Der Marktplatz
#1
Der Marktplatz

Im Grunde genommen, findet in Aron drei mal die Woche ein Markt statt. Eigentlich, sollten Montags die Bäcker und Bauern zusammen mit den Holzfällern und Gewürzkrämern ihre Stände aufbauen. Ginge es nach Plan, so sollten am zweiten Markttag, dem Mittwoch, die Fischer und Fleischern folgen. Und am Samstag, müssten sich Weber, Tuchfärber und Stoffhändler einfinden um ihre Ware feil zu bieten. Streng genommen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass jeden Tag Stände besetzt sind, Angebote gerufen werden und gewinnbringend lächelnde Krämer mit Bauchladen über den Platz streifen. Solange es hell ist findet sich hier immer jemand, dem man seine hart erarbeiteten Münzen zum Tausch gegen lebensnotwendige Nahrung und vielleicht nicht ganz so essenzielle Dinge wie Kämme oder günstigen Kupferschmuck hinhalten kann. Es wird gerne genommen. Mehrmals im Jahr findet ein großer Viehmarkt statt, an den sich in den Folgetagen auch stets ein Pferdemarkt anzuschließen pflegt.

Dennoch sind es natürlich die Markttage selbst an denen auf dem weitläufigen, gepflasterten Platz mit dem schönen, alten Brunnen in der Mitte, wirklich die Hölle loszubrechen scheint. Ein Schieben und Drängen herrscht, dass es den Taschendieben ganz warm ums Herz wird. Marktschreier brüllen gegen Schausteller an, alte Frauen springen Euch mit Körben voller Äpfel und Birnen in den Weg, junge Mädchen wollen Blumen verkaufen. Töpfer, Schnitzer, Fassbinder, Kerzenzieher, Seifenkocher. Alle sind sie zur Stelle. Dazwischen schnattern Gänse im Chor mit Hühnern und Enten. Gelegentlich grunzt ein Schwein aus seinem engen Holzverschlag.
Wer eine empfindsame Nase oder sehr feine Ohren hat, wird also unausweichlich auf gewisse Schwierigkeiten treffen.

Um den Marktplatz selbst liegen so wichtige Gebäude wie die ehrwürdige Bibliothek und das beliebte Gasthaus zum Drachen. Auf der anderen Seite findet sich das exquisite Badehaus und einige Läden mit teilweise auffallend schönen Buntglasfenstern. Aber auch die Anschlagtafel ist hier zu finden, ebenso wie der Pranger.

(Was sich bisher auf dem Marktplatz zugetragen hat, kann hier nachgelesen werden.)
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#2

Sabina

Legat der dreiundzwanzigsten Legion
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Gabriel von Gond

Hauptmann der Stadtwache / General Gonds
Mensch
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Sabina hatte ihre schwere Rüstung gegen eine weiße Stola getauscht. Der Wollene Stoff schmiegte sich weich an ihren Körper, ohne dabei allzu viel preiszugeben. Um die Hüften trug sie einen schlichten, braunen Ledergürtel und ihre schmalen Füße zierten weiche Sandalen. Waffen trug die Frau keine. Dabei hatte die weit fallende und grün gefärbte Pella genug Platz für ein halbes Arsenal geboten.
Am rechten Handgelenk hatte sie ein bronzenes Armband angelegt. Es war mit simplen mustern verziert und nicht wirklich teuer, doch ihr gefiel es.

Trotz ihres Aufzugs erntete die Frau kaum neugierige Blicke. Viele Händler aus Gond nahmen ab und an ihre Frauen, oder Töchter mit um ihnen das – ihrer Meinung nach – primitive Leben in Aran zu zeigen. Vielleicht sollte es sie daran erinnern wie gut sie es in Gond hatten und was ihnen ach so schlimmes drohen konnte.
Doch das fehlen neugieriger Blicke störte die junge Frau auch nicht weiter, ganz im Gegenteil. Nun da sie nicht darauf achten musste was sie tat konnte sie sich hier einmal etwas gründlicher umsehen.

Sie versuchte aber nicht nur die Waren zu sehen, sondern auch die Geschichten hinter den Händlern. Sabina lächelte hinter vorgehaltener Hand als sie sich zusammen dichtete das der Edelsteinverkäufer seine Frau mit der kleinen Bäuerin betrog. Das war zwar sehr unwahrscheinlich, doch die beiden plauderten so ungezwungen miteinander das es quasi dazu einlud.
Natürlich prüfte sie die Arbeiten des Händlers. Es waren wirklich schöne Arbeiten darunter und in Gond hätte er nochmal ein Drittel auf den Preis draufschlagen können, doch was sie suchte fand sich nicht unter den Schmuckstücken.
Gerade als sie sich abgewandt hatte entdeckte sie ihn.


