Oswald vom Salzsee
#1
Name des Charakters = Oswald vom Salzsee
Charakterbild = [Bild: fantasy_western_m-140c2sg1.jpg]

Spieler = Bunt Specht
Alter = 22
Geschlecht = Männlich
Rasse = Mensch
Beruf = Knappe/Söldner

Aussehen
Oswald hat helle, leicht gebräunte Haut und ist 1,75 Meter groß. Jahrelanges Kampftraining in Kombination mit Feldarbeit formten einen starken und durchtrainierten Körper. Beine, Arme und der Torso weisen deutliche Konturen auf, die auch unter einfacher Kleidung gut zu erkennen sind. Breite Schultern runden sein stattliches Gesamtbild ab. Von Narben blieb sein Körper bisher verschont. Seine kräftigen und rauen Hände sind vor allem für grobes zu gebrauchen. Oberhalb seines Halses findet sich ein oval anmutendes, leicht kantiges Gesicht mit einem markanten Kinn. Die Wangenknochen stechen nur leicht hervor und geben seiner Erscheinung eine gewisse Härte. Die Nase wirkt heute als sei sie ein Wenig schief gewachsen, allerdings ist dies eher auf einen schlecht verheilten Bruch des Nasenbeins zurückzuführen. Oswalds Augen wirken seinem ansonsten eher rauen Erscheinungsbild entgegen, denn sie lassen einen Freundlichen wie auch Verletzlichen Mann vermuten. Dies wird durch seine langen Wimpern und die geschwungenen Augenbrauen zusätzlich bestärkt. Sein dunkelbraunes, fast schwarzes Haar trägt er bevorzugt kurz geschnitten bis mittellang, sodass es gerade die eng anliegenden Ohren umschließt.
Aktuell wirkt er aber vor allem eines völlig verwahrlost. Das Feuer, in welchem er beinahe umgekommen wäre, riecht man selbst aus einiger Entfernung noch deutlich. Gesicht und Kleidung strotzen vor Dreck und Rus. Letztere sind obendrein in einem ziemlich schlechten Zustand und scheinen fast nur noch aus Flicken zu bestehen. Einzig seine Stiefel scheinen nicht kurz vor dem Zerfall zu stehen. Die Haare sind zerzaust und riechen wie ein alter Kamin. Der Bart ist von der Hitze angesenkt und wohl kaum noch zu retten.

