Das Haus der Heilerin

Alwina Eamonstochter

Wolfselfe
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Alwina bemerkte den Gedankengang ihrer Begleiterin nicht. Sie musste auch keinen Blick mehr zurück über die Schultern werfen, sie roch doch, dass das Haus der Heilerinnen dort noch stand. Den vertrauten Pfad hinunter schlenderte sie, die buckelige Gestalt seltsam abgehoben im letzten pfaden Sonnenlicht. Ein paar nächtliche Passanten musterten die beiden Frauen argwöhnisch, versuchten zu beurteilen, ob sie mit den schrecklichen Ereignissen der letzten Tage zusammenhingen. Doch niemand hielt sie auf. Während S’Area die Welt um sie herum bestaunen konnte, die vielen Gerüche, Geräusche und Farben, war Alwina darauf bedacht, ihre Schnauze nach unten zu halten, immer wieder die Kapuze nachzuziehen und weniger argwöhnisch zu riechen.

Schleichend führte sie die Feline durch die Stadt, selbst nicht wirklich wissend, wohin sie die Wege führten.
(Weiter im Nordviertel)
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Mizara d'Gni

Heilerin
Mensch
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(kommt von der Straße)

Das Türschloss klammte immer noch und die junge Frau brauchte einige Zeit, bis sich der Schlüssel endlich drehen ließ und die Tür aufschwang. Sie musste dringend Öl besorgen, bevor sie gar nicht mehr ins Haus kam. "Frau Sternfeuer? Alwina? S'Aera?" Doch niemand antwortete ihr. Seltsam, wo bloß ihre Kollegin die ganze Zeit blieb. Die Wolfselfe und ihre neue Freundin waren bestimmt irgendwo in der Stadt unterwegs - hoffentlich brachten sie sich nicht in Schwierigkeiten! Die Heilerin wandte sich wieder ihrer Patientin zu. "Komm hinein und warte kurz, ich bring nur schnell die Tongefäße weg", sagte sie und nahm sich gleich die ersten Behälter und brachte sie in die Küche. Die Regale, auf denen die zerstörten Gefäße standen, waren inzwischen von den Scherben und den Kräuterresten gereinigt worden, sodass sie den Platz wieder benutzen konnte.

Währenddessen sprach sie weiter mit der Zwergin. "Nein, natürlich habe ich keine Angst, dass hie Goblins eindringen, Aron wird schon ganz gut bewacht. Aber ich muss oft raus aus Aron, Kräuter im Wald sammeln, aus denen wir Salben anrühren, Tees zubereiten und so. Und alleine möchte ich dann doch nicht so gerne einer Horde Goblins begegnen, ich bin Heilerin und keine Kriegerin wie du", meinte sie und wies auf den beeindruckenden Kriegshammer, den Mori bei sich führte. Seufzend fügte sie hinzu: "Und gerade jetzt benötigen wir sehr dringend neue Kräuter. Wir wurden gerade überfallen und der Einbrecher hat einen großen Teil unserer Gefäße zerstört, deshalb war ich gerade neue kaufen. Und diese wollen jetzt natürlich auch wieder mit Kräutern gefüllt werden. Einige davon sind auch sehr selten und nur sehr tief im Wald zu finden, daher meine Frage. Aber irgendwie werden wir das schon schaffen, vielleicht begleitet mich ja Frau Sternfeuer, meine Kollegin, die kann sich wohl auch ganz gut verteidigen und dann sind wir auch zu zweit. Leider ist sie weggegangen und kommt nicht wieder. Ich habe keine Ahnung, wo sie bleibt."
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Mizara d'Gni

Heilerin
Mensch
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Während die junge Heilerin so vor sich hinplauderte und ihre Einkäufe in die inzwischen wieder reparierten Regale stellte, beachtete sie die Zwergin nicht weiter. Sie ging davon aus, dass diese ihr ins Haus gefolgt war und hinter ihr stand und ihr zuhörte. Aber als Mizara fertig war und den Karren wieder vor das Haus stellen wollte, drehte sie sich um und hinter ihr stand niemand. Stirnrunzelnd ging sie vor die Tür und parkte den Handwagen im Garten, konnte aber auch dort Mori nirgends entdecken. Sie ging wieder ins Haus und rief nach ihrer Patientin: "Hallo? Wo bis du denn hin? Ich bin jetzt fertig und könnte mir die Wunde anschauen?" Aber niemand antwortete und es war auch niemand im Haus.

Plötzlich packte Mizara die Angst! Wollte die Zwergin sich vielleicht gar keine medizinische Behandlung, sondern ebenfalls den Phoenix stehlen? Aber der war doch schon weg, vielleicht ist sie deswegen gegangen? Oder wollte sie etwas anderes stehlen? Mizara blickte sich in den Räumen um, vermisste jedoch nichts. Eigentlich gab es in dem Haus auch nichts wirklich wertvolles, was sich zu stehlen lohnt. Außer vielleicht die neuen Krüge, aber wer klaut schon so etwas? Aber vielleicht wollte Mori auch gar nichts stehlen, sondern hatte nur Angst vor einer Behandlung. Die junge Heilerin hatte die Erfahrung gemacht, dass gerade die scheinbar starken Krieger am wehleidigsten wurden und die meiste Angst hatten, wenn es um die Behandlung ihrer Verletzungen ging.

"Schade,", dachte Mizara, "eine Kriegerin hätte ich gut gebrauchen können, sie hätte mich in den Wald begleiten und beschützen können, während ich neue Kräuter sammel. Aber gut, dann muss ich das halt alleine oder mit Eriana machen. Oder ich nehme Alwina mit. Aber etwas sonderbar ist das Verhalten schon." Stirnrunzelnd schloss sie die Haustür und begann, sich anzusehen, was alles kaputt gegangen war und was sie neu sammeln, bzw. welche Salben und Öle sie neu herstellen musste.
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