Die Hauptstraße
#11

Lor

Barbar
Wildelf
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»Lor führt und erhält šeinen Beuteteil. Nun gut.« wiederholte er grübelnd. Es war ein gutes Angebot. Eines der besten, das dem jungen Elfen seit langem unterbreitet worden war. Trotzdem nagte eine kleine Unzufriedenheit an ihm, die er bewusst nicht recht fassen konnte. Es nagte noch an ihm, dass er sich von Illnaans Kriegern hatte übertölpeln lassen. Eine Scharte, die er auswetzen wollte, indem er sich irgendwie bewies. Er wollte Achtung bei diesen Kriegern erlangen und das Gefühl loswerden, dass er von Ihnen nur geduldet wurde, weil ihr Fürst ihn noch für irgend etwas brauchte.

Er zuckte mit den Schultern und konzentrierte sich wieder auf die Landschaft um sie herum. »Ein Gefallen von einem groššen Häuptling. Daš will wirklich gut überlegt šein.« Er grinste und unterdrückte ein Gähnen.

Der große Häuptling schien es jedenfalls eilig zu haben. Die Pferde auf denen er und seine Krieger ritten, hatten die ganze Nacht hindurch ihre Last getragen und kamen langsam an die Grenzen ihrer Kräfte. Selbst der Keiler unter ihm verlor langsam die Lust an diesem Ausflug durch sein Revier. Lor war es unheimlich, wie die gebrochenen Tiere, bar jeden eigenen Willen, trotzdem folgsam weiter trotteten. Was hat man Euch nur angetan, um euch derart zu brechen... Er konnte es sich ein Stück vorstellen, schließlich hatte er selbst eine Kostprobe davon erleben müssen.

Lor suchte für den Rest der Tagesstrecke jetzt Wege, die sich nicht schnell reiten ließen und den Tieren bei gemächlichen Trab etwas Erholung boten. »In der Gegend besser in Deckung bleiben,« murmelte er erklärend, während er verschlungenen Pfad durch Buschwerk und kleinen Wäldern folgte.

Die weiteren Tage boten eine ruhige Reise, ganz entgegen der schleichend wachsenden Unruhe der Kathraana und vor allem ihres Häuptlings, dem die näher kommenden Trollberge nicht schnell genug in die Höhe wachsen konnten.
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