Herkunft & Familie
Oswald ist der uneheliche Sohn des Ritters Sir Ulrich vom Salzsee und dessen Magd Martha. Allerdings wurde er von Ulrich nie als sein Sohn anerkannt. Zwar gestand er zuletzt sein Vater zu sein, aber auch das seine Mutter eine Dämonin gewesen sein. Bezüglich seiner Erbansprüche und dem Adelsstand dürfte es daher schwer sein auf eines von beidem zu bestehen. Geschwister hat er keine und sonstige Verwandte sind ihm auch nicht bekannt. Durch seinen Vater hat er außerdem zwei Stiefmütter. Agatha, Ulrichs erste Frau, hat Oswald etwas so wenig gemocht wie den Dreck unter ihren Fingernägeln. Ulrichs zweite Frau hingegen, Magret von Bockheim, liebte den etwas zwei Jahre älteren Oswald. Dies sogar so sehr, dass sie eine sexuelle Beziehung mit ihm einging und möglicherweise sein Kind austrug. Dieses ist offiziell natürlich von Ulrich und wird dessen legitimer Nachfolger als Ritter vom Salzsee. Die letzten zwei Jahre zog Oswald mit einer Söldnerbande durchs Land wobei er zwei der Mitglieder, Hans und Hensel, als so etwas wie Brüder betrachtete. Den Anführer Hakon hingegen fürchtete er viel zu sehr, als dass er eine Art Beziehung zu ihm aufgebaut hätte.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte
Die Geschichte Oswalds vom Salzsee begann vor gut 25 Jahren. Der Ritter Sir Ulrich, Herr des Guts am Salzsee, befand sich bereits seit drei Jahren in einer eher mit Lady Agatha. Doch obwohl sie regelmäßig das Bett teilten blieb ihr Kinderwunsch Jahr für Jahr unerfüllt und es schien, dass mit jedem missglückten Versuch auch ihre Liebe bröckelte. So geschah es, dass sich Sir Ulrich, benebelt vom Wein, an einer bis dahin noch jungfräulichen Magd verging. Martha hieß sie und wie es der Zufall wollte genügte dieses eine Mal und nur neun Monate später gebar sie einen strammen Burschen den sie Oswald nannte. Sieben Jahre gingen ins Land in denen Oswald eine glückliche wie auch wenig ereignisreiche Kindheit verlebte. Er spielte oft und gerne mit den anderen Jungen und Mädchen seines alter, auch wenn es davon nie viele am Salzsee gab. Von seiner wahren Herkunft wussten nur Martha und Ulrich, und jene die klug genug waren es zu erahnen. Doch von denen gab es nur wenige und obendrein plagten die Bewohne des Guts am Salzsee andere Sorgen.
Lange vorbei und fast vergessen waren die goldenen Zeiten des Landes am Salzsee. Einst, als es noch eine eigene Baronie war, prunkte das Gut mit seinem steinernem Wall auf einem Hügel nördlich des weitläufigen Sees. Manch eine bezeichnete es gar als Burg. Dank der Salzgewinnung blühten Handwerk und Handel im dazugehörigem Dorf. Doch trocknete der See immer weiter aus bis er am Ende dann völlig verschwand. Viele verließen daraufhin die Gegend und Baron Ulrich verkaufte sein Land Stück für Stück um die immer noch beträchtlichen Kosten zu decken. Bei seinem Tod erbte sein Sohn Ulrich nicht einmal mehr den Titel des Barons und war fortan nun noch als Sir Ulrich Herr des Guts am Salzsee bekannt. Das Dorf verschwand fast völlig und der von Mauern umschlossene Gutshof verfiel immer mehr, ohne dass jemand etwas dagegen unternahm. Oswald kümmerte diese Vergangenheit kaum. So ersannen er und seine Freunde einen Wettbewerb daraus sich über die alten Leute und deren Gerede von der guten alten Zeit lustig zu machen.
Die Ehe zwischen Ulrich und Agatha war schon zu Oswalds Geburt völlig zerrüttet und in den Jahren danach wurde es nur noch schlimmer. So begann der Ritter wiederholt Ehebruch mit verschiedenen Frauen. Stets natürlich nur solche, von denen er keine Konsequenzen zu fürchten hatte. doch Kinder zeugte er dabei kein einziges. Dem Wunsch nach einem Erben folgend, nahm er schließlich Oswald als seinen Knappen auf und ließ ihn in seinen Gemächern wohnen. Dies befeuerte natürlich so manche Gerüchte, aber niemand wagte es diese Laut auszusprechen. Ein jeder fürchtete sich vor dem zutiefst verbitterten Ulrich, der nur allzu gerne jeden Vorwand nutze um seinen Frust am niederen Volk auszulassen. Für Oswald änderte sich sein Leben damit schlagartig.
Er verlor praktisch all seine Freunde, da es ihm fortan verboten war mit derartigem Pöbel zu spielen. Ohnehin sei kindliches Spielen einem von Salzsee unwürdig. Selbst der Umgang mit seiner Mutter wurde eingeschränkt. Bei ihr zu wohnen und sei es auch nur für einen Tag wäre undenkbar. So sah er seine Mutter bald nur noch in ihrer Rolle als Magd und behandelte sie mit den Jahren auch immer mehr als solche. Gleichzeitig begann er in Ulrich so etwas wie einen Vater zu sehen, zum ersten Mal in seinem Leben. In den kommenden Jahren diente er zunächst als Page und durchlebte anschließend eine Knappenausbildung. Diese jedoch nicht im vollen Umfang. Zwar lernte er Reiten aber fürs Tjosten fehlte das Geld. Er lernte Lesen, aber auch nur die Grundlagen da Ulrich selbst kaum lesen konnte. Im Schwertkampf bewies er Talent, jedoch nur mit durch Blei beschwerten Holzschwerter. Seine einzige richtige Waffe war ein alter Streitkolben aus Eisen von dem man regelmäßig den Rost entfernen musste. Andere Dinge wie Heraldik und Etikette lernte Oswald auch eher in den Grundlagen, da für so etwas die Zeit fehlte. Stattdessen wurde von ihm erwartet in jeder freien Minute auf den Feldern zu helfen. Wo er wiederum Seite an Seite mit eben jenen schuftete, die er früher als Freunde bezeichnet hatte. Doch war davon nichts mehr geblieben und so musste Oswald so manchen üblen Streich erdulden.
Hätte er Ulrich davon erzählt, die Strafen für seine alten Freunde wären drakonisch ausgefallen. Oswald jedoch entschied anders. Er ertrug alles wie er auch seinen Vater ertrug. Mit der Zeit hörten die Streiche dann auf und wandelten sich allmählich in Respekt um. Jeder hatte geglaubt Oswald wäre nur noch ein arroganter Adelssohn, doch im Gegenteil er lebte in beiden Welten und bliebt trotzdem er selbst.