Gabriel fühlte sich unwohl. Zu viele Blicke die auf ihm ruhten. Zu viele Händler die den Rang seiner Aufmachung kannten. In jedem der Gesichter schienen zwei offensichtliche Frage zu stehen.
Warum trägt unser Hauptmann die Rüstung eines gondschen Generals und was hatte ein gondscher General in Aron verloren?
Ja, Gabriel hegte Bedenken bezüglich seiner Aufmachung. Zu leicht konnte es missinterpretiert werden. Doch seine Loyalität galt nicht dem Grafen und auch nicht dem Senat. Er stand zwar in den Diensten Ruthgars, doch insgeheim konnte er die Beweggründe des Adligen nicht gut heißen. Aron rutschte mit jedem Tag näher an einen offenen Aufstand heran und es bedurfte vielleicht mehr als eines Hauptmannes um diese Situation zu bereinigen.

Die Besucher des Marktes gingen ihrem Hauptmann, oder dem General – je nachdem was sie in ihm sahen – aus dem Weg. Es war so als wäre er ein Anachronismus in ihrer heilen Welt.
Gond führte das unter den Paladinen ausgerufene heilige Bündnis an und die Anwesenheit eines so hohen Vertreters dieses Reiches bedeutete das die Bedrohung des verbrannten Olivenbaumes größer ist als von ihnen angenommen. Kurz: Ihnen gefiel seine Anwesenheit nicht, da sie unbequem war und sie an Gefahren erinnerte die sie verdrängt hatten.

Der Soldat ging eher ziellos durch die Gassen des Marktes und blieb plötzlich angespannt stehen. Vor ihm stand eine Frau in den Kleidern der gondschen Mittelschicht. An der Art wie sie den Pella trug erkannte er das sie eine freie im Bürgerrang war und an der Farbe ihrer Stola das sie ungebunden und unversprochen war.
„Quo vadis mi generalis?“, fragte sie im gondschen Idom.
Leider konnte Gabriel ihre Gesicht nicht sehen da sie seitlich zu ihm stand und sie den Pella über ihren Kopf gezogen hatte.
„Dorthin wohin mich der Senat befiehlt“, antwortete Gabriel in der Verkehrssprache. Er wollte hier, mitten auf dem Markt keine Unterhaltung in seiner Heimatsprache führen. Sollte sie sagen was sie zu sagen hatte damit sie dieses Possenspiel endlich beenden konnten.

Von der Frau kam nur ein leises Kichern  und ehe Gabriel recht wusste was geschah hatte sich ihm die Fremde an den Hals geworfen und verschränkte ihre Arme hinter seinem Nacken. „Oh Gabriel, du hast mir gefehlt“, sagte sie leise als sie sich auch wieder von ihm löste.
Und erst jetzt erkannte der Offizier die Frau und blickte Sabina etwas ratlos an.
„Ich wollte mich hier mit der Verbindungsoffizierin der dreiundzwanzigsten Legion treffen“, erklärte er. „Stattdessen treffe ich hier auf dich. Komm schon Sabina, wo ist die...?“ Der Offizier verstummte und mit finsterem Blick betrachtete er den Ring an der Hand die ihm die Frau entgegenstreckte.
„Mein General, du hast sie gefunden“, antwortete Sabina und trat wieder einen Schritt näher an Gabriel heran. Sanft legte sie ihm die rechte Hand auf die Wange. „Ich habe viel auf mich genommen um dich wiederzusehen. Sag, freust du dich denn gar nicht mich hier zu treffen?“
Genauso sanft wie sie ihm die Hand auf die Wange gelegt hatte umfasste er ihr Handgelenk und drückte ihre Hand wieder nach unten.

„Sabina, ich wollte nicht das du den gleichen Weg gehst den auch ich beschritten habe. Ich ließ dich bei meinen Eltern in Irdenburg und muss nun erkennen, dass ich dir das Tor zu jenem Weg erst geöffnet habe. Du hättest ein freies und weitgehend sorgenfreies Leben führen können. Konrad und Livia hätten dich in unsere Familie aufgenommen.“ Der Offizier seufzte und nun konnte man die Jahre der Entbehrungen, der Härten und des Verzichts in seinem Gesicht erkennen. „Warum bist du der Legion beigetreten? Warum hast du die Sicherheit einer Familie in den Wind geschlagen?“ Er stellte diese Fragen und wurde mit jedem Wort ärgerlicher. Er zeigte es nicht und doch hasste er das Mädchen das er einst gerettet hatte.

