Die Straßen des Nordviertels
#31

Alwina Eamonstochter

Wolfselfe
Zurück


Hier war ich noch nie!“, flüsterte Alwina. Aufmerksam lief sie an einer Elfenhohen Hecke, den Blick suchend schweifend. Die Straßen hatten viel Platz und Bäume standen auf beiden Seiten, in seltsam geraden Reihen, als hätte jemand diese extra so gepflanzt. Die wenigen Menschen, die noch über die Straßen gingen, waren entweder huschende Mägde, die Alwina an einem Geruch aus Allerlei erkannte, oder ein Menschenschlag, den sie noch nie vorher wahrgenommen hatte. Die Düfte schienen nicht wirklich zu ihrem Körper zu gehören, setzten sich aus wohlriechenden Blumen und anderen Texturen zusammen, überlagerten sich und schienen alles menschliche Übertönen zu wollen. Trotz der Dunkelheit erkannte Alwina Kleidungsfarben, die sie noch nicht einmal auf dem Markt sehen würde. Auf der anderen Straßenseite ging eine Dame mit einem Herrn, sie leise kichernd, er hochtrabend polternd.
Alwinas Schnauze streckte sich kurz dem Himmel entgegen, dann wanderte ihr Blick zu den Häusern, die groß genug waren, um eine ganze Familiensippe zu beherbergen: „Ob hier andere Menschen leben?“, fragte sie S`Area leise.
Noch waren die beiden vorsichtig, noch wurden sie nicht entdeckt. Als eine Kutsche vorbeikam, sprang Alwina schnell hinter eine der ausladenden Linden, dann beruhigte sie sich wieder. In dieser Menschenstadt fühlte sie sich öfter wie die Gejagte und nicht wie ein Monstrum mit Zähnen, dass die Jäger aus ihr machen wollten.
Antworten


Gehe zu: