Die Zwergin Mori
#1
Name des Charakters = Nchulmoria Dursegan

Charakterbild = http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil...737924.jpg
Spieler = Mori
Alter = 95 Jahre
Geschlecht = weiblich
Rasse = Zwergin
Beruf = Kriegerin

Aussehen
Das kleine, kurzbeinige Geschöpf misst etwas mehr als einen Meter. Ein unaufmerksamer Blick könnte sie zunächst als ein menschliches Kind abstempeln, ist eine Zwergin doch nun wirklich kein alltäglicher Anblick in der Welt der Menschen. Aber welches Kind würde auch schon mit einer Axt auf dem Rücken umherziehen? Nein, das ist dann wohl ein Zwerg. Aber ohne Bart? Und überhaupt wirkt sein Gesicht ja auch viel zu fein und weich für das eines Mannes.
Eine gewaltige Mähne schwarzen, zotteligen Haares wuchert auf Moris Kopf und scheint den fehlenden Bart in seiner Fülle zu beherbergen. Das Haar wurde zu zwei unordentlichen Zöpfen geflochten, die der Zwergin rechts und links über die Schultern und bis über die Hüften hinabreichen. Etliche kürzere Strähnen fallen ihr ins Gesicht, das von vollen, oftmals schmollenden Lippen und großen Augen dominiert ist. Iris und Pupille ihrer Augen scheinen zu zwei glänzenden, schwarzen Kohlestücken zu verschmelzen. Unter dunklen, buschigen Augenbrauen blicken sie oftmals trotzig drein.
Die Haut der Zwergin hat lange Zeit ihres Lebens kein Sonnenstrahl berührt, aber als es dann soweit war, bedankte sie sich mit zahllosen Sommersprossen. Moris ganzes Gesicht ist übersäht.  
Auch die Statur der Zwergin zeugt von einem Leben des Reisens. Mori ist mit ihrer rundlichen, kurzbeinigen Gestalt bei weitem keine Elfe, doch hat sie für zwergische Verhältnisse einen eher sportlichen, denn gemütlich wirkenden Körperbau. Anders als so mancher ihrer Zwergengenossen, der sich lieber in sicheren Heimatstollen herumtreibt, bewegt sie sich viel. Leichte Schwielen finden sich an den Innenseiten ihrer Hände - durch das Führen ihrer Waffe verursacht.

Ihre Kleidung ist zweckmäßig. Über einem einfachen hellen Hemd, das sie gerne an den Ellbogen aufkrempelt, trägt die Zwergin ein Kettenhemd.
Darüber trägt sie einen ärmellosen, tiefgrünen Mantel zwergischer Machart. Er ist von guter Qualität - allerdings scheint er auch sehr alt und abgetragen zu sein, denn sein Saum ist an nicht wenigen Stellen schon ziemlich angefressen.
Ihre Hüfte umfasst ein Ledergürtel, der auch den Mantel zusammenhält. Er besitzt eine große, silberne Schärpe und ein kleines Gürteltäschchen. Lederne Gamaschen und Stiefel aus selbigen Material halten Beine und Füße der Zwergin warm.  
Bei Kälte wirft sich Mori noch einen wuchtigen Mantel aus braunem Schafsfell über, der ein wenig streng nach diesem Tier riecht.

Mori besitzt einigen Schmuck, trägt ihn aber in den seltensten Fällen. Zu ihrem Besitz gehören außerdem noch ein paar Utensilien für den täglichen Bedarf, die die Zwergin für Gewöhnlich in einem kleinen Reiserucksack transportiert.

Auffallend am Äußeren der Zwergin ist auch noch die Waffe auf ihrem Rücken:
Die Axt ist aus feinem Zwergenstahl und eigens für sie angefertigt worden. Runen sind oberhalb der scharfen Klinge eingraviert und üben zwergische Magie auf die Waffe aus. Berührt Mori den Waffenschaft mit ihren Händen, glühen die Runen dunkelrot auf und die Klinge zieht einen hübsch anzusehenden roten Schweif hinter sich her. Die Magie dient allerdings nicht allein der Ästhetik. Berührt nämlich ein anderer als die Besitzerin die Waffe, glühen die Runen ebenfalls auf - allerdings verbrennt sie dem Fremden dann die Finger. Oder aber die Waffe scheint gar nicht zu reagieren, sondern wird einfach nur unheimlich schwer. Manchmal hat man einfach den Eindruck, die Waffe besäße eine Art.. Eigenleben - und selbst Mori weiß nicht, was genau in ihr schlummert.