„Weil ich bei dir sein wollte!“
Ihre Worte entzogen ihm den Boden unter den Füßen und ließen Gabriel wie einen ertrinkenden zurück. Nun klammerte er sich nur noch an seine eiserne Disziplin. Er durfte nicht untergehen und musste die Emotionen aus seinem Herzen verbannen. Schon als er Sabina damals zurückließ und damit sein Versprechen gebrochen hatte, beschlich ihn eine böse Vorahnung. Und nun hatte ihn diese Vorahnung eingeholt - schlimmer noch als er es befürchtet hatte.
Wäre es anders gekommen wenn er sie damals mitgenommen hätte? Wahrscheinlich nicht. Seine Ansprüche hatte er auch nach dem offensichtlichen Verrat von Tiberius erstreiten müssen und davon abgesehen hätte er ihr nichts bieten können.
„Ach Gabriel, wann bist du nur so geworden?“, fragte sie ihn und zog ihn zu einer Bank. „Der Gabriel den ich kennengelernt habe hat mich aus einem brennenden Haus gezogen und mir einen Neuanfang geschenkt.“, erzählte sie und setzte sich neben ihm auf die Bank. Doch Gabriel erwiderte nichts und nach einigen Sekunden entfuhr der Frau ein derber Fluch. Einige Marktbesucher – ausnahmslos Elfenabkömmlinge - drehten sich erbost um. Doch Gabriels Blick brachte sie dazu sich wieder abzuwenden. Dann musste der Soldat doch grinsen.
„Also ich wäre ja nie auf die Idee gekommen ein Elfengesicht mit dem Hintern eines Trolls zu vergleichen“, sagte er und musste sich zusammenreißen. „Du hast eine wirklich Bildreiche Phantasie.“
Gabriel wusste selbst nicht wieso, aber Sabinas Ausbruch hatte ihm geholfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Dennoch machte er sich Vorwürfe. Hätte es eine Möglichkeit gegeben sie auf einen Anderen Weg zu lenken, oder hatte er schlicht etwas übersehen?
„Hör auf zu grübeln, sonst erzähl ich dir den Witz mit dem Troll, dem Zwerg und dem Schaf“, sagte sie und ließ es wie eine Drohung klingen. „Also: Ein Zwerg und ein Troll stritten sich um ein Schaf.“
Nun hob er die Hände und ehe er selbst begriff was er da eigentlich tat, versiegelte er ihre Lippen mit seinen.
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#3

Sabina

Legat der dreiundzwanzigsten Legion
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Sie begriff nicht recht wie ihr geschah. War es real, oder spielte ihr der eigene Verstand einen Streich? Spielte er mit ihr, oder meinte Gabriel es ernst? Sabina wusste es nicht und es spielte augenblicklich auch keine Rolle. Wichtig war für sie nur das hier und jetzt – sie beide.
Doch schon als sie den Moment begriff war er auch vorbei. Die Frau wollte nicht das Gabriel sich zurückzog und doch hinderte sie ihn nicht. Die Frage nach dem Grund für ihre eigene Zurückhaltung konnte sie sich auch nicht beantworten.
Hatte sie nicht all das auf sich genommen um nun ihren Erfolg auskosten zu können, oder hatte sie die Rechnung ohne Gabriel gemacht? Fand er sie nicht attraktiv genug, oder hatte er gar eine andere? An diese Möglichkeiten hätte sie früher denken müssen! Und doch war sie das Risiko eingegangen und hatte nicht einmal die Möglichkeit des Scheiterns miteinbezogen.

„Entschuldige Gabriel“, sagte sie leise und zog ihre grüne Stola über die Haare. „Ich wollte dich direkt aufsuchen und mit dir reden, aber dieser Leoc Quartierte uns direkt ein und meinte das du Gäste hättest.“ Sie seufzte enttäuscht und senkte den Blick. „Nun wollte ich dich überraschen und hoffte das du dich mit mir freuen würdest. Über meinen Beruf und über meine“, sie stockte und schüttelte den Kopf. „Das dir weder das eine, noch das andere Recht sein könnte – daran habe ich nicht gedacht.“
Aus den Augenwinkeln musterte sie Gabriel. Sabina erkannte die Überraschung seiner eigenen Tat in Gabriels Zügen. Sie sah den unsteten Blick seiner Augen und das leichte zucken seines Adamsapfels. Auch die kleine Narbe unter dem Kinn entdeckte sie und wusste im gleichen Moment das auch sie eine solche Narbe hatte. Diese Narbe verband die Legionäre miteinander wie ein Zeichen. Und gleichzeitig trennte es sie von Gabriel. Die Hände der Frau krampften sich in ihre Stola. Sie hatte Angst vor den Worten des Generals. Was sollte sie tun wenn er sie zurückwies?
Zwar hatte sie ihre Befehle, doch konnte sie diese auch ausführen wenn sie Tag für Tag mit dem Mann zusammenarbeiten musste der sie gleich von sich stoßen konnte wie ein Legionär seinen defekten Schild in der Schlacht.


