Cliodhna aep Caomhan
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Name des Charakters = Cliodhna aep Caomhan
Charakterbild[Bild: m3y1-1-93d0.jpg]
Spieler = Cliodhna
Alter = 254 Jahre
Geschlecht = Weiblich
Rasse = Elfe
Beruf = Vagabundin

Aussehen Es ist die Farbe des Sonnenuntergangs, die ihr langes Haar ziert, die von Kupfer. Die des Nathilion'schen Salbeis. Die von Feuer und von Blut. Rot ist ihr Haar, dicht und geschmeidig wie das Fell eines Fuchses, des Tieres, das ihr immer wieder seinen Namen lieh. Es reicht ihr bis zur Hüfte, schwingt bei jedem ihrer Schritte mit, lässt unzähmbare Härchen ihr Gesicht umschmiegen. Eingeflochten in den förmlich brennenden Wellen sind für gewöhnlich Bänder in Grün und Gold, glitzernd bei jedem Lichtstrahl, der darauf fällt.
Doch wo ihr Haar geschmückt und an sich schon schmückend ist, ist ihr Gesicht, nimmt man es mit diesem Wort nicht allzu genau, beinahe schon als asketisch zu bezeichnen. Keineswegs hässlich oder gar langweilig, im Gegenteil, sie ist wie beinahe alle Elfen als schön zu beschreiben, jedoch schmucklos, schlicht in seiner Schönheit. Weder Narben noch Muttermale oder Unreinheiten jedweder Art unterbrechen die auffällig unauffällige Symmetrie, verunstalten die hohen, scharfen Wangenknochen oder die vollen Kirschlippen, nichts lenkt den Blick eines geneigten Beobachters ab von der roten Haarpracht oder den gletscherblauen Augen - nichts außer ihrem reizenden Lächeln, denn sie bemalt sich weder das Gesicht noch trägt sie, neben einer unauffälligen Kette, Schmuck.
Besagte Kette ist ein Anhänger an einer feingliedrigen Kette, beides aus einem ungewöhnlichen schwarzen Metall, der Anhänger hat die Form eines Triskel - einer dreifachen Spirale.
Die schlanke, anmutige, doch keineswegs zerbrechliche Gestalt ist für gewöhnlich in hervorragend gefertigte und gut instand gehaltene Reisekleidung gehüllt - bequeme Hosen, leichte Reitstiefel und gut sitzende Hemden, wie auch einen pelzbesetzten Mantel, der sie vor Kälte bewahrt. Sollte sie Grund haben, ihr Gesicht verbergen zu wollen, so hält dafür ein blauschwarzer Umhang mit großer Kapuze her, der aus ihr eine undefinierbare dunkle Gestalt von knapp sechs Fuß macht. Doch besitzt sie auch, was unter den Menschen als "weibliche" Kleidung angesehen wird. Keine Kleider zwar, da diese sie zu sehr einschränken würden, doch Röcke, die aus vielen Lagen dünnen Stoffes bestehen.
Die Haltung ist stets aufrecht, die strahlend blauen Augen funkeln, doch es ist schwierig auszumachen, welcher Ausdruck sich hinter diesem Glitzern verbirgt - ob es nun Amüsement ist, Begeisterung, vielleicht Verachtung oder Zorn, denn das leichte Lächeln verschwindet kaum jemals von ihren Lippen und der Rest des Gesichts mit dem erhobenen Kinn ist häufig so unleserlich als wäre es eine Maske. Die geschmeidigen Schritte scheinen auf den ersten Blick nicht einmal schwer genug zu sein, um Gras zu zertreten, und hinterlassen nur die leichtesten Spuren, während sie sich mit der lautlosen Anmut einer Katze durch die Welt bewegt - in Begleitung eines ungewöhnlichen Gefährten.
Ein Luchs streunt neben ihrem Pferd her, wenn sie alleine reitet, folgt ihr in sicherer Entfernung, wenn sie auf Jagd ist, beobachtet sie aus den Schatten, wenn sie umgeben von Menschen ist, wie ein Wächter, um sie an das Opfer zu erinnern, das sie brachte. Diese beiden haben eine seltsame Beziehung zueinander, denn das Tier ist nicht zahm, schmiegt sich jedoch nicht selten an sie, wenn sie alleine ist, würde sie mit seinem Leben verteidigen und die Beute teilen, doch weder würde es auf ihren Ruf hören noch sich in die unmittelbare Nähe anderer Leute begeben, geschweige denn in Ortschaften.