Jahre Später, Oswald war gerade 18 geworden, verstarb Lady Agatha die Frau Ulrichs. Mehr als ein flaches Grab hatte ihr Mann nicht für sie übrig. Stattdessen begab sich Oswald umgehend auf Brautschau, wofür er alles belieh und verkaufte für das andere bereit waren zu zahlen. Oswald begleitete ihn stets bei seinen Reisen. Vor allem da ein Ritter mit Knappen eben einiges mehr an Eindruck machte Dabei lernte er allmählich die Welt kennen, zumindest jene Teile die nicht mehr als ein oder zwei Tagesreisen entfernt lagen. Oswald aber hatte mehr Augen für die Adligen Fräulein, von denen er so manche mehr als nur oberflächlich kennen lernte. Viel zu schnell ging diese Zeit vorbei, denn nur ein Jahr später ehelichte Sir Ulrich die 15 Jahre alte Schönheit Lady Magret. Eine Enkelin des benachbarten Barons von Bockheim. Die schönste Frau welche Oswald je sah. Mit ihr erschlich sich Ulrich auch eine nicht unerhebliche Mitgift, womit er die meisten Schulden tilgen konnte. Letztlich war das alles aber ein abgekartetes Spiel. Die von Bockheim wollten ihr Land erweitern und so wurde eine Klausel in den Vertrag eingebunden, dass sollte Magret an Tage ihres 16 Geburtstags keine Jungfrau mehr sein so sei die Ehe ungültig und das Brautgeld sei zurück zu geben. Dadurch würde Ulrich unweigerlich auch sein Land verlieren. Da Ulrich als Frauenheld bekannt war, eine für den Baron sicher erscheinende Sache. Doch es kam anders und so wurde Magrets 16. Geburtstag mit einer Beischlafzeremonie gefeiert bei dem neben ihrer halben Familie auch ein Dutzend anderer Männer ihre Unversehrtheit bezeugten.
Nur Oswald war nicht zugegen. Er wartete stattdessen auf einer geschützten Lichtung nahe des Gutslandes. Dort traf er sich mit Magret noch am selben Abend und endlich konnten sie ihrer heimlichen Liebe freien Lauf lassen. Erneut kam es wie der Zufall wollte und neun Monate Später gebar Magret einen Sohn den sie Ulrich nannten und nie wird jemand erfahren wer der wahre Vater sein mochte.
Doch diese Frage sollte den jungen Oswald nicht lange plagen. Denn nun da er einen wahren Sohn und Erben hatte verlor der alte Ulrich jedes Interesse an ihm. Seine vorherige Freundlichkeit ihm gegenüber schwenkte alsbald in das Gegenteil um. Er fürchtete gar die von Bockheim könnten Oswald benutzen um ihn des Ehebruchs mit seiner ersten Frau zu überführen und so doch noch die Ehe für ungültig zu erklären. Eine Lösung hierfür war nicht einfach, denn auch Martha, Oswalds Mutter, konnte diesbezüglich zu einer Bedrohung werden. So ersann der alte Ulrich einen Plan. Er bezichtigte Martha mit Dämonen im Bunde zu stehen und gar selbst ein Sukkubus zu sein. Sie habe ihn verführt und über Jahre seinen Geist vergiftet. Erst die Vereinigung mit einer Jungfrau haben ihn von ihrem Einfluss befreit. Doch nun erkenne er die Wahrheit.
So geschah es, dass Martha auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde und man Oswald kurz vor der Schwertleite als Dämonenbrut davongejagt.