Gabriel von Gond

Hauptmann der Stadtwache / General Gonds
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Der Soldat nahm seine Hände von ihren Wangen und bemerkte das sie nicht glücklich darüber war. Doch seine kurze, unbedachte Handlung konnte weitreichende Konsequenzen haben mit denen er nicht leben konnte. Er war seinem Rang verpflichtet. Einerseits als Hauptmann der Stadtwache Arons, andererseits als General und Feldherr der dreiundzwanzigsten Legion. Und Sabina war sein Legat. Gabriel atmete tief durch. „Die Überraschung ist dir gelungen“, antwortete er und sah wie sie sich zurückzog. Nur weil er nicht wusste was er eigentlich für sie empfand ließ er sie gewähren. War sie für ihn wie eine Schwester, oder hatte er stärkere Gefühle für sie? Während er ihrer Entschuldigung lauschte, löste er den Riemen seines Helmes und setzte ihn ab. Was erwartete sie nun von ihr? Und während er sich diese Frage stellte wurde ihm bewusst wie falsch er dachte. Es war das eine was sie dachte, doch sollte er sich nicht lieber fragen was er nun von sich erwartete – was er wollte? Denn schließlich betraf es ihn als Privatperson und nicht als Offizier.

Gabriel griff nach ihren Händen und löste sie von der Stola. Er bemerkte die Schwielen an der rechten Hand und ignorierte sie. Sie waren normal für jemanden der in der Legion diente. Sanft hielt er ihre Hände in seinen und fühlte die Wärme in ihnen.
„Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet das du in mir mehr sehen könntest als einen älteren Bruder“, gestand er leise und bedachte sie mit einem schüchternen Lächeln. „Doch genauso wenig habe ich je daran gedacht das du für mich mehr sein könntest als eine Schwester. Ich habe dich immer als Teil meiner Familie gesehen und nicht als das was dir gerade vorschwebt.“ Gabriel erhöhte leicht den Druck auf ihre Hände und bedachte sie mit einem nachdenklichen Blick. „Gib mir etwas Zeit und wir werden sehen ob ich mich von der kleinen Schwester verabschieden kann.“
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#4

Sabina

Legat der dreiundzwanzigsten Legion
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Sabina zog ihre Hände aus Gabriels Griff und blickte ihn ernst an. „Ich habe so viel dafür geopfert um bei dir zu sein“, sagte sie und legte die Hände auf ihre Oberschenkel. „Natürlich akzeptiere ich deine Sichtweise - genauso wie deine Gefühle. Du hast mich gerettet und mich zu einem Teil deiner Familie gemacht.“ Sie lächelte schwach und die Nervosität brachte sie dazu immer wieder mit den Fingern über den Stoff der Pella zu streichen. Es waren kleine, fast unauffällige Bewegungen mit den Fingern.
Doch Gabriel kannte sie nun schon einige Zeit und würde es mit Aufregung und Unsicherheit verbinden. Sabina wusste selbst um ihre kleinen Verhaltensmerkmale und Gabriel hatte sie im Scherz als Lesezeichen betitelt. Aber es war ja nicht so das nur er gelernt hätte ihr Verhalten zu deuten. Sie wusste auch einige dieser 'Lesezeichen' bei Gabriel - und sie kannte einige seiner Eigenarten. Der große General hasste es vor vielen Menschen zu sprechen. Befehle geben war das eine, und eine mitreißende Ansprache das andere. Er war kein Dilettant was rhetorik betraf, doch überließ er das Feld der Worte meist Anderen. Deshalb hatte es ihn auch nie gereizt dem Senat anzugehören. Und was Frauen betraf: Gabriel war ein Mann mit einer gesunden Libido, doch stand er sich dabei erfolgreich selbst im Weg. Nur zu gut erinnerte sie sich an eine Dame die an ihm interessiert war. Sobald er von ihren Ambitionen erfuhr wurde der sonst so entspannte Mann seltsam verkrampft und einsilbig. Sein einziges Geschenk – eine schlichte Brosche aus Hirschhorn – übergab er ihr Wortlos und als sie dann wieder weg war fluchte er über seine eigene Dummheit.
Seit diesem Tag wusste Sabina das Gabriel schüchtern war und das hinter einer Maske aus Selbstsicherheit versteckt. Wenn sie es also schaffte seine Bedenken zu zerstreuen und ihm ein Gefühl der Sicherheit gab könnte sie ihren Wunsch verwirklichen.