Herkunft & Familie
Nchulmoria Dursegan wird sich euch an der Oberfläche nur als Mori vorstellen, denn das ist ihr Spitzname. Sie stammt aus Ymrr, wo ihre Familie mit dem Bergkönig Khaz-Dumrons familiär verbunden ist.

Mutter: Dursidani Dursegan geb. Gniragan
Eine rothaarige Schönheit unter den Zwergen, die ihr Herz offenbar an den falschen Mann verlor. Niemand außer Dursi selbst war der Meinung, ihr Mann erwidere ihre Gefühle, und viele Zwergenmänner schüttelten nur den Kopf darüber wie sie so sehr an ihm hängen konnte. Sie war eine Frau mit starkem Willen und zog ihre Tochter nach dem Verschwinden ihres Mannes alleine groß, dabei dem Getuschel der anderen Zwerge standhaltend.   
Vater: Laisemor Dursegan
Der schwarzhaarige, rachsüchtige Zwerg ist zum Sinnbild des verräterischen Bruders geworden. Er soll nach dem Thron des Bergkönigs getrachtet haben und verbannt worden sein. Inzwischen wird kleinen Zwergenkindern schon mit ihm Angst gemacht. Sie sollten nicht unartig sein, sonst würde noch Laisemor kommen um sie in die tiefen Höhlen zu verschleppen, wo sie niemand mehr finden wird.
Großeltern(mütterlicherseits): Nundunnarf und Gnira
außerdem viele Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins, sowie Verwandte königlichen Blutes väterlicherseits.


Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte
Wer würde von dieser abgerissenen, versoffenen Zwergin schon erwarten, dass sie edler Abstammung sei?
Moris Vater Laisemor war jüngerer Zwillingsruder des Königs. Zudem war er offenbar schon immer der Meinung, es hätte ihm selbst zugestanden, Bergkönig zu werden. Selbst mit einer treuherzigen hübschen Zwergin verheiratet und einen hohen Posten beim Militär einnehmend, lag seine volle Leidenschaft doch immer bloß in dem Neid seinem königlichen Bruder gegenüber.
Seine Frau Dursidani war aus reicher Familie. In ihrer Familie waren viele erfolgreiche Architekten und Mechaniker vertreten.
Sie war in ihren Mann geradezu vernarrt, obschon dieser es scheinbar nur leidlich erwiderte. Böse Zungen behaupteten sogar, er hätte sie bloß genommen, weil sie so schön war.

Eines Tages, es war ein stürmischer Tag und der Wind heulte durch die zahllosen Gänge, tief unten im Mongoht-Gebirge, da stellte Dursidani fest, dass sich endlich ihr Wunsch erfüllen sollte: Sie würde ein Kind bekommen! Schon lange hatte sie darauf gewartet - in der Hoffnung, mehr Aufmerksamkeit von ihrem Mann Laisemor zu bekommen, verbände sie erst einmal ein gemeinsames Kind. Oder zwei. Oder drei. Oder zehn...
Ob dieser Kunde also vollkommen begeistert, bereitete sie ein festliches Mahl vor und wartete auf ihren Gatten um ihm zu berichten. Er sollte am Abend von einer Besprechung mit seinem Bruder zurückkehren. Dass sie umsonst warten sollte, zeigte sich, als stattdessen ein Wachtrupp vor der Tür ihres Wohntrakts stand. Dieser war auf der Suche nach ihrem Mann und setzte sie darüber in Kenntnis, dass er versucht hatte, ein Attentat auf den König zu verüben.  
Was wirklich innerhalb der Ratshalle vorgefallen war, erfuhr weder sie, noch ein anderer Zwerg jemals. Ihr Mann, von dem seither jede Spur fehlte, wurde zum Verbannten, und man munkelte bald schon, er sei in die tiefen, vergessenen Gänge geflüchtet. Oder vielleicht an die Oberfläche.
Dursidani hingegen zog aus den prunkvollen Hallen, in denen sie gelebt hatten, zurück in das Elternhaus, weit entfernt vom königlichen Hause.