Davongejagt und praktisch mittellosen schien Oswalds Schicksal besiegelt. Er hatte keine Ahnung wie man im Wald lebte oder Jagte. Trotz der jahrelangen Ausbildung kam er sich hilflos vor. Vermutlich wäre er elendig verhungert, hätte sein Leben nicht erneut eine unerwartete Wendung genommen.
Er kotzte sich gerade sie Seele aus dem Leib, infolge einiger giftigen Beeren, als er plötzlich zwei Stiefel vor sich sah. So traf er an einem Bach mit erbrochenem auf den zerfetzen Kleidungsresten, auf Hakon Einauge. Warum er diesen sehr zutreffenden Namen trug sollte Oswald erst später erkennen. Als er langsam an ihm hinaufblickte kam er gerade bis an seine Bartspitze ehe er einen dumpfen Schlag spürte und ihm schwarz vor Augen wurde.
Oswald erwachte wenig später mit einem nach ranzigem Käse stinkendem Sack über seinem Kopf und hörte nur wie sich drei oder vier Männer stritten. Einer meinte sie sollten ihn besser gleich töten, sei er doch wahrscheinlich eh von Krankheiten verseucht. Ein andere meinte man könne gewiss etwas Silber für ihn bekommen. Sie witzelten herum und es erklang immer wieder von Bier und Wein bestärktes Gelächter, als plötzlich alle Gespräche infolge eines lauten Räusperns verstummten. Nur noch das leise knacken des Lagerfeuers war zu hören. Mit einem Ruck riss jemand den Sack herunter und im selben Moment spürte Oswald kalten Stahl an seiner Kehle. Vor ihm erschien ein Gesicht wie aus einem Albtraum. Eine halbe, verschorfte Nase. Von Narben zerklüftete Augenbrauen und Wangen. Ein Bart schwarz wie die Nacht. Am schlimmste war jedoch das pechschwarze Loch in dem einmal ein Auge gelegen haben musste. Das Loch schien kein Ende zu haben und umso länger man hineinsah je mehr glaubte man Bewegungen darin zu erkenne. Als lebe etwas darin.
Starr vor Schreck vermochte Oswald kaum zu sprechen. Stotternd stammelte er zusammenhanglos vor sich hin als das Gesicht fragen an ihn richtete. Woher dann der Einfall kam, der ihm das Leben rettete wusste er hinterher nicht mehr zu sagen. Nur dass er eine ähnliche Geschichte wenige Tage zuvor gehört hatte, als man ihn aus einem nahen Dorf jagte. Oswald behauptete das Kind einer Dämonin zu sein und sollten man ihn Töten so würde an seiner Statt ein Dämon aus der Erde emporsteigen.

So geschah es, dass Oswald Teil von Hakon Einauges Söldnern und Banditen wurde, je nachdem wer sie anheuerte. Oswald erwies sich als geschickter Kämpfer und seine Fähigkeit zu Lesen, zumindest etwas, wurde von Hakon bald sehr geschätzt. Meistens gingen sie sogar legalen Tätigkeiten nach, indem sie Leute im Auftrag von Adligen töteten, ausplünderten oder sonst etwas mit ihnen taten. Nur selten mussten sie andere ohne Auftrag rauben, was wiederum gegen Gesetze verstieß. Haken der um Oswalds Ehrgefühl wusste, ließ ihn bei so etwas außen vor. Den anschließende Lügen glaubte Oswald nur al zu gern, denn dies war leichte als Hakon handeln zu hinterfragen.