Herkunft & Familie

Dorra aep Caomhan ist ihre Mutter, eine Elfe aus dem Elfenreich Nathilion. Eine rastlose Frau, die in einem menschlichen Mann die einzige Liebe ihres Lebens fand, und die sich nach seinem Tod und dem Fortgang ihrer einzigen Tochter in die weiten Wälder Amiriths zurückzog.
Caspar Marx war der Elfe stets ein Vater, auch wenn sie nicht die leibliche Tochter des Menschenmannes ist – was ihm jedoch unbekannt war. Er war knapp über dreißig bei ihrer Geburt und wurde fast siebzig Jahre alt, bevor er dem Alter zum Opfer fiel.
Nithral na Ruadhri ist, im Gegensatz zu Caspar, tatsächlich Cliodhnas Vater – oder vielmehr, ihr Erzeuger, denn ein Vater war er ihr nie und wird es nie sein. Das mag jedoch damit zusammenhängen, dass er vermutlich nichts von ihrer Existenz weiß. Was aus ihm wurde, ist der Elfe unbekannt. Es mag sein, dass er von Zandur geschlachtet wurde, es mag sein, dass er ein Freiheitskämpfer wurde oder Nathilion rechtzeitig verließ.
Es ist ihr nicht bekannt, ob sie Geschwister besitzt. Es ist durchaus möglich, wenn auch unwahrscheinlich, dass ihre Mutter sich Gesellschaft suchte. Wahrscheinlicher ist, dass ihr leiblicher Vater nach ihrer Zeugung eine Familie gründete, war er damals doch nicht viel älter als seine Tochter es heute ist. Caspar hingegen hatte mit Sicherheit keine Kinder, hatte er sich doch als unfruchtbar herausgestellt.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Beginnen sollte man, wie stets, am Anfang, bei Dorra aep Caomhan, der Mutter Cliodhnas, welche knappe drei Jahrhunderte nach dem ersten Zandur'schen Krieg in der nathilionischen Stadt Olórea geboren wurde. Damals war die Erinnerung an den Schrecken für viele noch frisch – etwas, das die Elfe an die Sicherheit der weißen Mauern hätte fesseln sollen. Doch das tat es nicht, denn bereits Dorra war ein Teil der Rastlosigkeit zu eigen, die eines Tages einen gewaltigen Teil des Wesens ihrer Tochter ausmachen sollte.
Trotz der Tatsache, dass ihre beeindruckenden magischen Fertigkeiten ihr beinahe jede Tür in der elfischen Hauptstadt geöffnet hätten, trotz der Tatsache, dass es ihr an Verehrern und Bewunderern wegen ihres kupferfarbenen Haares nicht mangelte, und trotz der Tatsache, dass im Gedächtnis der Elfen gerade erst ein Krieg beendet worden war, empfand sie Fernweh und ging somit auf Reisen – oder zumindest glaubte sie das.
Denn tatsächlich war es nicht Fernweh, das sie umhertrieb, es war, wie sie nicht allzu lange darauf feststellte, die Suche nach Erfüllung, nach ehrlicher Liebe – Liebe, die sie in einem Dorf in Aran fand, in Gestalt eines menschlichen Mannes. Die Heirat mit Caspar Marx ließ nicht lange auf sich warten, und die anderen Bewohner des kleinen, doch durchaus wohlhabenden Dorfes akzeptierten sie – mit Vorbehalt zwar, doch sie akzeptierten sie.
Dennoch ließ eines Warten zum perfekten Glück: ein gemeinsames Kind, und das nicht, weil sie es nicht versuchten. Keine Kräuter, keine Salben, keine Gebete oder Zauber halfen, und Dorra, die sich kaum etwas anderes mehr wünschte als einen Sohn oder eine Tochter, wurde traurig und still, als sie, beinahe unberührt vom Zahn der Zeit, dem ausdauerndsten aller Jäger, zusehen musste, wie ihr Mann langsam verwelkte.
Er war dreißig und sie beide seit fast zehn Jahren verheiratet, als ein kleiner Trupp Elfen durch das Dorf reiste, Boten auf der Durchreise, unter ihnen ein Mann, der Dorra noch aus Olórea kannte, und als er sie hier wiedersah, an einem Ort, an dem er sie sicherlich nicht erwartet hätte, regte sich etwas in ihm. Hach, wie hätte er ihr auch wiederstehen können, der schönen Dorra mit dem Kupferhaar? Er verführte sie, ob nun auf ehrliche oder unehrliche Weise, und jene, niedergeschlagen und enttäuscht von ihrer Unfähigkeit, ihrem Ehemann ein Kind zu schenken, gab in einem Moment der Schwäche nach.
Es war nur wenige Monate nach der Abreise der Abgesandten, nach diesem Vorfall, der sich niemals wiederholte, als sie mit Staunen bemerkte, dass sie schwanger war, etwas, das Anfangs mit größter Freude begrüßt wurde. Doch schon bei der Geburt des Mädchens wurde der Mutter klar, dass dieses Kind eine Elfe durch und durch war. Es war die Tochter von Nithral na Ruadhri, nicht die von Caspar Marx. Dieser jedoch ahnte nichts davon, ebenso wenig wie die anderen Bewohner des Dorfes. Woher hätten sie es auch wissen sollen – immerhin war der Anblick von Elfen selten, und der von Halbelfen noch seltener.
So wuchs das Mädchen umgeben von Menschen auf, die einzige ihr bekannte Elfe war ihre Mutter. Diese unterrichtete sie in jenen elfischen Künsten, die auch sie selbst in ihrer Jugend erlernt hatte: dem Bogenschießen, der flinken, fließenden Kampfkunst der Elfen, der Geschichte ihres Volkes und in der Magie, die im Magierturm der elfischen Hauptstadt gelehrt wurde, und sie war es auch, die ihre Tochter als erste liebevoll "Füchsin" nannte - ein Neckname, der sich durch ihr restliches Leben ziehen sollte. Von ihrem Vater und dem Rest der Dorfbewohner hingegen erfuhr Cliodhna, was es hieß, menschlich zu sein, sie lernte die Fertigkeiten der Menschen und deren doch wesentlich pragmatischere und weitaus skrupellosere Einstellung zum Leben.
Pragmatisch genug, um nicht zu viel zu trauern, als der Tag kam, dass ihr Vater sich seiner Menschlichkeit ergeben musste und im Alter von siebzig starb. Zwar liebte sie ihn, doch im Gegensatz zu vielen anderen gelang es ihr, menschliches und elfisches Erbe zu verbinden, beider Welteinstellungen unter einen Hut zu bringen, und so ergab sie sich dem steten Lauf der Zeit und akzeptierte den Tod als Teil und unabwendbares Ende des Lebens. Doch nun, wo der Anker der beiden Elfenfrauen gestorben war, sah Cliodhna keinen Grund, zu bleiben, auch wenn sie für elfische Verhältnisse noch lange nicht erwachsen war. Schon als kleinstes Kind hatte es sie geärgert, wenn es keine Antwort auf eine Frage oder keine Frage zu einer Antwort gab, und so nahm sie Abschied von ihrer Mutter, vom Rest des Dorfes, das sie mit aufgezogen hatte, und verschwand bei Nacht und Nebel.
Auf ihre Reise nahm sie nur mit, was sie am Leibe trug, Bogen und einen pfeilgefüllten Köcher sowie ein Jagdmesser. Sie war bei weitem nicht so gut wie die Waldläufer, von denen Dorra erzählt hatte, hatte sie doch bis dahin nur in Gesellschaft ihrer Mutter auf die Jagd begeben, doch es reichte aus, und sie lernte schnell. Anfangs eine neugierige, lebensfreudige Streunerin durch die Wälder Arans, nur selten in Kontakt mit Menschen, dann eine Wanderin durch die Ausläufer der Trollberge. Schließlich kam sie im Länderdreieck von Laruda, dem heutigen Gond und Amirith an, wo die Elfenwälder beginnen.
Ach ja, die wilden, weiten Wälder Amiriths... In ihnen lernte sie eine elementare Wahrheit, eine, die den Waldelfen schon immer bekannt war: wenn man dem Wald zuhört, so spricht er mit einem, und wenn man den Wald respektiert, so wird er es einem vergolten. Dort, weit genug entfernt von den anderen Elfen, um nicht unmittelbar in ihr Hoheitsgebiet einzudringen, doch nah genug, um keine Kuriosität für jeden darzustellen, der sie eventuell sehen mochte, lernte Cliodhna eine Fee kennen - eine Fee, die sie sich die etwas verwilderte Elfe seltsamerweise augenblicklich als Freundin erkor und diese manches Mal beinahe in den Wahnsinn trieb, da sie einfach nicht den Mund halten wollte, doch langsam gewöhnte sie sich an die Gesellschaft des überraschend einsamen Windlings, die ständig vor sich hin summte, erzählte, zu unhörbarer Musik tanzte und sich der einfachsten Dinge erfreute. Lathí, wie sie sich nannte, war zweifellos eine ungewöhnliche Vertreterin ihrer winzigen Art und die zweite Person, die Cliodhna mit einer Füchsin verglich. Entweder sah sie die Unterschiede zwischen ihnen beiden nicht oder wollte sie nicht sehen, denn sie war dazu noch jemand, der sie ganz und gar als ihresgleichen behandelte. Als größere, stärkere und flugunfähige Version von ihresgleichen. Sie hörte zu, wenn die Elfe auftaute und erzählte, und wenn diese es nicht tat, so hörte die Fee nicht auf zu schnattern. Sie war seltsam befreiend für Cliodhna, diese ungewöhnliche Freundschaft, und obendrein überaus lehrreich, denn die Fee hielt sich nicht zurück mit ihren Zaubereien, und die wissensdurstige Elfe schnappte mehr als nur das eine oder andere auf.