„Doch das Mädchen von einst gibt es so nicht mehr“, fuhr sie fort. „Ich habe mich verändert Gabriel. Bin gewachsen und habe meine Erfahrungen gemacht.“ Sie hob ihren linken Arm und drehte ihn so das Gabriel die Innenseite ihres Oberarms sehen konnte. „Vor zwei Jahren war ich an der Ostgrenze stationiert. Bei einem kleinen Scharmützel traf mich ein Pfeil.“ Ihr Lächeln vertiefte sich etwas. Es war kein fröhliches Lächeln sondern drückte eher Zufriedenheit aus. „Vielleicht war es nicht direkt ein Scharmützel, sondern eher ein Überfall auf einen Händler und ich habe meinen Schild der Frau des Händlers gegeben.“ Die junge Offizierin hob den Blick und sah sich prüfend um. „Um meinen kleinen Monolog zu einem Ende zu bringen: Zeit vergeht und sie verändert dich und alles andere - das müsstest du selbst wissen.“ Sabina erhob sich und blickte erwartungsvoll zu dem Offizier. „Und die Zeit hat dafür gesorgt das ich Hunger habe“, sagte sie schmunzelnd und hob den Zeigefinger. „Aber komm mir bloß nicht auf die Idee mich mit zur Kaserne zu schleppen. Ich hätte heute gern nicht rationiertes Essen mit Gewürzen und vielleicht einen guten Wein.“
Die Frau blickte sich etwas ratlos um und zog ihre Stola über den Kopf.
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#5

Gabriel von Gond

Hauptmann der Stadtwache / General Gonds
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Das Leben und der Dienst in der Legion erforderten ihren Tribut. Sie wusste es und auch Gabriel war sich dessen bewusst. Doch nun hier zu sitzen und von Sabina zu hören das sie bereits Kampferfahrungen gesammelt hatte, dass war etwas neues für den Offizier.
Ein Vater mochte vielleicht Stolz verspüren wenn ihm sein Sohn ihm so etwas erzählte, doch Gabriel traf diese Information genauso unerwartet wie ihr Bekenntnis der Legion beigetreten zu sein. Es war kein schönes Gefühl zu wissen das sich eine geliebte Person in Lebensgefahr gebracht hatte um bei einem zu sein. Dazu kam noch die Gewissheit das er die Möglichkeit hatte es anders zu machen.
Der General hatte sein Versprechen gebrochen und sie – die ihn damals schon liebte – zurückgelassen. Gabriel blickte von der kleinen Pfeilnarbe zu ihrem Gesicht. Musterte die Vertrauten Züge und stellte fest das neben der Fröhlichkeit nun noch etwas anderes in ihrem Gesicht zu erkennen war. Hatte er diese Veränderungen bei seinem letzten Besuch lediglich nicht wahrgenommen, oder hatte er sie verdrängt?
Doch wie hatte er den Stolz einer selbstbewussten Frau übersehen können? Wie hatte er die Entschlossenheit einer Legionärin ignoriert? Keinen Augenblick zweifelte Gabriel daran das Sabina wusste was sie wollte und auch bereit war einige Opfer zu bringen um zu ihrem Ziel zu gelangen. Der beste Beweis für ihre Konsequenz ist die simple Tatsache das sie nun hier war.

Nachdenklich betrachtete Gabriel Sabina und fragte sich ob er vielleicht auch nur selbstsüchtig war. Vielleicht hatte er sie auch von Anfang an als Schwester betrachtet weil ihm das in eine stärkere Position brachte?
Die Fragen waren da, doch der General sah sich nicht imstande sie zu diesem Augenblick für sich zu beantworten.

Er versuchte einen neutralen Blickwinkel zu wahren und verdrängte seine platonischen Gefühle für diese Frau. Sabina hatte es mehr als verdient das er zumindest den Versuch unternahm sie als das zu sehen was sie sich wünschte.
„Nun, ich würde das Gasthaus zum Drachen vorschlagen“, ging er auf ihre Forderung ein. Während er sich erhob nahm er seinen Helm wieder an sich und setzte ihn auf. Mit einem eher gelassenem Tempo ging er an Sabina vorbei und bot ihr seine Hand an.
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#6

Sabina

Legat der dreiundzwanzigsten Legion
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Gabriel von Gond

Hauptmann der Stadtwache / General Gonds
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Die Frau griff nach Gabriels Hand und sah ihn nachdenklich an.
Konnte es sein das er noch gar nichts davon wusste? War dies der Fall und sie weihte ihn ein, dann würde er auf jeden Fall zum Gasthaus wollen – aber nicht um dort mit etwas mit ihr zu essen. Vielmehr würde sich Gabriel Hals über Kopf in die Arbeit stürzen und sie war dann das fünfte Rad am Wagen. Doch wenn sie ihn nicht einweihte würde er ihr das vorhalten. Sie hatte von Veteranen der nördlichen Grenztruppen erfahren wie ihr ehemaliger Befehlshaber über die Weitergabe von Informationen dachte.
Sie könnte anführen das ihr die innenpolitischen Belange der Stadt Aron nichts angingen. Mit der Strafverfolgung hatte sie erst recht nichts zu tun – und doch wollte und konnte sie Gabriel diese Informationen nicht vorenthalten. Nicht nur das er der Hauptmann der Stadtwache war und deshalb für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung zuständig war. War sie nicht selbst an dem Überfall beteiligt gewesen und tangierte es somit nicht auch die Belange der Legion? Es war eine rhetorische Frage die sie sich da stellte und ihre Entscheidung war getroffen.