Aufenthalt in Aron
Zwei Jahre lang zog Oswald nun schon mit Hakons Söldner durch die Lande. Schließlich kamen sie infolge einer Auftragsflaute mit leeren Taschen in die Nähe der Stadt Aron. Hans und Hensel, zwei sich ständig gegenseitig ärgernde Brüder hatten noch gemeint dort gäbe es niemals Aufträge für solche wie sie. Doch Hakon entschied anders. So war es schlichtweg der Hunger, welche sie dazu brachte in die Scheune eines Bauern einzubrechen. Zu ihrem Unglück fanden sie dort weder essbares noch wertvolles. Nur leere Kisten und alte Werkzeuge für die Feldarbeit.
Dennoch stand plötzlich ein junger Mann, der Oswald zum Verwechseln ähnlich sah, mit einer Mistgabel bewaffnet in der offenen Tür. „Verpiss dich“, rief Oswald dem wie er vermutete Sohn des Bauern entgegen doch da stand bereits Hakon hinter dem Jungen und schnitt ihm die Kehle durch.
Scheiße Hakon was soll das. Du weißt was die hier mit Mördern machen.“ Im selben Moment ertönte ein schriller Frauenschrei. Ein Mann, vielleicht 40, kam herbeigelaufen wären eine Frau hinter ihm zusammenbrach. Nach einem kurzen Handgemenge brach auch diese mit einem Messer im Bauch zusammen. „Holt mir die Schlampe, los“ befahl Hakon. Hans und Hensel reagierten sofort. Oswald jedoch zückte seinen Streitkolben und ging auf Hakon los. Es war ein kurzer Kampf, den Oswald chancenlos verlor. Hakon schien von Anfang an damit gerechnet zu haben.
Keine Sorge Jungchen, ich bring dich nicht um. Wir wollen doch nicht den Dämon loslassen. Zumindest nicht solange ich noch hier bin.“
Statt ihn also gleich zu töten schafften sie Oswald in die Scheune und versperrten den einzigen Zugang. Der tote Junge lag nur ein paar Schritt neben ihm. Kurz darauf drang bereits erster Rauch in die Scheune ein und Feuerschein war durch die Ritzen zu erkennen. Es dauerte nicht lange bis Oswald das Bewusstsein verlor.

Tags darauf als zwei Stadtwachen die halb abgebrannte Scheune durchsuchten:
Der ist Tod, genau wie seine Eltern. Scheiße man und dass so nah an den Stadttoren. Das gibt ein riesen Wirbel.“
Wart ab morgen werden die wieder irgendetwas von Satyren oder sonst einem scheiß Vieh erzählen, das sie alle umgebracht hat.“
Oder ein feuerspeiender Wasserspeier. Dabei ist es ganz klar. Die Frau mit durchgeschnittener Kehler und der Mann mit nem Messer im Bauch.“
Und warum lassen Banditen den Jungen hier am Leben um ihn dann in der Scheune verbrennen zu lassen.“
Na ist doch klar. Der hat einen von ihnen umgebracht, der verkohlte dort drüben. Zur Strafe lebendig verbrennen lassen. Oder wie hier erstickt am Rauch.“
hust, hust.“
Ey scheiße verdammt. Der Junge lebt!“

Beide Wachleute hielten Oswald für den Sohn der getöteten Bauern. Ein altersschwacher und kurzsichtiger Nachbar bezeugte sogar die Ähnlichkeit. Sei sich aber nicht so ganz sicher, da der Junge ja kaum wiederzuerkennen sei unter dem ganzen Rus und Schmutz. Da Oswald sich kaum alleine auf den Beinen halten konnte und schier ununterbrochen Hustete brachten die Wachen ihn ins Handwerkerviertel zum Haus der Heilerin Eriana Sternfeuer. In einem wachen Moment teilten sie ihm noch mit er solle sich binnen einer Woche bei der Wache melden um seine Identität abschließend zu klären und eine Aussage über den Brand und vor allem über die drei Toten zu machen. Vorher sei es ihm nicht erlaubt die Stadt zu verlassen.