Doch die Anwesenheit einer Fremden blieb den Waldelfen nicht unbemerkt, und nach einer Weile erhielt sie eine freundliche Einladung nach Galadh-Thond. Eine Einladung, der sie, wenn sie ehrlich war, nur allzu gern nachkam. Sie war keine von ihnen, doch sie war ihnen ähnlich genug, um sie mit offenen Armen willkommen zu heißen. Sie zählte damals etwas mehr als ein halbes Jahrhundert, noch nicht erwachsen für eine Elfe, aber auch kein ganzes Kind mehr, und verbrachte mindestens zwanzig Jahre in den lebenden Hallen unter den uralten Eichen, begierig, die Lehren und Geschichten ihrer Mutter bestätigt zu sehen. Doch diese hatten Cliodhna nicht auf die Verbundenheit dieser Elfen mit dem Wald vorbereitet. Ihre Herzen schien im Einklang zu schlagen mit dem Pulsieren des Lebens in den grünen Weiten, ihr Blut, so schien es der Füchsin, rauschte gleich dem Wind in den Wipfeln der Bäume. Dort lernte sie wahrhaftig die Meisterschaft mit dem Bogen, auch wenn ihr stets ein winziges Etwas fehlte, um mit den Waldläufern auf einer Stufe zu stehen. Es mochte der Instinkt sein, mit dem sie geboren wurden, es mochte die Tatsache sein, dass sie nie so draufgängerisch, vielleicht gar leichtsinnig war wie die Waldelfen, doch sie wurde nie ganz so gut wie diese.
Es hielt sie nicht gar lange genug dort, um herauszufinden, was es nun war, denn obwohl sie dort durchaus glücklich war, war die Unruhe in ihr gewachsen, ihr juckten förmlich die Füße, ihre Wanderschaft fortzusetzen, und bei ihrem diesmaligen Verschwinden nahm sie keinen Abschied, als sie sich in die streitbaren und zerstrittenen Fürstentümer absetzte, die heute das Land Gond bilden. Das war etwa zwanzig Jahre, bevor die Orks aus Laruda in die nördlichen Provinzen einfielen, dennoch war Cliodhna nur selten willkommen, eine Tatsache, die ihr wenig ausmachte. Damals hielt die Bildung noch keinen hohen Stellenwert in dem zerrissenen Land inne, war so recht reizlos für die Elfe, die ihre Reisen in die waldlosen Ebenen Usoms fortsetzte, wo sie eine Frau kennenlernte, die statt mit ihrem Mund mit ihren Händen sprach, weil ihr die Zunge herausgeschnitten worden war, dann in die eisigen Weiten Khasans, wo sie zu ihrem größten Erstaunen einem einsamen, doch belesenen Ork begegnete, bis sie schließlich in Andoran den bisher faszinierendsten Gesellen ihrer Reisen traf.
Er nannte sich Roran, und auch wenn das vermutlich nicht sein Geburtsname war, begnügte sie sich damit. Er war, was man einen Dieb nennen mochte - doch er stahl auf Auftrag, ganz einer käuflichen Klinge gleich, doch mit wesentlich weniger Blut. Er wurde beauftragt, wertvolle Gegenstände... umzuverteilen, und wurde für die Lieferung jener dann auch bezahlt. Die Gegenstände mochten uralte Artefakte sein, unbezahlbare Dokumente, kostbares Geschmeide, alles zweifellos mehr wert als er von seinen Auftraggebern bekam - eine Tatsache, die ihm durchaus bewusst war, doch es war für ihn wesentlich sicherer, wenn er einen Abnehmer hatte und besagten nicht erst suchen musste. Für seine Auftraggeber nur unter dem Decknamen des Wolfes bekannt, nutzte er eine Maske und Magie, um seine Identität sowie sein Kommen und Gehen während seiner Aufträge zu verbergen, doch hatte er die blöde Angewohnheit, Auftragsmörder auf sich selbst anzusetzen, schlichtweg um zu sehen, ob er gut genug war, diesen zu entkommen, um des Nervenkitzels willen. Cliodhna war seltsam fasziniert von diesem ungewöhnlichen Mann, ein Gefühl, das sich rasch als gegenseitig herausstellte, denn auch ihm war die merkwürdige Frau aufgefallen, die mit elfischer Stimme die Lieder von Feen sang, wie ein menschlicher Bierkutscher fluchte und Zauber webte, die weit über das hinausgingen, das im Rahmen seiner Fähigkeiten oder gar Möglichkeiten lag. Dieser Mann war der erste, zu dem die Elfe Gefühle hatte, die weit über Freundschaft hinausgingen. Zu Anfang ihrer Beziehung weigerte er sich, die Elfe zu lehren, was er konnte und wusste, und das trotz ihres offenkundigen Interesses, doch gelang es ihr, ihn zu überzeugen. Er zeigte ihr, wie sie ihre von Natur aus graziösen Schritte so lautlos setzte wie eine Katze, wie sie trotz ihres roten Haars mit den Schatten verschmolz, wie sie mithilfe von Magie jenen Sand in die Augen streute, die sie nicht sehen sollten und vor allem liebte er sie. Es gab einige Dinge, die die Füchsin und der Wolf zusammen enteigneten, doch als aus Monaten ihres Verbleibs in der Stadt langsam Jahre wurden, so wuchs auch ihre Unruhe - und er wusste es. Sie war nicht für jene langlebigen Beziehungen gemacht, die viele Elfen hegten...
Nach jenem Abschied, der ihr am schwersten von allen fiel, die sie bis dahin erlebt hatte, zog sie weiter nach Ymir, das Land der Mythen, wo sie in ihrer Neugier einem Gerücht nachging, nach jenem sich in den Bergen, fern der Zwergenstädte (die sie ebenfalls nur zu gerne gesehen hätte, doch war sie des Lebens nicht müde genug, um sich nach Khaz-Dinar oder Khaz-Dumron zu begeben und den Zwergen dort zu begegnen) uralte Tempel eines unbekannten Volkes befinden sollten. Sie musste diese Legenden bestätigt oder negiert sehen, etwas anderes wäre nicht mit ihrem Wesen zu vereinbaren gewesen, und so begab sie sich trotz der lebensfeindlichen Umstände in die kalten Berge, wo sie tatsächlich auf uralte, verwitternde Bauten stieß. Noch immer eindrucksvoll, trotz ihres Zustand, doch nur einer dieser Tempel war gut genug erhalten, um ihn zu betreten. Einer der anderen war zusammengestürzt, der letzte beinahe verschwunden unter den Felsen, die ein Bergrutsch auf ihn hatte hinabstürzen lassen. 
Der erste hingegen, der einzige erhaltene, war nicht gänzlich unbewacht. Dutzende Augenpaare sahen aus dem Schatten zu, wie Cliodhna sich den Toren näherte - die Augen von Luchsen. Jenen Tieren, denen nachgesagt wird, durch das Verborgene sehen zu können, die Aufdecker von Geheimnissen zu sein und die Hüter der Wahrheit, was in diesem Fall tatsächlich stimmte, denn der Tempel, den die Elfe betrat, war eben der Wahrheit gewidmet, während die anderen beiden, so fand sie heraus, für Leben und für Tod standen, Entitäten, die dieses Volk, dessen Herkunft sie nicht bestimmen konnte, verehrt hatte. Zu ihrer anfänglichen Enttäuschung befand sich in diesem Tempel lediglich eine Schatulle auf einem Podest, mit der Aufschrift, sie würde sich nur öffnen, gebe man der Wahrheit, was sie am meisten wünscht. Kein Wissen, das sie kannte, hätte die Schatulle zum Öffnen bewegt, und so traf die Elfe die einzige ihr logisch erscheinende Entscheidung: sie gab ihre Fähigkeit zu lügen auf, woraufhin sich das Kästchen öffnete und eine Halskette aus schwarzem Metall offenbarte, mit dem Anhänger eines Triskel, eines Symbols der drei an diesem Ort verehrten Dinge. Bis zum heutigen Tag trägt sie die Kette und hat zum Teil noch mit den Konsequenzen ihres Opfers zu kämpfen, und von jenem Tag begleitet sie auch einer der Luchse, die über jenen uralten Tempel gewacht haben und bis auf diesen einen spurlos verschwanden. 
Von Ymir führte ihre Reise sie in das wilde Maraska, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben den Katzenwesen begegnete, deren raue Wildheit und uralte Geschichten sie faszinierten, anders als die der Visedoten, mit denen sie auf die erste und letzte Seefahrt ihres Lebens begab - eine Seefahrt, die sie in das Land ihrer Vorfahren trug, eine Fahrt, bei der sie und der sie begleitende Luchs beinahe ihr Leben verloren, da sie in einen Sturm gerieten.
In Nathilion suchte Cliodhna die Stadt der Träume auf, das bezaubernde und zauberhafte Olórea. Die Stadt mit den silberweißen Mauern, die Stadt, der die Arroganz aus jeder Pore dünstete, die Stadt, aus der ihre Mutter vor damals zwei Jahrhunderten förmlich geflohen war, die Stadt, in der sie willkommen geheißen wurde wie eine verlorene Tochter... was nicht ganz unwahr war. Für die nächsten Jahre, Jahrzehnte, wurde der Magierturm und die Schulen der Krieger in der schillernden Hauptstadt der Elfen Ort ihres Lernens und Lebens und doch konnte man ihr dort nicht so viel beibringen wie man erwarten könnte. Viele der dort gelehrten Dinge waren der Elfe von ihrer Mutter beigebracht worden, und obendrein hatte selbst das Wissen des langlebigen Volkes seine Grenzen - Grenzen, die Cliodhna in ihren Reisen aufgeweicht hatte. Sie hatte Magie von mehreren Meistern gelernt, und was sie gelernt hatte, war nicht allein die elementare Magie, die einen Großteil des elfischen Studiums bildete. In Olórea lernte sie auch die Eloquenz der Elfen, deren Lieder sowie deren Manieren, die im Zweifelsfalle auch am Hofe angebracht sind, doch obwohl sie in der weißen Stadt länger verharrte als irgendwo sonst, so war es doch nicht in ihrem Wesen, sich dort niederzulassen, und die Entscheidung, zu gehen, traf sie, als Nachricht von Zandur an den Küsten des Landes erklang. Sie, obwohl sie so viel Zeit zwischen den Elfen verbracht hatte, war in ihrem Wesen nicht zu blind, um sehen zu können, dass dieser Kampf nicht zu gewinnen war, und auch nicht arrogant genug, um trotz dieses Wissens einen aussichtslosen Krieg zu führen.
Und wieder einmal verließ sie die Elfen bei Nacht und Nebel, verschwand in Richtung des Fundalgebirges, ganz wie ihre Mutter es getan hatte. Ein Kreis, der sich schloss. Nach ihrer Flucht schloss sie sich schließlich in einer der Städte Arans den Gauklern an, die vor wenigen Stunden in Aron ankamen.