„Warte Gabriel“, begann sie zögernd und seufzte. Dabei schloss sie die Augen und presste die Lippen aufeinander. „Ich hatte gehofft du würdest nicht das Gasthaus zum Drachen auswählen.“
Sabina machte zwei Schritte und stand nun direkt neben dem General. „Wir erreichten die Stadt am gestrigen Abend“, begann sie mit ihrem Bericht. „Der erste Weg führte uns zur Kaserne, doch der Torwächter informierte mich darüber das du nicht in der Stadt wärst. Wir beschlossen dann die Nacht ein Quartier im Drachen zu nehmen. Vor dem Stall des Gasthauses fanden wir eine Leiche. Aurel meldete Zweifel an einem Unfall an.“ Sabina hielt mit der linken Hand ihre Stola fest und blickte Gabriel abwartend an. Ihre rechte lag immer noch locker auf seiner dargebotenen Hand.

„Und dann hast du beschlossen dir die Sache genauer anzusehen und bist mit Aurel und Marc ins Gebäude gegangen?“, warf der Offizier ruhig ein und blickte Sabina nachdenklich an. Wenn er nur wüsste welche Regungen er mit einem solchen Blick bei ihr auslöste.

„Genau“, sagte sie und nickte. „Wir gerieten direkt in einen Überfall. Vier bewaffnete versuchten einen Magier unschädlich zu machen. Dieser Schützte sich selbst und einige andere Gäste aber mit einer Barriere. Insgesamt waren es zehn Angreifer. Drei konnten festgenommen werden, der Rest zog es vor zu sterben.“ Das entsprach zwar nicht ganz dem Ablauf der Ereignisse, aber Gabriel würde sich bestimmt das richtige denken.

„Verstehe“, meinte der Offizier trocken und ging langsam weiter. Sie blieb an seiner Seite.
„Ich nehme an es ist ein Kontingent der Wache eingetroffen und hat euch unterstützt?“, fragte Gabriel ruhig und wartete dann auf Sabinas Antwort.

„Ja, Gabriel“, gab die Frau zurück. „Dieser Leoc kam mit...“ Sie zögerte nicht etwa weil sie nicht weiterwusste. Sabina überschlug nur kurz die Wächter die sie gesehen hatte. „... dreißig bis vierzig Mann und führte mit seiner Truppe eine rasche Entscheidung herbei.“

„Warum hat mich Leoc nicht informiert?“, fragte der Hauptmann nicht lauter als vorher und doch schäumte er vor Wut. Er hatte wertvolle Zeit mit Zwergen verschwendet während hier draußen ein schwerer Überfall geschehen war. Und sein Stellvertreter hielt es offenbar nicht für nötig ihn darüber zu informieren. Doch ehe sich der Hauptmann selbst in Rage brachte dachte er daran, dass er selbst Leoc befohlen hatte ihn nicht zu stören. Folglich trug er selbst die Verantwortung für dieses Vergehen. „Weißt du sonst noch irgend etwas?“ Diese Frage war rhetorischer Natur. Er wusste das die Soldaten der Legion auf eine solche Frage warteten um eigene Meinungen und ungesicherte Informationen weiterzugeben. Und so war es auch bei Sabina.

Die Junge Frau nickte einmal. „Die Leute sagen dieser Magier – Simon Avenar heißt er – eine Auseinandersetzung mit einem gewissen Hauptmann Naandarn hatte. Angeblich hatte dieser zuvor versucht eine ganze Festgesellschaft festzunehmen und dieser Avenar hat ihn in seine Grenzen aufgezeigt.“ Sie zögerte kurz und blickte Gabriel nachdenklich an. „Meine Beobachtungen könnten eine Theorie über einen möglichen Racheakt Naandarns stützen, denn die Angreifer waren keinesfalls einfache Schläger. Vielmehr hatte ich das Gefühl das es sich um ausgebildete Soldaten handelte. Ihre Bewegungsmuster waren beinahe identisch. Es könnte sich theoretisch um Mitglieder der Exekutive Arons handeln.“

Der Offizier seufzte und schloss seinen Helm. „Gehen wir etwas essen und dann muss ich einige Gespräche führen bei denen du mich gern begleiten darfst“, bot gabriel an und zuckte mit den Schultern. „Ich habe das Gefühl das dieser Tag noch sehr anstrengend werden wird.“

Sabina freute sich darüber das Gabriel sie den restlichen Tag an seiner Seite haben wollte. Natürlich hätte sie den Tag gern anders verbracht, aber sie verstand seine Denkweise und würde es selbst nicht anders machen. Dennoch war sie nicht in der Lage ihre Freude gänzlich zu verbergen. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen und ihr Griff um seine dargebotene Hand wurde etwas fester.
Antworten
#7

Chantal Cecon

Schneiderin
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Chantal schaute über den Marktplatz - hie und da sah sie bekannte Gesichter, aber keinen, dem sie vertraute.