Wo wohnt er oder sie in Aron?
Derzeit ist Oswald obdachlos.

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten
Charakterzüge:
Oswald ist jemand der lieber Handelt als zu Denken. Was nicht heißen soll er sei Dumm oder Leichtsinnig, er befasst sich einfach nur nicht gerne mit Vergangenem oder dingen die zu sehr in der Zukunft liegen. Daher plant er auch nie mehr als ein paar Tage im Voraus. In seinem Leben wurde er bereits zweimal auf übelste verraten. Zuerst vom eigenen Vater und jenen die er als Freunde betrachtete und später von seinen Waffenbrüdern. An seiner meist freundlichen Art hat dies zwar kaum Schaden angerichtet, doch wird es ihm schwer fallen anderen jemals wieder so zu vertrauen wie zuvor. Daraus resultiert auch eine gesunde Vorsicht gegenüber Fremden. Werte wie Ehre, Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit sind Oswald wichtig. Und er hält sich stets daran sofern es die Umstände irgendwie zulassen.
Dazu sei aber auch gesagt, dass Oswald selbst nicht genau weiß wer er ist. Ihm fehlt es dazu an Selbstreflexion. Sein Leben lang folgte er einem Fremdbestimmten leben. Zuerst der Mutter, dann dem Vater und schließlich Hakon. Wirklich selbstbestimmt entscheiden was er mit seinem Leben machen wollte musste er bisher nie.

Abneigungen:
Oswald hat eine irrationale Abneigung gegenüber allem was kein Mensch ist. Dies rührt allerdings vor allem daher, dass er nie näheren Kontakt zu einem von ihnen hatte und ohnehin nur negatives über Elfen, Zwerge und anderen vergleichbaren Geschöpfen gehört hat. Gegenüber Aberglauben, vor allem solches das sich um Dämonen und vergleichbares dreht, hat er eine tiefe Abneigung. Resultierend aus seinen eigenen Erfahrungen damit.
Des weiteren hat er Angst vor jedem Wasser, dass zu Tief ist um darin zu stehen.
Da er sofern es die Umstände zulassen bevorzugt ehrliches und ehrbares Verhalten zeigt, schließlich ist er fast ein Ritter, verabscheut er all jene die anders handeln. Über seine Zeit als Söldner redet er daher auch ungern, da er dort auch Dinge tun musste, für die er sich schämt.
Begründet in seiner Ausbildung hat er außerdem eine Abneigung gegenüber Armbrüsten und Bögen, die für mehr gedacht sind als der Jagd. Solche Waffen seien nicht ehrenhaft.
Er verabscheut Diebe, egal welchen Grund sie vorbringen. Adlige hingegen, die ihr eigenen Volk „bestehlen“ findet er in Ordnung. Es stünden ihnen ja zu. Letztlich hat er diesbezüglich eine recht festgefahrene Schwarz/Weiß Einstellung, die durch seine Jahre als Söldner auch nur leicht aufgebrochen werden konnte.


Vorlieben:
Oswald entwickelte während der Pubertät schnell eine besondere Vorliebe für attraktive Frauen. Freilich nichts ungewöhnliches, doch geht es in seinem Fall mit unter so weit, dass er dadurch gerne mal in Schwierigkeiten kommt. Oder Beziehungen eingeht wie mit seiner 2. Stiefmutter, welche in keinster Weise eine Zukunft haben können und schon gar nicht erlaubt sind. Schönheit definiert er dabei recht oberflächlich. Langes, am liebsten gelocktes Haar schätzt er. Wohlgeformte und gerne auch üppigere Brüste schaut er sich gerne an. Am wichtigsten natürlich ein schöne Gesicht in welches man gerne hineinblickt und dass man nur allzu leicht mit Sternen und all dem romantischem Kram vergleichen kann.
Des weiteren interessiert ihn jede Form der Kampfkunst, vorausgesetzt sie ist als Ehrbar angesehen. Auch gewaltlose Wettstreite interessieren ihn, vorausgesetzt sie sind „männlich“ genug.
Auch mag er es zu Arbeiten. Genauer gesagt hat er eine Abneigung gegen Langeweile und Nichtstun nur hat er es so herum nie betratet. Oswald mag es einfach gerne, wenn er etwas zu tun hat. Eine Aufgabe eben die einen Sinn hat.
Das Leben als Adliger, welche er mit Einschränkungen auch schon führen durfte, gefällt ihm. Wenn er die Wahl hätte würde er stets lieben Wein statt Bier trinken. Lieber zu Pferde durchs Land ziehen als durch den Dreck zu waten. Eher Auf einer Burg wohnen als auf einem Bauernhof. Wahrscheinlich geht es den meisten so, nur er hatte bereits das Glück von der vermeidlich besseren Welt zu kosten.