Aufenthalt in Aron
Seine/Ihre Beschäftigung, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten: Im Augenblick zieht sie mit einer gemischtrassigen Gruppe Gaukler und Schausteller herum, unterhält die Mengen, ob nun jung oder alt, mit Geschichten, Liedern, die sie in ihrer angenehmen Stimme vorträgt, mit harmlosen Zaubereien, die ihren Erzählungen Kraft verleihen, doch auch vor dem Tanz oder dem Schauspiel schreckt sie nicht zurück. Ihr gefällt dieses unvorhersehbare, unruhige Leben, doch sie hat nicht vor, ewig dort zu bleiben. Eine Lehre zu einem Beruf hat sie nie durchlaufen, das meiste ihres Wissens, das sich nicht auf die Magie oder Kampfkünste beschränkt, ist theoretischer Natur, doch hätte sie sicher Möglichkeit, als Hauslehrerin Anstellung zu finden, als Magierin in einer städtischen Gilde, sie könnte sich als Jägerin oder Heilerin durchschlagen oder dank ihrer Fähigkeiten mit Bogen und Klinge eine Söldnerin werden.
Wo wohnt er oder sie in Aron? Genau genommen wohnt sie nicht innerhalb der großen, lärmenden Stadt, doch ihr Wohnort ist nicht weniger laut - es ist ein schlichtes Zelt am Rande eines farbenfrohen Zeltlagers knapp außerhalb der Mauern, in dem nicht nur die Gaukler und Schausteller ihr Unwesen treiben, sondern auch jene, die sich eine Vorstellung auf der Bühne nicht entgehen lassen wollen.