Mori hat ihren Vater also niemals kennengelernt. Sie hörte nur in Geschichten über ihn. Und das waren oft keine sehr netten Geschichten. Hatte er wirklich versucht, den König zu vergiften, wie der Sohn des Schmieds erzählte? Oder ihn gar zu einem Duell auf Leben und Tod herausgefordert aus dem er dann geflüchtet sei - so, wie es die Tochter der Schneiderin Mori weißmachen wollte?
Allein ihre Mutter war es, die stets zu ihrem Vater hielt. Er sei unverstanden gewesen, gab sie der nach Informationen drängenden Tochter als Erklärung. Und dass er bestimmt zu ihnen zurückkehren würde, erführe er erst davon, dass er Vater war.
Für das Kind war der väterliche Verrat jedenfalls keine gute Voraussetzung um ein leichtes Leben zu führen. Auch, dass sie ihrem Vater mit ihren dunklen Haaren und Augen sowohl im Aussehen, als auch charakterlich, mit ihrem unsteten Gemüt, zu gleichen schien, machte es nicht besser.

Doch entgegen der mütterlichen Befürchtung entwickelte Mori schon früh die Fähigkeit, sich unter den anderen Kindern und deren Hänseleien durchzusetzen. So verprügelte sie beispielsweise einen Jungen, der sie immer wieder als Verräterbrut bezeichnet hatte, und schaffte es sogar, sich ein paar Freunde zu organisieren, die sie mit selbstbewussten Worten beeindruckte. Häufig zettelte sie diese Kinder dazu an, mit ihr Unfug zu treiben, oder gar gefährliche Ausflüge in zerfallene, ungenutzte Gänge zu unternehmen.

Zu ihrer Familie väterlicherseits hatte Mori kaum Kontakt, da ihre Mutter dies zu unterbinden versuchte. Sie nahm weder Einladungen dieser wahr, noch lud sie ihre angeheirateten Verwandten zu eigenen Feierlichkeiten ein. Sie glaubte nicht an einen Verrat ihres Mannes und gab dem König die Schuld an seinem Verschwinden. Ab und zu wurde ein Bote vom König persönlich zu Mutter und Kind geschickt, der sehen sollte, wie es seiner Schwägerin erging und wie sich seine Nichte machte. Dursidani wimmelte ihn stets ab.

Zu Verwandten mütterlicherseits war das Verhältnis bedeutend besser. Da Dursidani und Tochter weiterhin bei den Großeltern wohnten, spielten sie für Mori eine große Rolle. Bei Feierlichkeiten kamen Onkel und Tanten, sowie deren Kinder. Sie nahmen Mori als das Kind ihrer geliebten Dursi auf - auch wenn sie den Vater für seine Taten verurteilten.
Der Großvater Nundunnarf war ein herzlicher Zwerg, der viel lachte und es liebte, seine Familie um sich zu haben. Allerdings konnte er sehr ernst und böse werden, wenn Mori in seinem Arbeitszimmer Unterlagen mit architektonischen Zeichnungen durcheinanderbrachte.
Moris Großmutter Gnira war eine ruhige und genügsame Frau. Wenn sie aber ins Erzählen geriet - und Geschichten kannte sie ziemlich viele - dann wurde sie plötzlich ein ganz anderer Zwerg, machte große Augen und ausladende Gesten. Vielleicht hatte Mori durch ihre Abenteuergeschichten die verrückte Idee bekommen, in verbotenen alten Schächten herumzukrabbeln.
Manchmal ging Mori auch einem ihrer Onkel zur Hand - einem bekannten Schlossmacher. Nur, dass die junge Zwergin bei den Lehrstunden in seiner Werkstatt anderes im Sinn hatte, als an einen anständigen Beruf herangeführt zu werden. Die Plünderung einer verschlossenen Speisekammer ging auf ihre Kappe - was glücklicherweise aber niemand herausfand.