Besondere Fähigkeiten:
Infolge seine Knappenausbildung ist Oswald ein guter Reiter. Den Umgang mit dem Schwert und Schild sowie anderen Einhandwaffen ist er gewöhnt. Nur eine richtige Rüstung hat er noch nie getragen. Nicht einmal ein Kettenhemd. Auch beschränkt sich seine Kampferfahrung vor allem auf Übungskämpfe und das eine oder andere kleine Scharmützel während seiner Zeit als Söldner. Er ist ein ausdauernder Läufer und weiß neben der Kampfkunst zur Not auch ein Feld zu bewirtschaften. Abschließend zu erwähnen sei noch die Fähigkeit des Lesens. Allerdings eher schlecht. So liest er nur sehr langsam und bewegt die Lippen dabei. Auch vertauscht er B und P oder D und T. Lauten wie eu oder ie spricht er meist als einzelne Buchstaben aus. Auch ansonsten sind seine geistigen Talente bestenfalls durchschnittlich.

Wünsche und Ziele
Oswalds vorrangiges Ziel ist es derzeit eine Unterkunft zu finden. Dann was zu essen und Arbeit braucht er ja auch. Wie und in welcher Reihenfolge er dies angehen sollte hat er sich noch nicht überlegt. Das Leben hat ihm wiedermal mit einem Faustschlag zu Boden geschickt und ihm alles genommen was er hatte. Tief in sich verspürt er aber auch den innigen Wunsch ein wahrer Ritter zu werden, besser als sein Vater es je war. Rache an seinem Vater wäre ihm nur recht nur hielt er dies bisher und auch weiterhin für nicht möglich. Wenn er ehrlich ist, hält ihn auch die Angst vor seinem möglichen Sohn davon ab. Allgemein fällt es Oswald schwer sich wirklich Ziele zu setzten. Bisher taten das immer andere für ihn. Zuerst seine Mutter, dann sein Vater und schließlich sogar Hakon Einauge. Das einzige Mal, wo er bisher auf sich allein gestellt war, wäre er beinahe an giftigen Beeren gestorben.
#2
Hallo und willkommen in unserem Forum! Smile

Ich werde mir deinen Charakter heute Nachmittag/Abend ansehen.
#3
Ich habe mir deinen ENtwurf nun durchgelesen und am besten machen wir es kurz und schmerzlos.

Mein OK hast du.

Der nächste bitte. Smile
#4
Guten Morgen und auch von mir ein herzliches Willkommen!

Ich habe mir deinen Charakter durchgelesen und auch ich habe keine Einwände. Sehr schön, gefällt mir, auch die Geschichte hebt sich deutlich von vielen anderen ab. Da waren ein paar Worte, die mir fremd waren, aber die habe ich mal bei Wikipedia nachgeschlagen (Tjosten, Schwertleite).

Also, dann viel Spaß bei deinem Start, wenn du noch Fragen hast, stell' sie am besten in dem entsprechendem Foren-Bereich. Wenn du magst, kannst du dich auf der Empore vorstellen und in unserer Taverne mit uns quatschen. Solltest du längere Zeit nicht zum Schreiben kommen (Urlaub, etc.), sei so nett, und teile uns das im Abwesenheitsthread mit, damit deine Mitspieler nicht unnötig auf dich warten.


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