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten
Charakterzüge: 
 Die Elemente und die wilden Tiere kennen nicht Vernunft und Trägheit. Nur jene, die es tun, entziehen sich dem natürlichen Fluss der Welt: und genau das tut Cliodhna nicht. Seit sie sich erinnern kann, spürte sie den rasenden Puls der Welt um sie herum, das unruhige Atmen der Erde, das Wirbeln der Winde, die sich danach sehen, alles in ihrem Wege davonzutragen, und sie ergab sich dem, sobald sie dazu in der Lage war. Sie ließ sich von nimmerruhenden Fluten treiben, spielte faszinierend mit dem rastlosen Feuer. Sie ist nicht dazu gemacht, lange an einem Ort zu verharren, ist nicht geschaffen für ein beständiges, ruhiges Leben. Es treibt sie dabei nicht einmal unbedingt Langeweile voran, sondern ein unbestimmter Drang. Fernweh vielleicht, der Drang, die Welt zu sehen, der Wunsch, das zu verstehen, was nicht von sterblichen Geistern verstanden werden kann. Nichts und niemand konnte sie je dazu verführen, für lange an einem Ort zu bleiben. Sie kann sich mit Charme und Eloquenz beinahe überall einfügen und sticht so nur äußerst selten unangenehm heraus.
Nicht jene, die über Städte und Reiche gebieten, sind die mächtigsten, denn sie gebieten nicht über sich selbst, es sind jene die mächtigsten, die Macht über sich selbst haben: und die Elfe ist zu letzteren zu zählen. Man mag sie als zurückhaltend beschreiben, selbstbeherrscht. Stets kann man das leichte Schmunzelnd bewundern, mit dem sie die Welt und ihre Bewohner begrüßt, und schafft man es, sie zu amüsieren, so mag sich ein belustigtes Grinsen auf ihre Lippen schleichen, gar ein leises Lachen. Doch die wenigsten haben sie je befreit lachen hören, was durchaus als Schande zu beschreiben sein mag, ist das perlende Geräusch doch wundervoll mit anzuhören. Auch ihr Zorn ist keineswegs unmöglich heraufzubeschwören, doch selbst bei diesem schleicht sich höchstens ein scharfes Blitzen in die hellblauen Augen, welches ihre Verachtung gegenüber dem Objekt ihrer Wut ausdrückt. Selten rutscht ihr im Zorn die Hand oder das Wort aus, solange man sie nicht zu heißer Rage treibt, denn da ist alle Zurückhaltung vergessen und sie entfesselt gegenüber ihrem Gegner all ihre beachtlichen Fähigkeiten - doch das wird wohl keiner schaffen, der sie nicht allzu gut kennt und somit weiß, dass es nicht unbedingt weise ist, sie übermäßig zu reizen.
Am Gewissen jenes Siegers, der tatsächlich gewillt ist, über Leichen zu gehen, nagen die Verlierer nicht, die leblos unter ihm liegen: und sie ist jener Sieger, der sich nicht scheut, alles für sein Ziel zu tun, hat sie es sich einmal gesetzt. Obwohl sie das Gesicht einer Elfe zur Schau stellt, deren Rätselliebe und Langlebigkeit, so offenbart sich beim näheren Kennenlernen eine Skrupellosigkeit, die von allen vernunftbegabten Völkern der der Menschen am ähnlichsten ist. Sie betrachtet das Leben pragmatisch, schätzt es nüchtern ein und stellt fest, dass es nur selten ist, wie sie und jeder andere es gerne hätte. Deswegen scheut sie nicht vor radikalen Mitteln, ihr Ziel zu erreichen - vor Diebstahl, Betrug, gar Mord, wenn es nötig ist, auch wenn sie stets versucht, es nicht so weit kommen zu lassen. Sie braucht keine Kluft zwischen sich und dem Gesetz, doch im Zweifelsfalle wird sie vor nichts zurückscheuen. Der Erfolg ihrer Taten stehe hierbei auf einer anderen Seite, doch ist sie der Überzeugung, das Regeln und Gesetze nur so lange wichtig und nützlich sind, wie sie einen nicht daran hindern, persönliche Erfüllung oder Wissen zu suchen. Letzteres geht über ersteres, was wohl einer der Gründe sein mag, dass es Cliodhna so schwer fällt, sich gesellschaftlichen Erwartungen der Menschen zu fügen, wie sich eine Frau und obendrein eine Elfe zu benehmen hat, doch sie trotzdem gewillt ist, es zu tun, sollte es notwendig sein.
Ein Leben ohne Lebensfreude gelebt ist lediglich eine Existenz - nur wer sich an den kleinen Dingen erfreuen kann, kann es auch an sich selbst: und nichts anderes hat die Füchsin vor. Wie ihre erste nicht-menschliche Freundin, eine Fee, kann sie sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, wie am Glitzern von Sonnenstrahlen auf Wasser, dem Aufblühen des schlichtesten Unkrauts, dem Duft nach Regen. Sie hat keine hohen Ansprüche, braucht nicht viel für ihr Glück außer Ruhe und einem guten Buch oder einer altertümlichen Schrift. Trotz ihres Pragmatismus kann sie Freude finden an schlichten Dingen wie dem Erzählen von Geschichten, kann sich viele Stunden lang in der Lösung eines Knobelspiels vertiefen. Sie mag vielleicht nicht vor Lebensfreude sprühen, doch immer wieder traf sie Menschen, die mit Verwunderung fragten, wie sie trotz ihres Alters und ihres Wissenschatzes so voller Leben sein kann wie sie ist. Sie interessiert sich stets für die Menschen, denen sie begegnet, und sollte man den Drang verspüren, ihr seine Geschichte zu erzählen, wird sie aufmerksam zuhören und vielleicht den einen oder anderen Ratschlag erteilen.
Wissen ist ein Schatz, der nicht gestohlen werden kann, doch auch ein Schatz, der wertlos ist, fehlt einem die Weisheit, ihn zu verstehen oder die Vernunft, ihn zu nutzen: und die Elfe ist stets auf der Suche nach diesem wertvollsten aller Schätze. Nicht Wissen um Macht willen, sondern um des Wissens willen ist, was sie so fieberhaft sucht. Sie strebt stets nach mehr Wissen und Erfahrung im Bereich der Magie, ihrem wohl besten Fach, doch vor allem ist es der beinahe fieberhafte Wunsch, zu verstehen, der sie umhertreibt, sie dazu bringt, manchmal gefährliche Fragen zu stellen, sich gefährliche Lehrer zu suchen, sich an gefährliche Orte zu begeben. Die Welt zu verstehen, sich selbst zu verstehen, das immerwährende Warum zu verstehen. Es ist nicht einmal so, dass ihr Ziel die Beantwortung aller Fragen ist, die sie hat, denn dann hätte das Leben für sie keinerlei Reiz mehr - außerdem hat sie immer mehr fragen, denn eine Eigenheit von Antworten ist wohl die, dass sie für gewöhnlich mehr Fragen aufwerfen als sie verwerfen. Vielleicht ein Nebeneffekt ihrer Suche, vielleicht auch schlicht das Erbe ihres Volkes ist wohl ihre Vorliebe und ihr Geschick für Rätsel sowie die scharfen Augen, die aufmerksam auch kleine Details des Geschehens um sie herum wahrnehmen.
Die Wahrheit kann eine Klinge sein, mit der man andere erschlägt, doch sie kann auch Poesie sein, jene Wahrheit, die in Schönheit steckt. Sie ist das höchste Gut, sie ist die größte List: und Cliodhna ist daran gebunden, sie stets zu sprechen. Man mag es einen Fluch nennen, vielleicht war es genau das, doch würde das im Grunde der Definition eines Fluches widersprechen, gab sie doch die Fähigkeit zu lügen mehr oder minder freiwillig auf. Dabei kann man nur vermuten, dass eine Frau mit ihrer Selbstbeherrschung eine herausragende Lügnerin wäre... Was zu einem Teil stimmt. Zwar ist es wahr, dass keine direkte Lüge ihr über die Lippen kommt, es ist, als würde sie an Unwahrheiten würgen, doch heißt das nicht, dass man mit ihren Worten minder vorsichtig sein sollte als mit denen jedes anderen, denn sie hat die Kunst zur Perfektion gebracht, die Wahrheit zu sagen, ohne tatsächlich etwas zu verraten. Halbwahrheiten verheimlichen nur allzu häufig ihre Absichten, nichts hindert sie daran, über etwas zu schweigen oder etwas zu sagen, aber etwas anders zu meinen. Zudem es hierbei sehr auf ihre Wahrnehmung von Lüge anzukommen scheint. So hat sie keinerlei Schwierigkeiten dabei, erfundene Geschichten zu erzählen, was wohl damit zu tun haben mag, dass sie der Überzeugung ist, jede Geschichte habe einen wahren Kern. Einem geneigten und aufmerksamen Betrachter mag auffallen, dass sie stets achtsam ist, was und wie sie es sagt, und so immer einen Augenblick für eine ihrer wohlüberlegten und wohlformulierten Antworten braucht.