"Vielleicht sollte ich ins Gasthaus gehen - vielleicht treffe ich dort jemanden , der mir hilft, einen Weg zu finden..."

Sie schlenderte über den Marktplatz, schaute kurz auf die Anschlagetafel, entdeckte nichts von Belang und bummelte weiter, die Augen umherschauend nach Freunden und Vertrauten.

Ach, wäre nur Lurak da. Er hätte bestimmt eine Idee, was ich tun könnte.
Antworten
#8

Lurak Garson

Tagedieb
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Unzufrieden schlurfte Lurak über den Markt und aß einen Apfel, der ihm 'aus Versehen' im Vorbeigehen in die Tasche gefallen war. Eben hatte er in einer der Gassen einem Mann heimlich seine Geldkatze entwendet, bzw. es zumindest versuch. Die Geldkatze hatte er zwar bekommen, aber mit der Heimlichkeit hatte es nicht so recht geklappt. Darauf hin musste er etwas Fersengeld geben und war erst einmal in dem Gewühl des heute sehr vollen Marktplatzes untergetaucht. Zum Glück war der Bestohlene nur ein Händler, der sich gerade auf den Heimweg machen wollte, so konnte ihm das Missgeschick nicht in einigen Tagen zum Verhängnis werden, wenn er dem Mann womöglich aus Versehen wieder begegnete.

Trotzdem ärgerte ihn die Sache! Er hatte sich ungeschickt angestellt wie ein blutiger Anfänger! Aber Taschendiebstahl war noch nie seine Stärke gewesen, er mochte diese Art der Bereicherung nicht besonders, zu groß war die Gefahr, erwischt oder gar erkannt zu werden. In leere Häuser einzusteigen war da deutlich ungefährlicher, bedarf jedoch leider etwas Vorarbeit, man musste schließlich erst einmal herausbekommen, wann ein Haus leer ist. Und das war ziemlich selten der Fall, irgend so eine Magd blieb immer daheim, selbst wenn die ganze Familie weg fuhr.

Aber wenn er ehrlich zu sich selbst war, war er auch nicht ganz bei der Sache gewesen, das hätte er besser gekonnt. Aber das Verschwinden von Chantal beschäftigte ihn doch noch sehr. Womöglich war ihr etwas zugestoßen? So ganz verstand er nicht, warum er sich solche Gedanken um sie machte. Ja, sie war sehr nett und lustig und durchaus hübsch anzusehen, aber nicht wirklich so zugänglich, wie es sich Lurak erhofft hatte. Da gab es andere Mädchen, die auch gut aussahen und sich nicht so sträubten, also was machte er sich solche Gedanken um genau diese?

Und während er so seinen Apfel kaute und vor sich hin grübelte, drehte sich eine Frau um, die gerade noch am Anschlagbrett gestanden hatte, und Lurak vermutete einen Tagtraum: An dem schwarzen Brett stand niemand anderes als Chantal! Oder hatte er sich getäuscht? Leider hatte sie sich bereits abgewandt und wurde von den Menschenmassen langsam davon geschoben. Lurak beeilte sich, sich durch die Menge zu kämpfen und zu ihr zu gelangen, was sich als nicht ganz einfach erwies. Fast hätte er sie aus den Augen verloren, da erblickte er sie nur noch wenige Meter vor sich. „Chantal! Chantal, warte!“, rief er in der Hoffnung, dass Sie es wirklich war. Und tatsächlich drehte sich die junge Frau um und er blickte in Chantals Gesicht. Er hatte sich also nicht getäuscht! Etwas außer Atem kam er vor der Frau zum Stehen. „Du bist ja doch noch in der Stadt, ich dachte schon, du wärst abgereist, nach all dem, was passiert ist! Oder dir wäre etwas passiert! Ich habe den ganzen Vormittag im Drachen auf dich gewartet, aber du bist nicht gekommen! Und der Wirt wusste auch nur, dass du dein Zimmer geräumt hattest. Wo warst du denn?“, fragte er sie, bevor sie überhaupt etwas sagen konnte.
Antworten
#9

Chantal Cecon

Schneiderin
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Sie traute ihren Augen und ihren Ohren kaum, als sie Lurak da stehen sah.
Das gibt es doch nicht... gerade hatte ich mir erhofft, ihn zu sehen und schon ist er da... ob da nicht Magie mitspielt? Ein guter Geist, der es gut mit mir meint?