Abgesehen von ihren Verwandten und den Kindern aus der Nachbarschaft pflegte Mori auch die Beziehung zu einem ganz speziellen Zwerg: Ihr Vater hatte bekanntermaßen einen guten Freund besessen. Ein alter Militäroffizier namens Glommbark. Nach seiner vorsorglichen Suspendierung kurz nach der Verbannung seines Freundes war er, ähnlich wie Dursidani, in die Randbezirke der Stadt zurückgekehrt und führte dort ein einzelgängerisches Dasein. Man sah ihn immer bloß seine Pfeife rauchend und schweigend in irgendeiner warmen Ecke sitzen.
Mori fand ihn aufgrund der Verbindung zu dem ihr unbekannten Vater unglaublich anziehend, und suchte immer wieder seine Nähe. Glommbark war sehr schweigsam bezüglich des Verbannten, aber auch derjenige, der die Zwergin bereitwillig an die Kampfkunst heranführte. Moris Augen erinnerten ihn sehr an seinen alten Freund, pflegte er nur zu sagen, wenn sie sich ob seiner Großzügigkeit bedankte.
Mit den Jahren fiel Mori immer wieder auf. Sei es, weil sie mit irgendwem ein Wort- oder Faustgefecht führte oder weil sie wieder einmal dabei ertappt wurde, wie sie in einen gesperrten Gang eingebrochen war.
Als sie alt genug war um einen Beruf zu ergreifen, wollte sie zum Militär. Doch ihre Mutter sprach sich vehement dagegen aus und zwang sie eine Lehre bei ihrem Großvater zu beginnen. Mori besaß absolut kein Interesse an Architektonik. Sie wollte eine Waffe schwingen, Abenteuer erleben und reich werden. Sie gab sich keine Mühe irgendetwas von dem aufzunehmen, was ihr Großvater ihr beibringen wollte, machte blau und trieb sich stattdessen wieder außerhalb der sicheren Städte herum. Das führte zu einigen Konflikten innerhalb der Familie. Man brachte sie stattdessen bei ihrem Onkel unter, dem Schlossmacher. Hier besserte sich ihre Haltung etwas.
Als Mori ihre Volljährigkeit erreichte, äußerten sich immer mehr Verwandte dazu, sie so bald als möglich mit einem Zwerg guten Standes zu vermählen. Immerhin trug sie, ungeachtet ihres Vaters Taten, königliches Blut in sich, das weitergetragen werden sollte. Man glaubte zwergentypisch fest daran, dass eines Tages ein König in der engeren Familie wiedergeboren werden könnte. Man erhoffte sich von einer Heirat aber auch, die chaotische Zwergin bändigen zu können. Geeignet erschien ihnen beispielsweise der vermögende Großhändler Ovi. Er war etwa 100 Jahre älter als Mori, ein scharfsinniger Kerl, und neugierig genug, sich die junge Zwergin auf Bitten hin einmal anzusehen. Also kam er angereist.