Abneigungen: Die Elfe kann Lügen nicht leiden, noch findet Propaganda, egal für wen, bei ihr Anklang. Dummheit findet sie gar verachtenswert - hier sei mangelnde Bildung ausgenommen, die ebenfalls nicht erstrebenswert ist, doch für die sie Verständnis hat. Sie kann mutwillige Zerstörung nicht gutheißen, und Leute, die grundlos unhöflich sind, ernten von ihr höchstens ein verächtliches Schnauben, doch sicherlich keine freundlichen Worte. Sie hat eine zuweilen etwas merkwürdig anmutende Abneigung gegen den Geruch von Fisch und sie fürchtet sich vor allzu tiefen Gewässern, was sie eher weniger zu einer Freundin der See macht. Ebenso sehr verabscheut sie enge Räume oder das Gefühl des Eingesperrt-Seins, mag es nicht, in etwas beschränkt oder irgendwo festgehalten zu werden. Die schwüle Hitze sudländischer Sommer schlägt ihr schnell aufs Gemüt. Sie ist nicht sonderlich angetan von allzu engen Bindungen, auch wenn sie sich durchaus gern mit anderen anfreunden tut, und so, wie ihr die Feen am liebsten sind, sind ihr die Zwerge und Orks am meisten suspekt.
Vorlieben: Cliodhna liebt das Exzeptionelle, das Extraordinäre, das Ungewöhnliche. Man wird nie sehen, dass sie vor dem Unbekannten die Nase rümpft, auch wenn Vorurteile ihr nicht gänzlich fremd sind, ist sie doch immer begierig, neues kennenzulernen. Sie begeistert sich für beinahe jeden Zweig der Magie, und auch wenn sie keine aktive Nutzerin der Praktiken ist, die gemeinhin als dunkle oder schwarze Magie bezeichnet werden, so verdammt sie diese auch nicht und beherrscht sie sogar theoretisch. Sie liebt Wälder und Zeit in eben diesen zu verbringen, sie hat ein Herz für Tiere, vor allem für Katzen jeder Art, Füchse und Pferde. Sie ist stets begierig, neues zu lernen, und mit alten Schriftrollen und wertvollen Büchern kann man sie zu eigentlich allem überreden. Ihr liegen Rätsel und Herausforderungen der intellektuellen Art, was wohl ein Erbe ihres Volkes ist, ebenso wie die Vorliebe zum Erzählen von Geschichten. Von allen vernunftbegabten Wesen sind ihr die kleinen Feen am liebsten, auch wenn sie großen Respekt vor Drachen jeglicher Art hat.
Besondere Fähigkeiten: Die Elfe, die im Vergleich zu anderen ihrer Art noch jung ist, ist eine herausragende Magierin. Keine Meisterin per Definition, zumindest der Definition der Elfen, doch hat sie neben einer weit überdurchschnittlichen angeborenen magischen Macht ein großes Repertoire an Zaubern verschiedener Völker, zumindest einen groben Einblick in jede bekannte magische Schule und obendrein ein natürliches Talent. Während ihres Aufenthalts bei den Waldelfen Amiriths und den einsamen Wanderungen durch die Wildnis erwarb sie gewisses Geschick mit dem Bogen und hat sich als durchaus passable Jägerin herausgestellt, die sich an ihre Beute heranpirschen kann, wenn nötig, und während ihrer Reisen erlernte sie notgedrungen, doch ohne große Begeisterung den Kampf mit dem Bastardschwert, um sich im Notfall verteidigen zu können. Dass die Elfe obendrein sehr belesen ist, mag keine Fähigkeit, doch sicherlich erwähnenswert sein.