Sie legte ihre Arme um seinen Hals und vergrub ihr Gesicht an seiner Brust. Dabei weinte sie. Aber warum eigentlich? Aus Erleichterung? Aus Trauer? Aus Wut? Aus Liebe? Aus Angst vor der Zukunft?

Die Tränen kullerten über ihre Wangen. Nein, es war nicht Trauer, es war einfach das gute Gefühl, dass Lurak nun wieder bei ihr war. Und es tat so gut ihn zu spüren, zu hören, riechen... und zu schmecken...

Chantal gab ihm einen Kuss auf die Lippen - sanft, zärtlich, hatte die Augen geschlossen, hielt sich an ihm fest und wollte nicht mehr los lassen.

"Ach, dass ich dich wieder hab... du hast mir so sehr gefehlt. Ich dachte schon, du wolltest mich nicht mehr. Ich hatte im Stall gewartet, doch du kamst nicht. Aber woher auch, du konntest das ja gar nicht wissen..."

Sie küsste ihn abermals. Sie standen da, im Gedränge des Marktplatzes, die Menschen gingen links und rechts daran vorbei, alles war gut...

"...nein, nichts ist gut. Ich brauch die Goldmünzen für die Schneiderei..." murmelte sie plötzlich. "Komm mit, nicht hier!"

Sie zog Lurak in eine Seitengasse, eine dunkle, schattige, nicht einsehbare Ecke. Sie zog ihn an sich... doch so sehr sie wollte, sie konnte nicht das sagen was sie sagen musste. Sie küsste ihn und vergrub ihre Hände in seinen Haaren.
Antworten
#10

Lurak Garson

Tagedieb
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Er wusste nicht, mit was für einer Reaktion er gerechnet hatte, aber sicherlich nicht damit, dass sie ihm um den Hals fiel, als hätte sie sehnsüchtig auf ihn gewartet. Und jetzt fing sie auch noch an zu weinen! In Luraks Welt kamen so viele Emotionen eher selten vor, daher wusste er auch nicht so richtig, wie er damit umgehen sollte. Zärtlich legte er seine Arme um ihren zierlichen Körper und versuchte, sie zu trösten: „Ich… Was weinst du denn? Es ist doch alles gut, ich bin bei dir und…“ - weiter kam er nicht, da verschlossen ihre Lippen die seinen. „Du warst im Stall? Ich Idiot! Ich habe den ganzen Vormittag im Gasthaus gesessen und gewartet, dabei hätte ich mir doch denken können, dass du nicht ohne dein geliebtes Pony verschwinden würdest. Auf die Idee hätte ich auch kommen können. Und dass du nach dem Abend nicht in diesem Zimmer bleiben wolltest, kann ich gut verstehen.“

Nach einem weiteren Kuss murmelte die schöne Maid etwas von 'Geld' und 'Schneiderei' und zog ihn dann ein Stück in eine Gasse hinein, gerade so, dass sie den Blicken der Passanten entgingen. Dort küsste sie ihn dann noch wilder als beim letzten Kuss – und dieser war schon wahrlich kein freundschaftlicher Schmatzer auf die Wange mehr gewesen! Einen Moment später verschwand der Marktplatz hinter einem Schleier der Erregung, als das Mädchen ihn leidenschaftlich an sich zog. Dann aber wurde er sich doch bewusst, wo sie gerade waren. Lurak war sicherlich alles andere als prüde, aber keine 10 Schritte entfernt von ihnen war der heute doch sehr belebte Marktplatz! Obwohl sein Kopf ihm Zurückhaltung gebot, machte sein Körper, was er wollte. Seine Lippen erwiderten den stürmischen Kuss, seine Arme umschlagen die junge Schönheit und seine Hände gingen auf Wanderungen, die ihm bei anderen Frauen durchaus schon die eine oder andere Ohrfeige eingebracht hatten.

Aber hatte sie nicht vor weniger als einem Tag gesagt, sie wolle sich damit noch Zeit lassen? Hatte sie ihre Meinung so schnell geändert? Und irgendetwas von wegen 'nichts ist gut' drang dunkel an sein Bewusstsein, welches sich gerade auf die Wahrnehmung eines Menschen verengt hatte. „Was meinst du mit „'Nichts ist gut'? Ist etwa noch etwas Schlimmes in der Nacht passiert?“, fragte er sie, als sie ihm zwischenzeitlich seine Zunge wieder ihm selbst überließ.
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