätzen, wusste, worauf er in ihren Gesichtern achten musste, um drohende Gefahr zu erkennen, aber nicht bei normalen Reisenden.
Die Blonde kam mit der Karte wieder. Da Adriajar nun doch neugierig war, wo er genau war und in welcher Richtung Dorf und Feuerschein sowie das Ziel der Frauen lag, trat er näher heran und blickte mit auf die Karte, die die rothaarige Jade, bestimmt nur ein Künstlername, wer nannte seine Tochter schon Jade, nun dem großen Fremden zeigte. Dafür musste er zwar neben diesen treten, aber nach einem kurzen Seitenblick in sein Gesicht sah er selber auf die Karte.
Ihren eigenen Standort fanden sie schnell, Adriajar meinte sogar das Dorf finden zu können, wovon er gekommen war. Jade deutete dabei auf eine Stadt. Adriajar stellte fest, dass er, wenn er den Wagen begleitete, nicht mehr in gerader Linie vom Dorf wegreiten würde, sondern einen leichten Bogen machen würde. Zwar immer noch fort von seinen eventuellen Verfolgern, aber eben nicht mehr am schnellsten in gerader Linie. Andererseits würden sie damit vielleicht nicht rechnen und seine Vorräte reichten auch nicht ewig. Auf dem Weg, den er nehmen wollte, gab es längere Zeit keine Ansiedlung mehr, jedenfalls laut Karte. Andererseits eine größere Stadt barg für ihn einige Risiken. Immerhin trug er noch die schwarze Rüstung der Männer, die dieses Land quälten. Er wäre vermutlich schneller tot, als das er sein Anliegen erklären konnte.
Nachdem er die benötigten Informationen aus der Karte entnommen hatte, trat er zurück und ging zu seinem Pferd, das mit am Boden schleifenden Zügeln an Ort und Stelle geblieben war. Nachdenklich kraulte er dem Tier den Hals und blickte in die Richtung, in die er eigentlich wollte. Er war sich nicht wirklich schlüssig, was er tun sollte. Nicht alleine reisen zu müssen, wäre zwar bestimmt angenehm, aber Illusionen durfte er sich nicht hingeben, er war auf der Flucht. Aber wohin eigentlich? Ein festes Ziel hatte er ja nie gehabt, nur einfach erst mal weg von der Armee.
Wohin sollte er denn gehen? Wo seine Familie früher gelebt hatte, wusste er gar nicht mehr und eigentlich müsste er die Rüstung ablegen, wenn er sich in die Nähe von freien Menschen oder anderen Völkern bewegte. Das wollte er allerdings nicht. Zum ersten Mal kamen ihm gewaltige Zweifel an seiner Unternehmung. Aber für Reue und Schuldbewußtsein war es nun zu spät.
Er war gegangen, würde er zurückkehren, würde er einen grausamen Tod sterben, das war gewiß. Immer noch mit nachdenklichem Gesicht kramte er etwas Proviant aus seiner Satteltasche, lehnte sich wieder an sein Pferd und riss dann mit den Zähnen ein Stück aus dem Trockenfleisch heraus, um dann geduldig darauf herumzukauen.
Dabei betrachtete er die beiden Frauen, den Fremden, den Wagen und den Stummen oder Tauben. Er war sich überhaupt nicht sicher, was er tun sollte. Jahrelanges Eintrichtern von Gehorsam hatte seine Spuren hinterlassen. |
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