Wünsche und Ziele Sie glaubt kaum, dass sich an ihren Zielen in nächster Zeit viel ändern wird, denn das hat es in den letzten zwei Jahrhunderten auch nicht getan. Für den Augenblick würde es ihr ausreichen, jedes Buch der Aron'schen Bibliothek zu lesen und ein wenig im Magierturm herumzuschnüffeln, vielleicht mehr über den Fluch herausfinden, der verhindert, dass sie lügt, und was danach kommt, wird sie noch sehen. Vielleicht reist sie weiter nach Gond und sieht, ob sie es an eine der Universitäten schafft.
#2
Oha, was für ein Epos. Super! Und ein schönes Avatarbild. Die Länge ist sogar passend um das jahrhundertelange Leben einer Elfe gut auszufüllen. Und viele Fakten aus der Materialsammlung unserer Spielwelt sind hinein gearbeitet. Wirklich beachtlich und beeindruckend. An ein paar Stellen hatte ich schon gedacht »und da könnte ich jetzt mit einem Plot ansetzen« Und dann ging es doch noch weiter...

Eine Sache muss ich dazu allerdings ansprechen:

Zitat:...äußerst geschickt mit dem Bogen,,.. ist eine herausragende Magierin..., lautlos heranschleichen wie eine Katze...
Hauslehrerin Anstellung zu finden, als Magierin in einer städtischen Gilde, sie könnte sich als Jägerin oder Heilerin durchschlagen, dank ihrer Fähigkeiten mit Bogen und Klinge eine Söldnerin werden, oder, sollte sie sich vom Gesetz abwenden wollen, so dürfte sie als Attentäterin oder Diebin

Mmmh das sind ganz schön viele Superlative auf einmal.