In dem richtigen Stadtteil angekommen war die Zwergin schwer auffindbar. Der Großvater schickte Ovi zur Großmutter auf den Markt. Die Großmutter schickte ihn zu einem Freund Moris in einen anderen Stadtteil. Der Freund Moris schickte ihn zu dem alten Offizier Glommbark - und dieser weigerte sich, Ovi auch nur eines Blickes zu würdigen... bis dieser ihn mit einem Beutel voller Münzen bestach.
Dann endlich rückte der Alte mit der Sprache heraus und wies ihm den Weg zu einem versteckt liegenden Schacht der tief ins Erdreich zu einer vergessenen Halle, und damit zu Moris derzeitigem Aufenthaltsort führen sollte. Allerdings hatte Glommbark (vermutlich in voller Absicht)nichts von den Wegkreuzungen und den eingestürzten Brücken erzählt. Mit solch einer Reise hatte der eher sittsame, vermögende Zwerg nämlich beileibe nicht gerechnet - und auch nicht damit, sich in den verzweigten, fremden Gängen zu verlaufen, sodass er irgendwann glauben musste, auf ewig umherirren zu müssen.
Und dann stieß er auch noch auf einen Ork!
Nein, Ovi hatte auf seiner Brautschau natürlich keine Waffe mitgenommen! Überhaupt hatte er in seinem Leben eigentlich bloß mit solchen Waffen zu tun gehabt, die in der Vitrine seines Hauses auslagen. Also machte er kehrt. Das Problem war nur: Der Ork sah in dem flüchtenden Zwerg ohne Waffe wohl leichte Beute und jagte ihm nach. Er konnte Ovi in einer Sackgasse stellen - und da saß er nun in der Falle. Aber wie es das Glück wollte, betrat hier Mori die Bildfläche.
Als Ovi die wilde Zwergin heran jagen sah; wie sie ihre Axt durch den Körper des Orks trieb und sich und die Wände mit Blut bespritzte, während ihre dicken schwarzen Zöpfe durch die Luft flogen, geschah genau das, womit er eigentlich nicht gerechnet hatte: Er verliebte sich auf den ersten Blick. Die Axt aus der Orkleiche ziehend kam die Zwergin auf ihn zu. Für einen Augenblick glaubte er, jetzt würde die Zwergin die Axt erneut heben, um dieses Mal ihm den Schädel zu spalten - doch sie sah ihn mit ihren schwarzen Augen nur mürrisch an und zog ihm dann grob an seinem gepflegten braunen Bart; Ob er der Zwerg sei, den Glommbark ihr nachgeschickt hätte - und als er das bejahte, wandte sie sich ab und winkte ihm, ihr zu folgen. Sie würde ihn zurück in die Stadt führen.
Bei sich trug Mori etwas, das wie eine verformte Klinge aussah. Sie hatte dieses merkwürdige Waffenüberbleibsel an jenem Tag in den tiefer liegenden Gängen gefunden und beschlossen, sich aus dem Metall eine eigene Klinge anfertigen zu lassen.
Nach dieser merkwürdigen Rettung Ovis durch Mori, war der Händler hin und weg, während Mori selbst ihn ignorierte, sobald sie ihn in der Stadt abgeliefert hatte. Sie wusste von Glommbark, weshalb Ovi sie gesucht hatte, und es behagte ihr ganz und gar nicht, dass andere über sie entscheiden wollten, nur weil sie von irgendeinem besonderen Zwerg abstammte.

In den nächsten Wochen begann Ovi zu werben. Und wie er werben konnte - immerhin war seine Familie nicht gerade arm. Er überschüttete unsere Zwergin mit den schönsten Stoffen und Schmuckstücken die man sich nur vorstellen kann. Einmal schickte er sogar einen Bildhauer los, um sie in Stein meißeln zu lassen.
Mori selbst nahm davon zunächst keine Notiz, sondern beschäftigte sich nur mit der gefundenen, verformten Klinge. Zusammen mit Glommbark brachte sie das Metall zu einem Meisterschmied, der ihr eine auf sie angepasste Waffe daraus fertigen sollte.
Irgendwann begann Ovis Werben aber doch langsam an den Nerven der Zwergin zu zehren. Der Zwergin war das überhaupt sehr ungemütlich, weil sie so etwas nicht gewohnt war, doch das war nicht das Schlimmste... Ihre Familie war nämlich aufs Äußerste angetan von den Bemühungen des vermögenden Händlers. Sie teilten insgeheim auch die Meinung, Mori bräuchte nur einen anständigen Gatten um selbst anständig zu werden. Ihre Mutter fand Ovi gutaussehend - ihr Großvater sprach von einem tüchtigen und klugen Zwerg. Sie setzten die Zwergin zunehmend unter Druck und sorgten dafür, dass sie ihr Zuhause immer mehr mied.
Einzig der alte Offizier Glommbark machte keinen Hehl daraus, dass er den Händler nicht leiden konnte. Mori fühlte sich von ihm verstanden und fragte ihn, was sie tun sollte. Und Glommbark wollte wissen, wieso sie von ihrer Familie, die sie offenbar zu etwas drängte, was sie nicht wollte, nicht einfach Abstand nahm? Und dann kam er mit etwas, das unter ihnen bleiben musste... Er wusste nämlich, dass ihr Vater damals an die Oberfläche geflohen war. Und er erzählte ihr etwas ungeheuerliches - nämlich, dass Laisemor eigentlich der Ältere der Zwillingsbrüder gewesen wäre, und das diesen Fehler, der einem Heilkundigen verschuldet war, heute keiner mehr wahrhaben wollte. Wenn Mori sich überzeugen wolle, so könne sie ja nach Grundigag reisen, wohin sich entsprechender Heiler zurückgezogen haben soll, nachdem man ihn aus dem Königreich verbannt hatte. Und das wäre doch auch eine tolle Gelegenheit, der drängenden Familie und dem liebestollen Händler zu entfliehen...
Und da war es auch schon beschlossene Sache. Ihre Mutter wunderte sich noch, wieso Mori soviel Wert darauf legte, an diesem Abend mit der gesamten Familie zu speisen, und wieso sie sie so fest umarmte bevor sie zu Bett ging. Am nächsten Morgen war sie dann fort - die neu geschmiedete Axt auf ihrem Rücken.

