Der Schankraum

Helen Niramas

Schankmagd
Mensch
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Helen blickte die Fremde irritiert an, konnte diese nicht sprechen? Sie sagte tatsächlich kein Wort und schrieb dem Herrn von Lichtfels und seiner Begleitung anscheinend alles auf Zettel. Aber ihre Gebärden waren für die Schankmagd eindeutig genug, viele Gäste verständigten sich auch nur noch mit Gesten, wenn ihnen nach zu viel Wein und Bier die Zunge versagte. "Ihr möchtet auch so ein Zwergenbier? Sehr gerne, wenn Ihr Bier mögt, wird Euch dieses sicherlich munden, es ist eines der besten Biere, die es gibt, und wahrscheinlich das beste, was wir führen, wobei das natürlich Geschmackssache ist", plapperte sie etwas verunsichert. "Ich werde Euch gleich einen Krug davon bringen."

Sie wandte sich an die beiden Männer. "Und ich schaue auch einmal, ob der Koch nicht mittlerweile das Essen für die Herren fertig hat!", versprach sie. Dann wandte sie sich um und machte sich auf den Weg zur Küche. "Heute ist ein seltsamer Abend", dachte sie, "die Gäste sind sonderbar und die Stimmung auch, ich hoffe, es passiert heute nichts mehr, irgendetwas liegt heute Abend in der Luft."
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Vikram Steeltounge "Viktor"

abenteuerlicher Händler/Schmied
Zwerg
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Vikram blickte Helen erwartungsvoll an, während sein Magen leise anfing zu grummeln. "Ja, das wäre großartig, Essen ohne Bier ist nur die halbe Miete! Ich bin ganz langsam am Verhungern!" lachte er und rieb seinen Bauch.

Sein Gesicht wurde ernster als Zoe die Klinge auf den Tisch legte. Sie war schön verziert, schlicht jedoch sehr gute Handarbeit. "Auf den ersten blick sieht es nach einer sehr gut verarbeiteten Klinge aus und wahrlich sind die Verzierungen ausgezeichnet gearbeitet und gleichmäßig. Euer Meister scheint ein sehr fähiger Schmied zu sein. Es würde mich freuen wenn ich dir ein wenig bei deinen Arbeiten zusehen dürfte." sprach er vor sich hin während er die Klinge betrachtete.

Dann löste er seinen Hammer von seinem Rucksack und legte ihn Vorsichtig auf den Tisch. Der Hammer sieht eher schlicht aus, doch sind die Verzierungen akkurat Symmetrisch und der Hammer um einiges leichter als er aussieht. "Hier, das ist mein Lieblingshammer. Ich habe ihn zusammen mit meinem Bruder und meinem Vater gefertigt. Die Runen sind leider nicht magisch, da das Runenhandwerk einigen wenigen vorenthalten ist, aber ich hoffe es vielleicht hier in Aron zu lernen."

"Ja eine Schmiede wäre eine Wohltat! Ich will hier versuchen einen Handelsposten für meinen Onkel zu eröffnen und nebenbei eine kleine Schmiede zu betreiben. Sollte ich es schaffen seid ihr immer willkommen!" und klopfte Zoe auf die Schulter.
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Kars (Neunfinger)

Gesetzloser
Mensch
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Peripher nahm er seine Umgebung durchaus wahr, nur war es im gleichgültig geworden, was die kleine Diebin, die Elfe und das ganze Gesindel in der Herberge tat. Den Abgang der Diebin registrierte er ohne sich darum zu kümmern und saß eine ganze Weile bewegunslos da. Aber jetzt kam er in Bewegung und griff er nach seinen Sachen. Er mußte raus hier ehe er zu trinken anfing und wenn er nicht gleich ging dann würde er damit anfangen und nicht mehr damit aufhören bis er einen Streit vom Zaune brach und Blut fließen würde. Die elende Melancholie hatte ihn überfallen, wie eine Bande Wegelagerer eine reisende Jungfrau und er war genauso machtlos dagegen. Er wußte ganz genau wenn er sich jetzt nicht irgendwohin zurückzog, dann würde die Geschichte so enden, wie sie immer endete wenn seine Welt in hoffnungsloser Schwermut versank. Es hatte ihm fast das Leben gekostet, als er das letzte Mal in Halvear seine Melancholie in Schnaps, Blut und Gewalt ertränken wollte. 

Sein Gesicht mit der Narbe und der gebrochenen Nase war selbst wenn er heiter gestimmt war nicht wirklich vertrauenserweckend, aber jetzt verschaffte ihm seine grimmige Mine freie Bahn zur Schank. Er bestellte sich eine Flasche Branntwein, zahlte seine Zeche und legte noch etwas für die Bedienung drauf. Auch um das Zimmer feilschte er nicht lange, er wollte hier heraus und für sich sein. So war der Preis den er herauschlug sicher noch zu unterbieten, aber Kars bezahlte. Seine Stimmung wurde mit jedem Herzschlag düsterer, aber in paar Pfeifen Rauschkraut und der Schnaps würden ihn schon über das Elend der nächsten Stunden hinweg helfen, ohne schon am ersten Abend in seiner neuen Wahlheimat Blut zu vergießen. Er kümmerte sich weder um Legionäre, die ohne Mühe die kleine Diebin durch den Schankraum schleppten, noch um die weiteren Gäste. Auch nicht um den Zwerg und die Elfe die an einem Tisch saßen, an dem er auf dem Weg zur Treppe vorüberging.
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Rugor von Lichtfels

Magier
Elf
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Auch Rugor betrachtete die beiden Gegenständig interessiert. Bewundernd drehte er den Dolch in seinen Händen: "Ein wirklich sehr schönes Stück, ich wusste gar nicht, dass man Metall so schön verzieren kann. Aber ich habe halt auch keine Ahnung vom Schmieden. Ich hätte gedacht, dass nur grobe Schmuckarbeiten möglich seien. Wie werden solche feinen Gravuren erstellt? Wenn das Metall heiß ist, doch wohl kaum, das würde sich doch beim Abkühlen alles verziehen. Und wenn es kalt ist, lässt sich das doch gar nicht mehr bearbeiten, dann ist es doch viel zu fest!" Er grübelte. "Wahrscheinlich müsst Ihr die richtige Temperatur abwarten, es muss eine bestimmte Wärme haben, stimmt's? Und dann müsst Ihr schnell und präzise arbeiten, bevor es zu kalt wird?"

Auch den Hammer sah er an, scheiterte aber beim Versuch, diesen anzuheben. "Auch wenn diese Runen nicht magisch sind, sehen sie sehr schön aus. Was steht dort auf dem Hammer, ist das eine Widmung, sein Name oder so?" Sein Blick wanderte zwischen den beiden Handwerksstücken hin und her. "Viktor, so schön der Hammer auch ist, aber ich glaube, ich würde dem Dolch den Vorzug geben, den kann ich nämlich tragen im Gegensatz zu diesem Ungetüm von Hammer!", kicherte der alte Mann, während er es aufgab, den Hammer anzuheben.
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