Ich weiß ein besonderer Reiz der Rollenspiele ist es ja die Momente zu erleben, in denen man selber -oder genauer sein liebgewonnener Charakter- glänzen kann, und man fürchtet sich ein wenig vor den Momenten in denen man kein Land sieht oder meint nicht zum Zug kommen zu können. Aber man sollte auch anderen (auch den NSCs) gönnen, ihre Glanzmomente zu haben statt mit einem »Achja, und das könnte ich eigentlich auch, wahrscheinlich sogar besser...« dazwischen zu grätschen. Die spannensten Geschichten entstehen sowieso, wenn ein Charakter auf dem falschen Fuß erwischt wird und kräftig strampeln und sich was überlegen muss, wie er Situationen löst, wo er die Lösung nicht im Vorbeigehen aus dem Hut zaubern kann. Also Mut zur Lücke; wir sind ja alle Nett hier und hauen keinen willentlich in die Pfanne.

Der Charakter ist gut keine Frage und soviel müsste meiner Meinung nach gar nicht geändert werden. Nur einfach hier und dort ein wenig die Elfe ein Stück zu entschärfen.

Zum Beispiel könnte ich mir vorstellen, dass Sie alles mal ausprobiert hat  und zu einigermaßen nützlichen Grundfertigkeiten oder hauptsächlich theoretischem Wissen kam, bei Ihrer flatterhaften Natur aber schnell die Lust verliert, durch ständiges Üben diese Fertigkeiten zu erhalten oder sogar zu meistern.
Ich würde empfehlen, Dir eine Priorisierung zu überlegen, welche der in ihrem langen Leben kennen gelernten Fähigkeiten Dir am wichtigsten für diesen Charakter sind und sie dementsprechend abzustufen. Mit ein paar Dingen hat sie sich in ihrem Langen Leben intensiv beschäftigt (beispielsweise mit der Magie) Bei manchen hat sie ausreichend Grundfertigkeiten mitbekommen um einigermaßen zurecht zu kommen (kämpfen und jagen.) und den ein oder anderen Trick noch mitbekommen, der manchmal nützlich sein könnte (z.B. einen speziellen Meuchlergriff oder wie man einfache Schlösser aufbekommt).

Mann kann hier ja nach und nach mehrere Charaktere in seinem Portfolio zum Spielen haben. Wenn Dir also noch nach einem zwielichtigen Halbweltcharakter oder einem leisen Jäger oder auch mächtigen Kämpfer ist, gibt es dazu nach und nach die Möglichkeit. Das muss nicht alles in einem Charakter sein.
#3
Haha :'D 
Ja, des Autors Fluch und Segen, ich habs nicht so damit, mich kurz zu fassen, aber es hat ja auch nicht umsonst eine Woche gedauert. Freut mich immer, wenn jemandem mein Werk gefällt.

Ja, ich verstehe den Einwand durchaus, es soll immerhin kein Charakter die anderen überragen. Ich hab nur versucht, mir zu überlegen, wie eine Frau wie sie zweieinhalb Jahrhunderte füllen würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf ihrem Arsch sitzt und Däumchen dreht, und selbst sie kann nicht Wochen am Stück hinter Büchern sitzen, deswegen hab ich ihr die Elfen-Fähigkeiten angedichtet, die in Fantasy am typischsten für besagte sind. 
Wenn man nämlich alleine durch die Gegend reist, muss man sich verteidigen können, vor allem an Orten, an denen die - verhältnismäßige - Zivilisation nicht angekommen ist oder keinen Anklang fand, und bei der Jagd, die ebenfalls wichtig ist, wenn man alleine in der Wildnis überleben will, muss man auch wissen, wie man unbemerkt bleibt. 
Dabei nur zur Referenz: die Weltmeisterin im Zweikampf mit dem Schwert ist um die 28, die im mittelalterlichen Triathlon-Duell 26, also sollte es so gesehen durchaus möglich sein, diese Dinge in 250 Jahren zu erlernen
[Bild: 200w.webp]

Ich ändere das ab, sobald ich ausgeschlafen bin, sonst schleicht sich hinterher noch ein peinlicher Fehler ein^^
#4
Stimmt schon. Realistisch betrachtet könnte sich ein enormer Entwicklungsvorteil langlebigerer Personen ergeben. (Beispielsweise Peter F. Hammilton und Frank Herbert erarbeiten recht schön in ihren SF-Romanen die sozialen Verwerfungen bei Langlebigkeit.) Für ein rundes Spielgeschehen muss man sich (nicht nur in diesem Punkt) hin und wieder dem Realismus etwas auf die Sprünge helfen. In einigen Pen&Paper-Systemen behalf man sich damit, dass die Kurzlebigen Rassen ob des drohenden nahen Endes einfach mehr Biß haben um etwas erreichen zu wollen, die Langlebigen eher hedonistisch in ein 'Ach, das kann ich auch noch Morgen erledigen oder nächstes Jahr' verfallen.

Lange Rede kurzer Sinn. So einen Hauch bescheidener gefällt mir der Charakter besser und es gibt mein OK dafür.

Fehlt noch ein zweites, dann kann es losgehen.
#5
Puh, das war doch mehr, als ich dachte. So viel zum "Ich les' das mal schnell nebenbei"... Aber: Wunderschön geschrieben, ich stehe ja auf so blumige Ausdrucksweise! Wobei ich einige Sätze tatsächlich doppelt lesen musste, um sie zu verstehen. Eigentlich wollte ich den Char schon durchwinken, aber vielleicht kannst du den Anfang der Charakterzüge noch mal überarbeiten: "Nur jene, die Vernunft und Trägheit kennen wie die Elemente und die wilden Tiere es nicht tun, entziehen sich dem natürlichen Fluss der Welt" - ich verstehe den Satz einfach nicht :-( Klingt super, aber der Inhalt verschließt sich mir, kannst du das irgendwie einfacher formulieren?

Ich fange trotzdem schon mal an, deinen Charakter im Wiki und im System anzulegen, das ist ja nur eine Kleinigkeit. Wird wohl aber erst heute nachmittag etwas werden, ich sage Bescheid, wenn du losspielen kannst.


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