Die folgende Reise stellte Moris Weltbild noch einmal auf den Kopf. Die Welt unter Tage war schon riesig, doch all das Oberirdische kam jetzt hinzu! Nicht zu vergessen das endlose Himmelblau und der Sonnenschein! Es war unglaublich. Und ganz schön furchteinflößend... Während dieser Zeit entdeckte Mori das Reisen für sich. Die neue Welt mit all ihren Facetten lenkte sie so sehr von ihrem eigentlichen Vorhaben ab, dass viele Monate verstrichen, bevor sich die Zwergi Amirith näherte.  
Sie konnte Händlerkarawanen begleiten, denen sie gegen Verköstigung ihre Dienste als Kriegerin anbot. Man nahm das kleine Zwergenfräulein nur solange nicht ernst, bis sie mal kräftig auf Putz haute.

Grundigag stellte sich als eine kleine Stadt im westlichen Teil des Landes Amirith heraus, wo Zwerge, Elfen und Menschen lebten. Doch aufgrund der Bedrohung durch Zandur waren viele nach Aran geflohen. So auch der gesuchte Zwerg. Mori verfolgte seine Spur... Bis in die Stadt Aron hinein.

Aufenthalt in Aron
Seine/Ihre Beschäftigung, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
Mori ist eine Kriegerin. Sie hat außerdem das ein oder andere über den Schlösserbau(und das Knacken von Schlössern) gelernt. In Aron ist sie auf der Suche nach Antworten.  Oder einem Abenteuer. Am Besten beides.

Wo wohnt er oder sie in Aron?
Kein fester Wohnsitz bisher.

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten
Charakterzüge:
Mori ist vor allem eines: launisch. Und von ihrer Laune hängt stark ab, wie sie sich anderen gegenüber verhalten wird. Ihre energiegeladene Art und ihr Repertoire an Schimpfwörtern sorgen immer mal wieder dafür, dass sie zaghaftere Gestalten einschüchtert, obwohl diese sie um Längen überragen. Misstrauisch werden Fremde beäugt. Jeder will irgendetwas. Und nichts gibt es umsonst. Gerne gibt sie sich barsch und unnahbar, oder wird wortkarg, wenn ihr etwas unangenehm ist. Manchmal ist sie auch störrisch wie ein Esel. Zwergischer Dickkopf eben. An guten Tagen hat man in der Zwergin jemanden gefunden, der gerne mit einem lacht und Unsinn treibt. Sie hat das Herz am rechten Fleck. Irgendwie. An Sonn-und Feiertagen zumindest...

Abneigungen:
Wie vielen Zwerge sind Mori tiefe Gewässer nicht geheuer, was auch daran liegen könnte, dass sie nicht schwimmen kann. Sie verabscheut zudem Dinge, die ihr Zwänge auferlegen, wie zum Beispiel eine arrangierte Heirat, oder eine Arbeit, die ihr nicht liegt. Leute, die sich verstellen oder um den heißen Brei herumreden, machen sie meistens schnell ungeduldig. Orcs und Goblins begegnet sie mit Misstrauen; zu oft musste sie schon gegen ihresgleichen kämpfen. Und so sehr sie Geschichten liebt - den lieben Tag Bücher wälzen, das ist einfach nicht ihrs.   

Vorlieben:
Gold, Alkohol und der Kampf zählen zu Moris Vorlieben. Was? Das zählt nicht, weil das bei jedem Zwergen so ist? Na gut.
Die Zwergin ist eine sehr freiheitsliebende Natur, die das Reisen für sich entdeckt hat. Sie mag den Nervenkitzel eines Abenteuers, das Umherstreifen in verlassenen, unterirdischen Gängen, das Gefühl, wenn ihre Axt in Fleisch schneidet, und das Geräusch, das ein Schloss verursacht, wenn es aufspringt. Funkelnde Dinge hortet sie wie eine diebische Elster. Und wenn jemand eine Geschichte erzählt,- und wenn er das auch noch richtig gut und mit Leidenschaft tut, dann wird die Zwergin ihm unweigerlich an den Lippen hängen.


Besondere Fähigkeiten:

Mori besitzt eine starke Willenskraft. Das macht es Magiern schwer, in ihre Gedanken einzudringen. Man glaubt außerdem gar nicht, wie hartnäckig und zäh so ein kleines Geschöpf sein kann. Ja, sie wird häufig aufgrund ihrer geringen Körpergröße unterschätzt, was ein Fehler ist; Mori ist nämlich ein richtiges kleines Kraftpaket. Und mutig. Für sie ist es nur selten ein Problem ihre Furcht zu überwinden um an ein Ziel zu gelangen. Ihre Fähigkeiten im Kampf gehören auch ganz klar zu ihren Stärken. Wenn man Mori kämpfen sieht, so meint man, ihre Axt wäre ein Teil ihres Körpers so geschickt und flink wie sie sich mit der Waffe anstellt, und wie fest sie mit ihr zuschlagen kann.
Zwergentypisch besitzt sie die Gabe, selbst bei sehr schlechten Lichtverhältnissen etwas zu erkennen. Außerdem scheint die Zwergin so etwas wie einen inneren Kompass zu besitzen. Unterhalb der Erdoberfläche findet sie sich erstaunlich gut zurecht - und scheint auch ein Näschen für den Aufenthaltsort von Gold und Edelsteinen zu besitzen.


Wünsche und Ziele
Mori will ein eigenständiges Leben führen. Sie will Drachen bekämpfen und zu Ruhm und Gold kommen. Sie möchte das Rätsel um ihren Vater aufdecken und am liebsten wäre es ihr, sie könnte Bestätigung finden, dass ihre Mutter Recht damit hatte, immer zu ihrem Mann gehalten zu haben.
#2
Hallo Mori!

Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Wunderschöne Charakterbewerbung, da habe ich praktisch nichts daran zu mäkeln! Schöne Geschichte, schön geschrieben, ausreichend lang, sehr gute Rechschreibung (ich bekomme immer Bauchschmerzen, wenn ich Texte mit zu vielen Fehlern lese *g*) - alles super!

Zwei Kleinigkeiten nur: Das Alter passt nicht so richtig, mit ihren 35 Jahren ist sie für Zwergenverhältnisse praktisch noch ein Kind, soll aber Schlosserin und Kriegerin sein? Und schon verheiratet werden? Vorschlag, setz' da mal eine "1" davor, dann passt das schon! ;-) Das zweite ist im vorletzten Absatz, da schreibst du "Und mutig. Mutig ist sie auch." - das war sicherlich nicht so gewollt, ich würde "Und mutig." behalten, das passt besser.

Pass' das Alter bitte an, den vorletzten Absatz je nach Wunsch so lassen oder anpassen, das ist mir nicht so wichtig. Ansonsten gebe ich den Char schon mal frei, dann kann sich jetzt der Zweitbeurteiler darüber her machen. Guck' mal, ob du irgendwo ein nettes Bildchen für deine Zwergin her bekommst, dann können wir das auch einpflegen.

P.S.: Ich fange vielleicht schon mal an, den Char im Wiki und im System anzulegen, also bitte erst einmal gucken, bevor der Zweitbeurteiler das ein zweites Mal macht. ;-)
#3
So, den Wiki-Eintrag habe ich schon mal angelegt: http://wiki.aron-rpg.de/index.php/Nchulmoria_Dursegan, den RP-Char ebenfalls, allerdings ist der momentan deaktiviert.

Mori, magst du in deinen Text noch irgendwo einen Satz einbauen, dass dein Char Mori genannt wird? Das lässt sich schlecht in dem Namen unterbringen, da funktioniert unser Systemm nicht so ganz, die Zeichenzahl ist begrenzt. :-(
#4
Moinsen und großes Dankeschön fürs Drüberlesen und Korrigieren

Oh, und ups, ich habe den Abschnitt mit dem Zwergenalter im Wiki überlesen und dann einfach irgendwas geschätzt. Habe das Alter auf 75 geändert und habe "Schlosser" rausgenommen. Wollte eigentlich gar nicht, dass es so wirkt, als hätte sie da schon ihre Prüfung abgelegt.
Den komischen Doppelsatz habe ich auch entfernt. Uuund den Hinweis zum Namen habe ich jetzt unter Herkunft untergebracht:
"Nchulmoria Dursegan wird sich euch an der Oberfläche nur als Mori vorstellen, denn das ist ihr Spitzname. "

[Bild: aab93e-1496737924.jpg]
Zu guter Letzt noch das Charakter-Bild. Habe die Erlaubnis, es zu benutzen.



liebste Grüße
#5
Mit dem Charakterbildchen meine ich nicht deinen Totenkopf, das ist dein Avatar. Bei uns kann man seinen Charakteren ein eigenes Bild zuweisen, das sind die die du immer über den Postings findest, z.B. hier: http://www.aron-rpg.de/thread-14.html, die 150x150px-Grafiken neben dem Namen der Charaktere (Sabina, Gabriel von Gond). Da etwas passendes für deine Zwergin zu finden, wird nicht leicht… Aber du musst auch keine Grafik haben, irgendwo hatten wir auch noch so allgemeine Grafiken für Charaktere ohne Grafik - wo auch immer die sind. Takana, Nagakura??

Ansonsten isst dann jetzt ja alles super! Irgendwie ist hier aber wohl gerade Sommerflaute und niemand ist da, den Char freizugeben. :-( Kommt schon noch…
#6
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil...737924.jpg

Dann muss ich mich wohl noch etwas gedulden. Ist ja nicht tragisch.

Jedenfalls Danke für deine Mühe!
#7
Sie haben geläutet?


Eine runde, gut geschriebene Bewerbung mit einer schlüssigen Geschichte. Kurz: eine Freude zum Lesen.
Lediglich am Alter der Zwergin könnte ich mich etwas aufhängen. Wenn ich richtig gesehen habe, wurde dieses zwar schon auf 75 angehoben, doch für mich ist das immer noch ein Teenager unter den Bergen. Aber daran soll es nicht scheitern. Von mir aus kann der Char gerne eingepflegt werden.
#8
Boah. Das ging dann doch schneller als gedacht! Vielen, vielen Dank auch an dich fürs Lesen und Beurteilen! Ich habe das Alter noch einmal um 20 Jahre erhöht, auch wenn es nicht zwangsläufig gefordert war.
Warum ich das Alter so "niedrig" halten wollte ist so eine Sache... Ich bin kein großer Freund dieser hundert - und aberhundertjährigen Charaktere, deren Hintergrund dann aber voll mit etlichen "leeren" Jahren ist, über die man keinen Satz verliert. Ist ja doch schon ziemlich lang, so ein Leben. 

Ich hoffe das ist jetzt so annehmbar. Und nochmal danke, ihr beiden!


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